22.07.2014

Baudokumentation: Die Organisation der Kommunikation und Information

Unsere moderne Welt ist informationsgetrieben, d.h., Information ist ihre treibende, bestimmende Kraft. Information, das sind Nachrichten und Auskünfte, Wissen und Kenntnisse. An den oben beschriebenen Schnittstellen eines Projekts werden neben Sachgütern und Dienstleistungen nicht zuletzt auch Informationen in Form von Baudokumentation, sprich Gesprächen, Briefen, Protokollen, Dateien oder Bauplänen ausgetauscht.

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Baudokumentation

Kommunikation

Kommunikation ist Verständigung untereinander, also der Austausch von Informationen. Totalunternehmer, also Unternehmer, die sowohl die Bauplanung als auch die Bauausführung anbieten, sind bei uns überwiegend Firmen, die ursprünglich aus der reinen Bauausführung kommen. Planungsleistungen werden meist zugekauft. In den Vereinigten Staaten ist dies anders. Hier gibt es viele Totalunternehmer, deren Schwerpunkt seit jeher die Planung war und die noch nie einen eigenen Betonmischer besessen haben. Ihre Argumentation ist einfach: "Bauen ist planungsgetrieben. Das Entscheidende für den Erfolg ist eine gute Planung. Um Beton in eine Schalung zu kippen, sind nur vergleichsweise geringe Kenntnisse erforderlich. Diese nachrangige Leistung kaufen wir zu." Wie auch immer man dazu stehen mag: Tatsache ist, dass der Information und Baudokumentation auch beim Bauprojekt eine entscheidende Bedeutung zukommt. Es ist daher zu regeln, wer Informationen an wen, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Form weiterzugeben hat.

Information: Holschuld oder Bringschuld?

Information kann dabei entweder eine Holschuld oder eine Bringschuld sein:

  • Eine Bringschuld liegt vor, wenn der Urheber der Information die Initiative ergreifen muss. Er hat die Pflicht, dem Empfänger die von diesem benötigte Information und Baudokumentation zu übermitteln. Seine Pflicht ist erst erfüllt, wenn er dem Empfänger die Nachricht zugestellt hat.
  • Eine Holschuld liegt vor, wenn der Empfänger der Information die Initiative ergreifen muss. Benötigt er eine Information und/oder Baudokumentation, so ist er selbst in der Pflicht, sich diese beim Urheber zu besorgen.  

Häufig werden Informationen als Bringschuld verstanden. Das verstärkt natürlich die Tendenz der jeweiligen Informationsempfänger, die Hände in den Schoss zu legen, auf den Anflug der gebratenen Gänse zu warten und bei Verzug anklagend auf andere zu verweisen, die tatsächlich oder angeblich noch nicht die erforderlichen Informationen geliefert haben. Manche Projektleiter gehen daher einen anderen Weg. Bei ihnen sind Informationen erklärtermassen eine Holschuld. Wer eine Information für seine Arbeit braucht, ist selbst dafür verantwortlich, sie sich rechtzeitig zu besorgen. In der Praxis sieht das dann z.B. so aus: Der Architekt erstellt seine Entwurfsplanung und lädt sie auf einen Rechner, der über das Internet auch für andere zugänglich ist. Solche Rechner werden häufig als "Server" bezeichnet. Sobald die Entwurfsplanung in den Rechner eingestellt wurde, ist der Architekt seiner Informationspflicht nachgekommen. Der TGA-Planer hat jetzt selber die Aufgabe, sich die Architektenplanung vom Rechner herunterzuladen, sobald er sie als Grundlage für seine eigene Planung benötigt.

Baudokumentation

Wesentliche Informationen, einmal gesammelt, sollen dauerhaft nutzbar bleiben, soweit sie nicht veralten und damit unbrauchbar sind. Um die vorhandenen Informationen auf Dauer leicht zugänglich zu haben, müssen sie auf geeignete Weise aufbereitet und gespeichert werden. Dies ist das Thema der Baudokumentation.

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