05.10.2020

Kryptowährungen: Zahlungsmittel in deutschen Unternehmen

Es gab einmal eine Zeit, da hatten Unternehmer virtuelle Währungen gehortet, um im Fall eines Hacker-Angriffs schnell reagieren zu können. Diese Zeiten sind jedoch längst vorbei. So erlebt die Kryptowährung heute abermals einen Zuwachs an Interesse. Insbesondere die Vorzeige-Kryptowährung Bitcoin ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. So ist es kein Wunder, das auch immer mehr Unternehmen die digitale Währung als Zahlungsmittel akzeptieren. Das hat Vorteile, allerdings jedoch ebenso Nachteile.

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Kryptowährungen

Die meisten Kryptowährungen stützen sich auf das Konzept der Blockchain. Damit gemeint ist ein virtuelles Netzwerk, das jede einzelne Transaktion dezentral und transparent auf einer Vielzahl von Rechnern verteilt und dort speichert. Somit ist es wenig verwunderlich, dass die Blockchain-Technologie als sicher vor Manipulationen gilt. So müsste jemand, der bestimmte Daten in der Blockchain ändern wollte, einen Zugriff auf rund 50 Prozent der Rechenleistung im dezentralen Netzwerk haben. Auszuschliessen ist ein gewisses Risiko dennoch nicht, auch wenn es gering ist.

Laut einer repräsentativen Umfrage, bei der 500 IT-Entscheider in deutschen Unternehmen, die 250 Mitarbeiter und mehr haben, befragt wurden, ist der durchschnittliche Bestand an Kryptowährung gestiegen. So wird sie zum einen genutzt, um Mitarbeiter und Partner zu bezahlen, aber ebenso für Smart Contracts. Daher werden auch immer wieder andere virtuelle Währungen erworben. Um der Blockchain-Technologie auszuweichen, ist es möglich, alternativ Iota zu kaufen. Auch hier zeigt sich, ähnlich zu Bitcoin, Ethereum oder Ripple, eine interessante Kryptowährung abseits der Norm. Selbstverständlich ist der Wert, wie bei anderen ebenso, vom jeweiligen Iota Kurs abhängig.
 

 

Neben dem allgemeinen Interesse und der Unternehmen, die sich mit dem Thema virtuelle Währungen auseinandersetzen, gibt es jedoch immer noch grosse Vorbehalte und eine gewisse Skepsis. Zum einen liegt das daran, das, wo im Internet viel Geld gehortet wird, kriminelle Hacker auf ihre Chance warten. Zum anderen gibt es immer wieder Streit darüber, wie lange das mit den Kryptowährungen noch gut geht. Dabei stellt sich die Frage, ob es manchmal nicht angebracht ist, die Perspektive radikal zu wechseln?

Citrix hatte vor einiger Zeit eine Studie durchgeführt, die ein paar interessante Daten lieferte. So waren es fast 50 Prozent der befragten deutschen Unternehmen, die digitales Geld für die Zahlung von Lösegeldern, etwa durch Ransomware-Attacken, hielten. Die grosse Mehrheit davon hortete Bitcoin, um sich im Notfall freikaufen zu können. Nur wenige Betriebe setzten auf alternative Kryptowährungen. Dabei hielt vor zwei Jahren noch jedes der befragen Unternehmen im Schnitt 27 Bitcoins.

Dabei ist die realistische Chance, dass die Kryptowährungen in naher Zukunft ein anerkanntes gesetzliches Zahlungsmittel werden, eher gering. Zwar kann mit den diversen virtuellen Währungen bereits online und bei einigen wenigen Optionen vor Ort bezahlt werden, als gesetzliches Zahlungsmittel ist die Kryptowährung allerdings zu starken Kursschwankungen unterworfen, um als Wertaufbewahrungsmittel zu fungieren.

Fakt ist jedoch ebenfalls, dass der Erfolg der Blockchain-Technologie nicht zwingend von Bitcoin und Co. abhängt. Denn die Anwendungsfelder dieser Technologie sind mannigfaltig. Somit ist davon auszugehen, dass nicht nur die Blockchain-Technologie in den kommenden Jahren viele Prozesse zwischen den Unternehmen, sondern ebenfalls in den Unternehmen selbst, verändern wird. Ob das Ganze dann mit Bitcoin, Ripple, Iota, Ethereum und all den anderen vonstattengeht, ist nicht zwingend nötig. Sicher ist nur, dass sich grundlegende Veränderungen ergeben werden.

 

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