01.10.2020

Malerfachbetriebe: Informatives zum Holz- und Bautenschutz – Holzfassaden im Fokus

Holz spielt als Baustoff eine elementare Rolle und dessen professioneller Schutz gehört zum Dienstleistungsspektrum vieler Malerfachbetriebe. Zum Schutz vor Umwelteinflüssen braucht es wirksame Anstrichsysteme. Wie sich Holzfassaden effektiv vor der Witterung schützen lassen und welche Herausforderungen Maler dabei begegnen – hier im Beitrag.

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Malerfachbetriebe

Pixabay-Bilder (Portraitor, cocoparisienne)

Holzbaustoffe überzeugen gegenüber vielen anderen Baustoffen mit einer vorteilhaften Umweltbilanz. Der Energieaufwand bei der Herstellung ist gering und die Entsorgung nach der Nutzungsdauer ist problemlos möglich. Während ihres Einsatzes leisten Holzbaustoffe treue Dienste. Sie begeistern mit Stabilität, charakteristischer Haptik und lassen sich individuell gestalten. Der Fantasie sie kaum Grenzen gesetzt.

Hochentwickelte Anstrichsysteme als Grundlage für den Fassadenschutz

Weil Holzfassaden zahlreichen Einflüssen wie Nässe, UV-Strahlung, Temperaturschwankungen und Wind ausgesetzt sind, ist ein hochwertiger Holzschutz ein Muss. Ansonsten haben die Umwelteinflüsse leichtes Spiel und zerstören die Holzsubstanz. Besonders betroffen ist das Lignin – eine harzartige Substanz, die Zellwände verfestigt und Schutz bietet. Wird es durch Niederschlag ausgewaschen, sind Verfärbungen, Schimmelpilzbefall und eine verkürzte Lebensdauer der Holzbauelemente denkbar.

Dementsprechend bedeutend sind hochwertige Anstrichsysteme. Sie maximieren die Lebensdauer der Hölzer und beugen unnötigen Umweltbelastungen durch aufwändige Sanierungsmassnahmen der Fassaden vor.

Um der Kundschaft möglichst langanhaltende Ergebnisse zu gewährleisten, müssen Malerfachbetriebe ihre Holzschutzprodukte kritisch arrangieren. Der Markt hält einige renommierte Hersteller bereit, die mit Erfahrung und Know-how überzeugen. Darunter die international agierende Remmers Gruppe AG, dessen Kernkompetenzen unter anderem Bautenschutz- und Holzschutzsysteme umfassen. Für den Malerbedarf bietet das Familienunternehmen mit Sitz in Deutschland ein Komplettsortiment mit Holzanstrichen, Lacken, Lasuren und Beschichtungssystemen für Fenster und Türen. Die Eco-Produkte basieren auf nachwachsenden Rohstoffen und werden damit dem zunehmenden Kundenwunsch nach ökologischen Alternativen gerecht.

Der physikalische Holzschutz

Zum physikalischen Holzschutz zählen sämtliche Lösungen zum Oberflächenschutz mit Anstrichsystemen. Dazu gehören:

  • Lacke und Deckfarben: Deckende Holzfarben begeistern mit Langlebigkeit und unbegrenzten Farbtönen. Eine gute Wahl für masshaltige Bauteile und Holzfassaden. Der Festkörperanteil liegt bei etwa 40 bis 70 Prozent. Der Feuchte- und UV-Schutz beträgt knapp 100 Prozent.
  • Dünn- und Dickschichtlasuren: Exklusive Lasuren absorbieren UV-Strahlung, sie sind UV-undurchlässig und wandeln die Strahlung in Wärme um. Sie lassen sich gut verarbeiten, bieten zuverlässigen Schutz vor Regen und Nässe, blättern nicht ab und sind mit Bläueschutz ausgerüstet. Farblose Lasuren eignen sich nicht für bewitterte Holzfassaden.
  • Grundierungen: Für die gute Haftung von Deckschichten und Lasuren notwendig. Pigmentiert oder transparent. Einige Produkte verhindern, dass wasserlösliche Inhaltsstoffe der Hölzer durch den Anstrichaufbau hindurchdringen.
  • Imprägnierungen: In der Regel farblos, tief in die Holzstruktur eindringend. Biozidfrei und biozidhaltig erhältlich. Wasserabweisende und farblose Imprägnierungen eignen sich für senkrechte Oberflächen. Nanoprodukte fördern eine gleichmässige und verzögerte Alterung der Holzfassade. Die natürliche Vergrauung können sie aber nicht verhindern. Hierfür gibt es inzwischen Produkte für die gezielte Vorvergrauung.

Empfehlenswerte Anstrichsysteme befinden sich auch nach etwa fünf Jahren in einem guten Zustand, überzeugen mit geringen Farbtonveränderungen, verhindern einen Pilzbefall und lassen sich problemlos überstreichen.

Die bedarfsgerechte Applikation

Beim Grossteil der Projekte erfolgt die Verarbeitung von Anstrichsystemen für Holzfassaden direkt am Objekt. Farben, Lasuren und Co. dürfen dabei nicht zu schnell trocknen. Ansonsten werden Übergänge des Verarbeitens erkennbar. Zumindest der Schlussanstrich sollte nach der Montage erfolgen.

Neben dem Auftrag mit Pinsel lassen sich viele Systeme aufspritzen. Während beim Hantieren mit Pinsel nicht selten drei Anstriche nötig sind, genügt beim Spritzverfahren oft ein Arbeitsgang. Eine enorme Zeitersparnis für die Fachkräfte und eine betriebswirtschaftlich attraktive Option. Für ein ebenmässiges Lasurbild setzen zahlreiche Lasuren den Pinseleinsatz voraus.

Weitere Faktoren, die es zu beachten gilt:

  • Nicht hinterlüftete Fassaden erfordern auf ihrer Rückseite den identischen Anstrichaufbau wie vorne. Bei hinterlüfteten Alternativen genügt hinten häufig eine Grundierung.
  • Ob lasiert oder deckend gestrichen – Holzfassaden sollten regelmässig auf Schäden und optische Einbussen kontrolliert werden. Je früher beschädigte Flächen renoviert werden, desto geringer der Aufwand. Werden Gebäude stark von der Witterung in Mitleidenschaft gezogen, ist eine jährliche Kontrolle ratsam.
  • Lasuren sind nach zwei bis vier Jahren aufzufrischen. Lacke halten etwas länger. Welche Intervalle im Einzelfall optimal sind, hängt unmittelbar vom Anstrichsystem und dessen Qualität ab.

Malerfachbetriebe sind gut beraten, ein durchdachtes Konzept der Instandhaltung zur Kundenbindung zu nutzen. Schliesslich sind viele Immobilienbesitzer dankbar für die kontinuierliche Überwachung ihrer Fassaden durch Experten, weil sich damit die Instandhaltungskosten langfristig minimieren lassen. Eine vernachlässigte Fassade verursacht einen wesentlich grösseren Zeit- und Materialaufwand als eine kontinuierlich gepflegte.

Am beispielhaften Fall einer Fassade eines Mehrfamilienhauses, den die führende Fachzeitschrift des Schweizerischen Maler- und Gipsergewerbes Applica online aufzeigt, wird deutlich, dass mangelnde Pflege starke ästhetische Mängel verursachen kann, die jedoch nicht auf eine minderwertige Ausführung zurückzuführen sind. Im geschilderten Fall handelt es sich zwar um keine Holzfassade, das Konfliktpotenzial zwischen Fachbetrieb und Kunde ist jedoch identisch.

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