21.07.2014

Energieverbrauch: Die Aufteilung in Gebäuden

Der Energieverbrauch in Gebäuden setzt sich zusammen aus Heizenergie, Energie zur Warmwasseraufbereitung und Stromverbrauch. Das Verhältnis dieser Anteile hängt ab von der Nutzung und der technischen Installation: In Bürogebäuden ist der Stromverbrauch relativ hoch (Computer), der Warmwasserverbrauch klein, da nicht gebadet und nur wenig abgewaschen wird. Erfolgt die Warmwasseraufbereitung mit Elektroboiler, steigt der Stromverbrauch anteilig, der Energiebedarf des Heizkessels sinkt.

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Energieverbrauch

Die Grössenordnung der Anteile liegt im gleichen Rahmen. Verständlich ist, dass bei besser wärmegedämmten Neubauten der Heizenergieanteil im Vergleich zu Altbauten sinkt. Der prozentuale Anstieg z. B. beim Warmwasserverbrauch besagt nicht, dass effektiv mehr Warmwasser verbraucht wird. Eine Rolle spielt auch der bessere Nutzungsgrad neuer Heizanlagen (0,85) im Vergleich zu alten Anlagen (0,75). Dass bei Mehrfamilienhäusern der prozentuale Anteil Heiz- Energieverbrauch im Vergleich zu Ein- und Zweifamilienhäusern niedriger liegt, hängt mit der Gebäudeform zusammen. Mehrfamilienhäuser sind kompakter gebaut, sie haben in Relation zum beheizten Volumen eine kleinere Wärme abstrahlende Oberfläche. Entscheidendes Kriterium für die Energieeinsparung ist die Verringerung der Energiekennzahl.

Anteiliger Energieverbrauch in Wohngebäuden. Entscheidendes Kriterium für die Energieeinsparung bei Neubauten ist die Verbesserung, d. h. Verringerung der Energiekennzahl EKZ in MJ/m²a. Die EKZ gibt den Energieverbrauch bezogen auf die beheizte Bruttogeschossfläche an. Im gezeigten Beispiel ergibt die Verbesserung von ‹alt› zu ‹neu, Zielwert› eine effektive Einsparung von etwa 41 % des gesamten Energieverbrauch. Bei guter Sanierung von Altbauten werden Verbesserungen von 21 % (EFH) bis 27 % (MFH) erreicht.

Energiesparen durch Renovation

Verbesserungen an Installationen

In erster Linie kommt hier der Ersatz der Heizanlage in Betracht. Nach der Luftreinhalteverordnung müssen ältere Heizkessel ohnehin ausgewechselt werden, da sich mit ihnen nicht die vorgeschriebenen niedrigen Abgaswerte erreichen lassen. Bei Neuanschaffung ist auf möglichst hohen Wirkungsgrad zu achten. Der Versuch, durch Installation von Geräten zur individuellen Heizkostenabrechnung den Energieverbrauch zu regeln bzw. Energie zu sparen, muss zumindest für die Renovation von Altbauten derzeit als gescheitert angesehen werden. Die Installations- und Betriebskosten sind relativ hoch und stehen in keinem Verhältnis zur in der Praxis erzielten Einsparung. Folgende Installationen können in Betracht kommen:

Wärmepumpenheizung
Ersatz einer veralteten ölbefeuerten Heizanlage durch Wärmepumpenheizung bringt Reduktion der Fremdenergie um ca. 2/3. Diese Energie wird der Luft oder dem Boden entzogen. Das verbleibende Drittel muss aus dem Stromnetz bezogen werden.

Holzheizung
Holzheizungen mit Holzschnitzel-, Pellets- oder Stückholzfeuerung sind nicht energiesparend an sich. Ihr Vorteil ist, dass nachwachsende Energie verbraucht wird und dass sie CO2 neutral sind, d. h. dass so viel Kohlendioxid ausgestossen wird, wie der Baum früher aus der Luft entnommen hat.  

Sonnenenergieanlagen
Mit Sonnenenergieanlagen kann ein Teil der notwendigen Heizenergie bzw. des Strombedarfs ohne den Umweg über fossile Brennstoffe oder Biomasse direkt aus der Sonne bezogen werden. Wie bereits erwähnt, ist diese Energiequelle derzeit rein wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig.

Energie sparende Geräte
Beim Ersatz elektrisch betriebener Geräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke usw. muss darauf geachtet werden, neue Geräte mit möglichst geringem Energieverbrauch anzuschaffen. Energiesparlampen erlauben im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen ebenfalls eine gewisse Energieeinsparung.

Wärmetechnische Verbesserung der Gebäudehülle Hier liegt das grösste Energiesparpotenzial, wobei allerdings der Aufwand im Einzelfall sehr hoch, d. h. unwirtschaftlich sein kann. Die wichtigsten bezüglich Energieverbrauch verbesserungsfähigen Teile der Gebäudehülle sind:

  • Geschlossene Aussenwände
  • Steildächer
  • Flachdächer
  • Böden und Decken zu unbeheizten Räumen
  • Fenster

Anbau von Energiefallen

Energiefallen sind verglaste Bauteile, in denen nach dem Treibhauseffekt Sonnenenergie gefangen wird. Am Bau werden sie als Wintergärten, verglaste Pufferzonen oder Balkonverglasungen eingebaut. Im Prinzip stellt aber jedes Fenster auf der Sonnenseite eine Energiefalle dar.

Anmerkung
Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist im Normalfall rein technisch/finanziell nicht befriedigend. Wird die Wohnqualität eines Wintergartens der Nutzenseite zugeschlagen, sieht die Bilanz besser aus – allerdings lässt sie sich dann nicht mehr quantifizieren.  

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