06.12.2016

Kostenrechnung: Mit den vier Rechengrössen finanzielle Konsequenzen verstehen

Hinter den klassischen Rechengrössen steckt weit mehr als das technische Verständnis, wie diese berechnet werden können. Der folgende Artikel wird daher nebst der Auffrischung des Wissens um die Herleitung der Rechengrössen auch aufzeigen, wie die vier Bewegungsgrössen der Kostenrechnung betriebswirtschaftlich zu interpretieren sind, resp. wer die Adressaten der einzelnen Rechnungen sind.

Von: Stefan Hunziker, Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch   Drucken Teilen   Kommentieren  

Stefan Hunziker, MScBA

Prof. Dr. Stefan Hunziker, Studium der Wirtschaftswissenschaften und Soziologie, Doktorat zum internen Kontrollsystem; Dozent und Studiengangleiter MAS/DAS Risk Management an der Hochschule Luzern – Wirtschaft, Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ; Dozent an der Schweizerischen Akademie für Wirtschaftsprüfung; Lehraufträge in den Bereichen Risikomanagement, interne Kontrollsysteme und Controlling; Verfasser von zahlreichen Büchern und Fachartikeln zu den Themen internes Kontrollsystem und Risikomanagement. Stefan Hunziker ist zudem Präsident der Swiss Enterprise Risk Management Association SwissERM.

Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch

Thomas Rautenstrauch ist Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Accounting und Controlling sowie Leiter des Center for Accounting & Controlling an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. Weiterhin ist er als Gastprofessor für Management Accounting im Executive MBA des Institute for Management in Technology (iimt) an der Universität Fribourg tätig. Thomas Rautenstrauch ist Autor von mehreren Fachbüchern und zahlreichen Artikeln in Fachzeitschriften und in der Wirtschaftspresse.

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben. Wir freuen uns, wenn Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel verfassen.
 
Kommentar schreiben

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben! Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte alle fett beschrifteten Pflichtfelder ausfüllen.
Zurücksetzen
 
Kostenrechnung

Sinn und Zweck der Rechengrössen

Betriebswirtschaftliche Rechengrössen dienen in erster Linie der Unternehmensleitung, die finanziellen Konsequenzen von Ereignissen und Vorgängen innerhalb des Unternehmens zu verstehen und bei Veränderung einer relevanten Rechengrösse entsprechend darauf reagieren zu können. Aus Sicht der Residualanspruchsberechtigten einer Kapitalgesellschaft (Eigentümer) interessiert beispielweise die Veränderung des Eigenkapitals über eine bestimmte Zeitperiode, was nichts anderes meint als der Saldo aus Aufwand und Ertrag. Aus Sicht der Unternehmensleitung interessiert daneben aber beispielsweise auch der Saldo aus Einzahlungen und Auszahlungen. Besteht nämlich ein Einzahlungsdefizit in der laufenden Periode, welches nicht aus dem Bestand an Zahlungsmitteln gedeckt werden kann, droht dem Unternehmen die Insolvenz. Will sich ein Unternehmer eine Übersicht über das verfügbare Geldvermögen an einem Stichtag machen, so wird er daran interessiert sein, den Saldo aus Einnahmen und Ausgaben zu berechnen. Jede Rechengrösse der Kostenrechnung dient somit verschiedenen Informationszwecken und letztendlich auch verschiedenen Interessengruppen.

Ein- und Auszahlung

Spricht man von einer Ein- oder Auszahlung, so ist stets die Veränderung von Zahlungsmitteln (in der Regel Bargeld und solche Einlagen bei Banken, über die sofort verfügt werden können) gemeint. Übersteigen die Einzahlungen einer Abrechnungsperiode die Auszahlungen, so wird üblicherweise von einem Einzahlungsüberschuss gesprochen, im umgekehrten Fall von einem Einzahlungsdefizit. Ein Einzahlungsdefizit per se muss keine direkten Konsequenzen für den Fortbestand einer Unternehmung bedeuten, falls der Anfangsbestand einer Rechnungsperiode höher ist als das erwirtschaftete Defizit der laufenden Rechnung. In diesem Zusammenhang sind die beiden Begriffe Bewegungs- sowie Bestandsrechnungen voneinander abzugrenzen. Bestandsrechnungen zeigen die Höhe der Zahlungsmittel an einem Stichtag, üblicherweise am Ende eines Geschäftsjahres. Bewegungsrechnungen zeigen dagegen die Veränderung der Zahlungsmittel über einen bestimmten Zeitraum. So ergibt sich der Endbestand an Zahlungsmitteln aus der Summe des Anfangsbestands und den Einzahlungen der laufenden Periode, abzüglich der Auszahlungen der laufenden Periode.  

Misst nun eine Zahlungsrechnung den finanziellen Nutzen oder Schaden unternehmerischer Tätigkeiten am Ende einer Rechnungsperiode? Oder anders gefragt – stellt die Zahlungsrechnung ein sinnvolles Konzept zur Verfügung, um Aussagen über die Einkommensermittlung (Gewinn- und Verlustrechnung) machen zu können? Natürlich nicht, denn Einkommen würde somit erst entstehen, wenn sich die Barbestände sowie Sichteinlagen erhöhen. Forderungen und Verbindlichkeiten hätten keine Relevanz. So würde der Verkauf von Erzeugnissen auf Ziel das Einkommen nicht tangieren.  

Ein anderes Beispiel wäre der Barkauf einer neuen Produktionsanlage. Die Zahlungsmittel verringern sich zwar, aber steht der Auszahlung nicht die neu erworbene Anlage gegenüber? Zudem wird die Zahlungsrechnung aus Sicht der Eigenkapitalgeber in der Regel keine Informationen darüber geben, woraus eine Einzahlung oder Auszahlung besteht. Mit anderen Worten wird aus einer Zahlungsrechnung nicht erkennbar, welchen Teil der Zahlung eine Relevanz für den Residualanspruchsberechtigten hat und welcher Teil für Fremdkapitalgeber von Interesse ist.  

Die Verrechnung von Einzahlungen und Auszahlungen stellt überdies die bekannte Grösse Cash Flow dar. Die Messgrösse ermöglicht zumindest eine Beurteilung der finanziellen Gesundheit (Liquidität) eines Unternehmens. Nichtsdestotrotz ist der Aussagegehalt der Zahlungsrechnung relativ bescheiden, vor allem im Hinblick auf Aussagen bezüglich der Ermittlung des Einkommens resp. der Veränderung des Eigenkapitals über eine Zeitperiode (Periodisierungsaspekte bleiben vollkommen ausgeblendet!).  

Einnahme und Ausgabe

Vergleicht man Ein- und Auszahlungen mit Einnahmen und Ausgaben, lässt sich folgender Unterschied feststellen: Ersterer Fall beschreibt die Veränderung oder den Bestand an Zahlungsmittel, letzterer Fall hingegen beschreibt die Veränderung oder den Bestand an Geldvermögen. Das Geldvermögen beinhaltet nebst Bargeld und Sichteinlagen aber zudem auch Forderungen und Verbindlichkeiten. Übersteigen die Einnahmen die Ausgaben, so wird – analog der Zahlungsrechnung – von einem Einnahmenüberschuss gesprochen und im umgekehrten Fall von einem Einnahmendefizit. Die Ein- und Auszahlungsrechnung wird streng genommen um zwei Effekte korrigiert. Erstens werden erwartete Zahlungen berücksichtigt (Zahlungen, die noch in der Zukunft liegen), welche den Effekt einer tatsächlichen Zahlung auf den Zahlungsüberschuss oder das Zahlungsdefizit wieder rückgängig machen.  

Ein Beispiel dafür ist die Aufnahme eines Darlehens. Die Zahlungsmittel erhöhen sich zwar, aber dieser Zunahme steht eine Verpflichtung gegenüber, dieses Darlehen wieder zurück zu zahlen. Der zweite Effekt zeigt sich in der Berücksichtigung erwarteter Zahlungen, die wie schon als bereits getätigte Zahlungen anzusehen sind. Ein Beispiel hierfür ist der Verkauf von Erzeugnissen auf Ziel. Das Geldvermögen erhöht sich, obwohl noch keine Zahlung eingegangen ist. Man könnte in diesem Fall auch von einer zahlungsersetzenden Veränderung des monetären Vermögens sprechen.  

Beurteilt und vergleicht man die Geldvermögensrechnung mit der Zahlungsrechnung, bleibt Folgendes zu sagen: Der Aussagegehalt hinsichtlich der Einkommensermittlung bleibt immer noch tief, aber Einkommen entsteht zumindest unter der Berücksichtigung von Forderungen und Verbindlichkeiten, was in der Zahlungsrechnung nicht gilt.  

Kostenrechnung: Führt eine Ein- oder Auszahlung immer zu einer Einnahme oder Ausgabe?

Zwei Beispiele sollen die Zusammenhänge der beiden Rechengrössenpaare der Kostenrechnung kurz aufzeigen und die obige Frage beantworten: 

  1. Eine Aufnahme eines Darlehens erhöht die Zahlungsmittel, hat also eine positive Wirkung auf die Zahlungsrechnung und stellt eine Einzahlung dar. Wird aber mit diesem Geschäftsvorfall zugleich auch das Geldvermögen tangiert, resp. entsteht eine Einnahme? Nein, denn es resultiert eine genau so hohe Verbindlichkeit, dieses Darlehen in Zukunft wieder zurück zu zahlen. An diesem Beispiel erkennt man die so genannte zahlungskompensierende Korrektur der Zahlungsrechnung um die Mitberücksichtigung der Verbindlichkeiten in der Geldvermögensrechnung.
  2. Soll ein Geschäftsvorfall beschrieben werden, der zwar eine Auszahlung darstellt, das Geldvermögen per Saldo aber nicht verändert, resp. nicht zu einer Ausgabe führt, kann das Beispiel einer Begleichung einer Verbindlichkeit aus einer früher erhaltenen Lieferung aufgeführt werden. Durch die Bezahlung der Rechnung vermindern sich die Zahlungsmittel - das Geldvermögen bleibt sich gleich, weil der Abnahme flüssiger Mittel in gleicher Höhe eine Abnahme des Fremdkapitals gegenüber steht.  

Selbstverständlich kann die Frage auch umgekehrt gestellt werden – führt eine Einnahme oder Ausgabe zwingenderweise auch zu einer Ein- oder Auszahlung?  

Auch hier kurz zwei Beispiele: Eine Einnahme, die nicht gleichzeitig eine Einzahlung zur Folge hat, ist der Verkauf von Erzeugnissen auf Ziel. Das Geldvermögen erhöht sich (Erhöhung der Forderungen), die Zahlungsmittel bleiben aber unverändert. Eine Ausgabe, die nicht unmittelbar zu einer Auszahlung führt, ist beispielsweise der Kauf von Rohmaterial auf Ziel. Hier vermindert sich per Saldo das Geldvermögen. Der Bestand an Zahlungsmitteln bleibt aber noch unverändert.  

Fazit zu Ein- und Auszahlung versus Einnahme und Ausgabe

Beiden Rechenwerken ist gemeinsam, dass der Aussagegehalt aus Sicht der Einkommensermittlung resp. der Residualanspruchsberechtigten (Eigenkapitalgeber) gering ausfällt. Periodisierungsüberlegungen, welche die z.B. die Abnahme des Vermögens (z.B. regelmässige Abnützung einer Produktionsanlage) bleiben unberücksichtigt. Ein- und Auszahlungen, die durch Eigenkapitaltransfers (Transaktionen mit den Eignern) begründet sind, haben in der Einkommensrechnung nichts verloren. Die Veränderung des Eigenkapitals kann somit kaum sinnvoll durch die Veränderung der Zahlungsmittel und des Geldvermögens hergeleitet werden.  

Der erste Teil des Beitrages hat einerseits die wesentlichen Charakteristika zweier wichtiger Rechengrössenpaare Einzahlung und Auszahlung versus Einnahme und Ausgabe der Kostenrechnung aufgezeigt und andererseits die ereignisbezogene Beziehung zwischen Zahlungsmittelrechnung und Geldvermögensrechnung erläutert. Beiden Rechenwerken ist gemeinsam, dass der Aussagegehalt aus Sicht der Einkommensermittlung resp. der Residualanspruchsberechtigten (Eigenkapitalgeber) gering ausfällt. Im zweiten Teil des Beitrages soll nun erläutert werden, wie sich denn Einnahmen von Erlösen resp. Ausgaben von Aufwendungen unterscheiden – stets im Blickwinkel des betriebswirtschaftlichen Aussagegehalts.  

Rekapitulation Einnahmen und Ausgaben

Einnahmen und Ausgaben beschreiben die Veränderung oder den Bestand an Geldvermögen. Das Geldvermögen beinhaltet nebst Bargeld und Sichteinlagen zudem auch Forderungen und Verbindlichkeiten. Übersteigen die Einnahmen die Ausgaben, so wird von einem Einnahmenüberschuss gesprochen und im umgekehrten Fall von einem Einnahmendefizit. Aus Sicht der Eigenkapitalgeber weist die Geldvermögensrechnung in der Regel nicht den gewünschten Informationsgehalt auf. Der Grund dafür liegt darin, dass man die beiden Rechengrössen Einnahme und Ausgabe normalerweise nicht in zwei Gruppen unterteilt – nämlich einerseits in eine Gruppe, welche die für den Unternehmer (Eigenkapitalgeber) relevanten Teile abbildet und in ein Gruppe, die für eventuelle Fremdkapitalgeber von Relevanz sind.  

Ertrag und Aufwand

Ertrag und Aufwand sind Begriffe, die sich grundsätzlich auf das Handelsrecht beziehen, oder anders ausgedrückt, die Veränderung des handelsrechtlichen Eigenkapitals während einer Periode aufzeigen. Davon abzugrenzen sind die Begriffe Erlös und Kosten, die in der Regel im Zusammenhang mit dem internen Rechnungswesen (Betriebsbuchhaltung) verwendet werden. Erlöse und Kosten können sich von Erträgen und Aufwendungen unterscheiden, müssen aber nicht. Grundsätzlich ist in den letzten Jahren eine Annäherung handelsrechtlicher Regelwerke an betriebswirtschaftliche, interne orientierte Regelwerke zu beobachten. In etlichen Unternehmen liegt der Unterschied zwischen internem und externem Rechnungswesen im Wesentlichen nur noch darin, dass die Betriebsbuchhaltung einen grösseren Detaillierungsgrad aufweist. Um dennoch einige Beispiele möglicher Unterschiede extern und intern orientierter Rechenwerke zu nennen, können etwaige kalkulatorische Kosten für Eigenkapital, Mieten und Unternehmerlöhne aufgeführt werden. Um die Beziehungen zwischen Einnahmen und Ausgaben resp. Erträge und Aufwendungen möglichst einfach zu halten, wird in den folgenden Ausführungen vereinfacht davon ausgegangen, dass sich Erträge und Aufwendungen nicht von Erlösen und Kosten unterscheiden.  

Wichtig scheint in diesem Zusammenhang noch zu erwähnen, dass Erträge und Aufwendungen nicht mit Einlagen und Entnahmen verwechselt werden. In Kapitalgesellschaften entsprechen Einlagen einer Kapitalerhöhung, Entnahmen einer Kapitalherabsetzung resp. einer Dividendenausschüttung. Einlagen und Entnahmen bilden zusammen mit Erträgen und Aufwendungen die gesamte, handelsrechtliche Eigenkapitalveränderung während eines Abrechnungszeitraums.

Kostenrechnung: Führt eine Einnahme- oder Ausgabe immer zu einem Ertrag oder Aufwand?

Die Frage ist natürlich klar mit Nein zu beantworten. Bevor aber auf Abweichungen zwischen beiden Rechengrössenpaaren eingegangen wird, sollen kurz zwei Beispiele erwähnt werden, wo sich Einnahmen und Ausgaben mit Erträgen und Aufwendungen decken.  

Ein Beispiel stellt der Verkauf von Fertigerzeugnissen gegen Zahlungsmittel dar. Einerseits erhöht sich das Geldvermögen durch die Bezahlung der Fertigerzeugnisse. In gleichem Umfang steigt aber auch das Eigenkapital an. Als zweites Beispiel kann der Kauf von Rohstoffen gesehen werden, die noch im gleichen Abrechnungszeitraum verbraucht werden. Das Geldvermögen verkleinert sich ebenso wie das gesamte Vermögen des Unternehmens.  

Welche Geschäftsvorfälle stellen zwar Einnahmen und Ausgaben dar, nicht aber Erträge und Aufwendungen?  

Als Illustration für diese Fälle mögen folgende zwei Beispiele dienen. Falls ein Unternehmen Maschinen aus dem Maschinenpark zum Buchwert veräussert, erhöht sich zwar das Geldvermögen, nicht aber das Eigenkapital. Es findet lediglich ein Aktivtausch statt, das heisst, der Geldvermögenserhöhung steht eine gleich hohe Verringerung des Sachvermögens gegenüber. Das gesamte Vermögen der Unternehmung ändert sich somit nicht. Kauft ein Unternehmen hingegen Rohstoffe und lagert diese ein, findet zwar eine Verminderung des Geldvermögens (Ausgabe) statt, jedoch ändert sich das Gesamtvermögen wiederum nicht, da der Verminderung des Geldvermögens eine gleich hohe Erhöhung anderer Vermögensgüter gegenüber steht.  

Schliesslich bleibt noch zu klären, welche Buchungen zwar Erträge und Aufwendungen darstellen, nicht aber zu Ausgaben und Einnahmen führen.  

Ein Beispiel könnte die Zuschreibung (Aufwertung) von Immobilien darstellen – dies führt zwar zu einer Änderung des Eigenkapitals (ausserordentlicher Ertrag), nicht aber zu einer Erhöhung des Geldvermögens. Ein zweites Beispiel mag die Entnahme von Rohstoffen aus dem Lager zur Produktion der im Betrachtungszeitraum verkauften Güter darstellen. Dieser Vorfall bedeutet einen Aufwand (Eigenkapitalminderung), dem aber nicht gleichzeitig eine Ausgabe (Veränderung des Geldvermögens) gegenüber steht.  

Fazit zu Einnahme und Ausgabe vs. Ertrag und Aufwand

Der Aussagegehalt aus Sicht der Einkommensermittlung resp. der Residualanspruchsberechtigten (Eigenkapitalgeber) fällt bei der Ertrags- und Aufwandsrechnung deutlich höher aus als bei der Einnahmen- und Ausgabenrechnung. So können Periodisierungsüberlegungen, z.B. die Abnahme des Vermögens durch regelmässige Abnützung einer Produktionsanlage, die über mehrere Jahre genutzt wird, berücksichtigt werden. Weiter entsteht Einkommen nicht nur, wenn sich das monetäre Vermögen ändert, sondern wenn Leistungen an den Marktpartner abgegeben werden. Schliesslich ermöglicht die Ertrags- und Aufwandsrechnung die Anwendung vom Einkommensvorwegnahme-Konzept. Dieses Konzept sieht vor, diejenigen künftigen Vermögensänderungen zu bestimmen, die ein Unternehmen bereits als Ertrag oder Aufwand berücksichtigen möchte, obwohl sie noch nicht eingetreten sind. Hier sehen aber verschiedene Rechnungslegungs-Regelwerke den Umgang mit Einkommensvorwegnahmen in anderer Art und Weise vor. So dürfen nach Handelsrecht Erträge erst ausgewiesen werden, wenn sie durch Verkauf erzielt worden sind; Verluste müssen dagegen schon gezeigt werden, wenn deren Eintritt möglich ist.

Seminar-Empfehlung

Praxis-Seminar, 1 Tag, ZWB, Zürich

Unternehmenssteuerung mit der Kosten- und Leistungsrechnung

Mit richtigen Kosteninformationen zielgerichtet entscheiden

Mit Kosteninformationen zielgerichtet entscheiden! An diesem Seminar zeigen wir Ihnen, wie Sie Kosten- und Erlöselemente richtig definieren und gliedern.

Nächster Termin: 28. November 2018

mehr Infos

Produkt-Empfehlungen

  • Newsletter Finanz- und Rechnungswesen

    Newsletter Finanz- und Rechnungswesen

    Aktuelles Praxiswissen für Finanzverantwortliche

    CHF 98.00

  • Planung & Unternehmenssteuerung

    Planung & Unternehmenssteuerung

    Das Controlling-Cockpit für die erfolgreiche Planung und Steuerung.

    Mehr Infos

  • Controller Leitfaden

    Controller Leitfaden

    Das Standardwerk für wirksames Controlling und eine effektive Controller-Tätigkeit.

    Mehr Infos

Seminar-Empfehlungen

  • Praxis-Seminar, 1 Tag, ZWB, Zürich

    Unternehmenssteuerung mit der Kosten- und Leistungsrechnung

    Mit richtigen Kosteninformationen zielgerichtet entscheiden

    Nächster Termin: 28. November 2018

    mehr Infos

  • Praxis-Seminar, 1 Tag, ZWB, Zürich

    Erfolgreiche Finanz- und Liquiditätsplanung

    Finanz- und Liquiditätsengpässe erkennen und vermeiden

    Nächster Termin: 13. November 2018

    mehr Infos

  • Praxis-Seminar, 1 Tag, ZWB, Zürich

    Aufbau eines Controlling-Systems

    Bauplan für ein individuelles Controlling-System

    Nächster Termin: 04. Oktober 2018

    mehr Infos

Um unsere Website laufend zu verbessern, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos