06.12.2017

Diagrammerstellung: Wie Sie Ihre Zahlen noch einfacher gestalten

Diagramme sind geeignet, um Datenmengen, Abhängigkeiten oder auch Vergleiche visuell darzustellen. Excel bietet mit jeder neuen Version weitere Möglichkeiten, um diese Arbeit für den Nutzer noch einfacher zu gestalten. Allerdings hat diese Unterstützung einen wesentlichen Nachteil. Sie verleitet dazu, sich zu wenig Gedanken rund um die Notwendigkeit, der Art der Diagramme sowie deren Umsetzung zu machen. Um dem entgegenzuwirken, finden Sie in diesem Beitrag sieben Grundregeln rund um die Erstellung eines Diagramms.

Von: Frédéric Jordan   Drucken Teilen   Kommentieren  

Frédéric Jordan

Frédéric Jordan ist dipl. Experte in Organisationsmanagement und als Organisations- und Managementberater bei Jordan Consulting tätig.

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Diagrammerstellung

Erste Regel: Diagramm notwendig oder nicht

Die wichtigste Regel überhaupt. Die Erstellung eines Diagramms muss Sinn machen. Beispielsweise, wenn Zahlen der Einfachheit halber visualisiert werden sollen, da grosse Tabellen ansonsten unlesbar wären und der dahinter liegende Sachverhalt den Betrachter schlicht überfordert. Ein Diagramm muss stets einen direkten Nutzen bringen. Ist dieser nicht gegeben, ist keine Visualisierung nötig.

Zweite Regel: Passenden Typ auswählen

Einer der häufigsten Fehler überhaupt entsteht, wenn ein unpassender Typ gewählt wird. Eine nicht optimale Wahl kann eine falsche Aussage zur Folge habe. Ab Excel 2013 werden Diagramme sogar empfohlen. Die ausgewählten Daten werden gleich visualisiert. Dennoch muss man wissen, welcher Typ zur Aussage passt. Die Grunddiagramme beinhalten diverse Subtypen. Die Wahl sollte sich im Wesentlichen an den zu präsentierenden Daten orientieren. Nicht vergessen: Diagramme lassen sich kombinieren. Beispiel: Säulen- und Liniendiagramme.

Dritte Regel: Skalierung beachten

Mit der Skalierung kann, je nach Diagramm- Typ, stark gespielt werden. Mit ein und denselben Daten lassen sich unterschiedliche Aussagen herstellen. Letztlich bleiben diese Einstellungen dem Ersteller überlassen. Falls, wie in der zweiten Regel angesprochen, mehrere Diagramme kombiniert werden, sollte genug Freiraum vorhanden sein. Dies gilt auch, wenn z.B. künftig weitere Werte hinzukommen.

Vierte Regel: Werte am richtigen Ort platzieren

Die erstellten Diagramme beinhalten nicht von Haus aus die Werte hinter der Darstellung. Diese sind manuell einzufügen. Bei Säulen gehören diese Werte über die Säule oder mittig in dieser zentriert. Wichtig: Die eingefügten Werte können nach Belieben verschoben werden. Keinesfalls sollten Werte in einer Legende verpackt werden. Legenden sind ausschliesslich zur Bezeichnung von Kategorien zu benutzen.

Fünfte Regel: Achsen nie abschneiden

Die Beschneidung von Achsen hat einen stark negativen Einfluss auf die Aussagekraft und besonders auf den Wahrheitsgehalt des Diagramms. Ausserdem spiegelt einem die Optik solcher Diagramme Unwahrheiten vor. In der Praxis sind abgeschnittene Achsen jedoch weitverbreitet. Der absichtliche Missbrauch wird sogar durch Excel selbst unterstützt, wenn gewisse Typen unter Einbezug des Diagrammassistenten erstellt und dadurch Achsen automatisch beschnitten werden.

Sechste Regel: Bezeichnungen und Werteinheiten nicht vergessen

Für den Lesenden ist die Angabe der Werteinheiten wichtig. Ohne diese Angabe ist unklar, ob es sich zum Beispiel um Währungen oder Prozentwerte handelt. Die Einblendung an einer geeigneten Stelle ist ausreichend. Keinesfalls sollte jeder einzelne Wert damit versehen werden. Das Gleiche gilt für Bezeichnungen.

Siebte Regel: Passende Farben wählen

Diagramme sollen informieren und keinen Augenschmerz auslösen. Grelle Farben sind ebenso wenig geeignet wie kunterbunte Diagramme. Je einfacher, desto besser. Dabei sollte nicht vergessen gehen, dass viele Menschen gewisse Farben gar nicht oder nur schlecht erkennen können.  

Quelle: Der Beitrag «Sieben Regeln zur Diagrammerstellung» stammt aus dem Print-Newsletter «Finanz- und Rechnungswesen – Ausgabe 10».

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