21.07.2014

VUV: Gesetze und Verordnungen zur Unfallverhütung am Arbeitsplatz

Der Unfall am Arbeitsplatz (Arbeitsunfall) soll wenn möglichst vermieden werden. Dazu müssen sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer beitragen.

Von: Matthias Streiff  DruckenTeilen Kommentieren 

Dr. iur. Matthias Streiff

Matthias Streiff ist Rechtsanwalt in Wetzikon (ZH) und vorwiegend im Bereich Immobilienrecht tätig (www.this-law.ch). Vormals führte er während mehrerer Jahre die Rechtsdienste der Immobiliengesellschaften Mobimo (Küsnacht) und Allianz Suisse Immobilien AG (Volketswil). Seit Herbst 2004 ist er zudem Dozent beim Nachdiplomstudium der HWZ (Zürich) für den ‹Master of Advanced Studies in Real Estate Management MREM› sowie seit 2008 Dozent am IFZ Zug für den Master in Immobilienmanagement.

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Terminologie und Begriff

Unter Berufsunfällen sind gemäss Art. 7 UVG sämtliche Unfälle zu verstehen, welche

  • „bei Arbeiten, die er auf Anordnung des Arbeitgebers oder in dessen Interesse ausführt;
  • während der Arbeitspausen sowie vor und nach der Arbeit, wenn er sich befugterweise auf der Arbeitsstätte oder im Bereiche der mit seiner beruflichen Tätigkeit zusammenhängenden Gefahren aufhält.”  

Bauliche Sicherheit hat Nutzer von Gebäuden so zu schützen, dass sie diese gefahrlos betreten, darin verweilen und nutzen können. Das Sicherheitsbedürfnis richtet sich nach den Bedürfnissen der Nutzer und nach dem Gefahrenpotential: öffentliche Gebäude oder Gebäude nur bestimmte Nutzer; öffentliche Plätze oder private Wege; Einrichtungen mit Gefahren (Bahn, Wasser) oder gefahrlose Werke werden im Voraus per „Bezugsbewilligung” frei gegeben oder im Haftungsfall ex post (im Nachhinein) auf deren Sicherheit hin beurteilt (OR 58).

Schutzmassnahmen durch den Arbeitgeber gemäss SUVA für neue Mitarbeiter

Vor dem ersten Arbeitstag:

  • Einarbeitungsplan erstellen
  • Information über Neuantritt
  • Ansprechpartner für neuen Mitarbeiter bestimmen
  • Sensibilisierung der bestehenden Mitarbeitern für Probleme von neuen Mitarbeitern

Erster Arbeitstag:

  • Vorstellen des neuen Mitarbeiters im Betrieb, insb. Bekanntmachung mit Ansprechperson
  • Führung durch Betrieb, Erklärung der Arbeitsabläufe
  • Besprechen des erhöhten Unfallrisikos des neuen Mitarbeiters

Pflichten des Arbeitgebers (Art. 3 ff. VUV)

  • Schutzmassnahmen und Schutzeinrichtungen gemäss anerkannten sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Regeln (Art. 3 VUV)
  • Vorübergehende Einstellung der Arbeit bei nicht gewährleisteter Sicherheit (Art. 4 VUV)
  • Persönliche Schutzausrüstungen (Schutzhelme, -brillen, -schilde, -kleidung, -handschuhe, -geräte, Gehörschutzmittel) sind vom Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen, wenn Unfallgefahren durch technische oder organisatorische Massnahmen nicht oder nicht vollständig ausgeschlossen werden können (Art. 6 VUV)
  • Information und Anleitung der Arbeitnehmer über auftretende Gefahren und Massnahmen zu deren Verhütung (Art. 6 VUV)
  • Arbeiten mit besonderen Gefahren dürfen nur Arbeitnehmern übertragen werden, welche dafür entsprechend ausgebildet sind (Art. 8 VUV)

Pflichten des Arbeitnehmers (Art. 11 VUV)

Der Arbeitnehmer hat sämtliche Weisungen des Arbeitgebers zur Sicherheit zu befolgen und sich demnach zu verhalten. Ebenfalls ist er verpflichtet die allgemein anerkannten Sicherheitsregeln zu berücksichtigen und die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte persönliche Schutzausrüstung zu benützen. Bei Erkennen eines Mangels hat der Arbeitnehmer diesen umgehen zu beseitigen oder ihn dem Arbeitgeber zu melden.

Der Konsum von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln ist dem Arbeitnehmer strikte untersagt.

Für das betriebliche Sicherheitssystem gemäss SUVA siehe separate Checkliste

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