31.05.2017

Mehrwertsteuersätze: Aktuelle MWST-Sätze 2017 – CH und EU

Die Mehrwertsteuer ist eine der wichtigsten Einnahmequellen der erhebenden Staaten. Die Tendenz zur Erhöhung der Mehrwertsteuersätze ist deshalb als logische Konsequenz des steigenden Finanzbedarfs der Staaten zu sehen.

Von: Miodrag Antonijevic, Romy Müller, Laura Eberle   Drucken Teilen   Kommentieren  

Miodrag Antonijevic

Master of Law. Arbeitet seit Februar 2015 als Consultant Indirect Tax Services bei EY in Zürich. Vorher studierte Miodrag in Serbien und Zürich Recht und arbeitete bei einem Bezirksgericht und bei einer Anwaltskanzlei in Serbien. Miodrag Antonijevic berät im Bereich der Schweizer und Europäischen MWST mit Schwerpunkt osteuropäische Länder.  

Romy Müller

Assessor iur., MAS in MWST. Senior Manager MWST Beratung bei EY, arbeitet seit 2005 bei EY in Zürich. Romy Müller ist spezialisiert auf komplexe Mehrwertsteuerfragen in der Schweiz und hat langjährige Erfahrung im Aushandeln von Rulings mit der ESTV und dem Führen von Steuerverfahren. Im Weiteren ist Romy Müller spezialisiert auf Indirekte Steuern (Umsatz- und Verbrauchssteuern) im internationalen Supply Chain Bereich und begleitet integrierte Projekt im Bereich "Business Transformation" inklusive entsprechender ERP Implementierungen. Romy Müller ist Dozentin am Schweizerischen Institut für Steuerlehre sowie an weiteren Fachveranstaltungen.

Laura Eberle

Deutsche Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Europarecht. Arbeitet seit 2013 als Consultant Indirect Tax Services bei EY in Zürich. Vorher arbeitete Laura Eberle in diversen Verwaltungseinrichtungen, bei einem Landgericht und in einer mittelständischen Kanzlei in Süddeutschland sowie am Europa Institut an der Universität Zürich. Laura Eberle hat Erfahrung im Bereich der Schweizer und Europäischen MWST Beratung.

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Mehrwertsteuersätze

Mehrwertsteuersätze 2017

Das Mehrwertsteuersystem der EU wurde mit der Richtlinie 2006/112/EG über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem vom 28. November 2006 in den Grundzügen weiter harmonisiert. Die Mitgliedstaaten verfügen weiterhin über die Autonomie zur Festlegung ihrer Steuersätze; einzig die Mindeststeuersätze von 15% (Normalsatz) respektive 5% (ermässigter Satz) sind durch die Richtlinie festgelegt worden. Der Mindeststeuersatz von 15%, der gemäss Richtlinie 2010/88/EU bis 31. Dezember 2015 galt, wurde vom Rat der Europäischen Union bis 31. Dezember 2017 verlängert. Zweck des Mindeststeuersatzes ist, allfällige Wettbewerbsverzerrungen zu begrenzen. Durch die Beibehaltung soll ein höheres Mass an Rechtssicherheit gewährleistet werden.

Abgesehen von kleineren Änderungen bleibt die Steuersatzpolitik in der EU konstant. In Italien wurde der ermässigte Satz für die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Gesundheit und Bildung für bestimmte Personengruppen von 4% auf 5% erhöht. Ungarn steht weiterhin mit einem Normalsatz von 27% an der Spitze im europäischen Vergleich. Die in einem Restaurant erbrachte Zubereitung von Nahrungsmitteln wird jedoch neu mit 9% statt 27% besteuert. Luxemburg wendet weiterhin den niedrigsten Normalsatz in EU an. Rumänien hat wie angekündigt den Normalsatz von 20% auf 19% herabgesetzt. In Griechenland wurde der Normalsatz um 1% erhöht und beträgt jetzt 24%.

Die folgende Zusammenstellung dient als Übersicht der anwendbaren Mehrwertsteuersätze in der Schweiz und der EU (Stand: 1. Januar 2017). Eine Übersicht der aktuellen Steuersätze ist auf der folgenden Homepage der Europäischen Union zu finden:

http://ec.europa.eu/taxation_customs/sites/taxation/files/resources/documents/taxation/vat/how_vat_works/rates/vat_rates_en.pdf

 


Aktuelle Mehrwertsteuersätze 2017
Staaten Normalsatz in % Ermässigter Satz in %
Belgien 216; 12
Bulgarien209
Dänemark25-
Deutschland197
Estland209
Finnland2410; 14
Frankreich202.1; 5.5; 10
Griechennland246; 13
Grossbritannien205
Irland234.8; 9; 13.5
Italien224; 5; 10
Kroatien255; 13
Lettland2112
Litauen215; 9
Luxemburg173; 8
Malta185; 7
Niederlande216
Österreich2010; 13
Polen235; 8
Portugal236; 13
Rumänien19                       5; 9
Slowakei2010
Slowenien209.5
Spanien214; 10
Schweden256; 12
Schweiz82.5; 3.8
Tschechien2110; 15
Ungarn275; 9; 18
Zypern195; 9

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