25.04.2018

Konzernabschluss: So werden Einzelabschlüsse zum Konzernabschluss

Steht im Zuge der Erstellung des Konzernabschlusses bereits fest, welche Unternehmen in den Abschluss miteinbezogen werden sollen, so müssen die Jahresabschlüsse all jener Unternehmen in weiterer Folge vereinheitlicht werden. Aufgrund des Umstands, dass ein Konzernabschluss immer ein Weltabschluss ist, werden die Jahresabschlüsse der beteiligten Firmen nach den lokalen Rechnungslegungsvorschriften erstellt.

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Konzernabschluss

Somit müssen die vorliegenden Jahresabschlüsse an die einheitlichen Grundsätze der Rechnungslegung angepasst werden - hier wird der Grundsatz der Einheitlichkeit verfolgt. Die Abschlüsse, die an die konzerneinheitlichen Grundsätze angepasst wurden, nennt man sodann Handelsbilanz II (HB II). Dabei geht es auch um die Anpassung des einzelnen Gewinns.

Welche Punkte müssen im Zuge der Vereinheitlich beachtet werden?

Kommt es zu einer Vereinheitlichung, so muss unbedingt der nachstehende Punkt berücksichtigt werden: Die Berichtsperioden müssen dieselben Längen aufweisen, sodass es in weiterer Folge zu korrekten Aufrechnungen der konzerninternen Leistungsbeziehungen kommen kann - somit ist es von großer Bedeutung, dass alle Abschlüsse zum selben Stichtag erfolgen. Dabei geht es immer um den Stichtag des Mutterunternehmens.

Wer mit dem Konzernabschluss eine ausgesprochen hohe Aussagekraft erzielen möchte, der muss zudem dieselben Bilanzierungs- und auch Bewertungsmethoden anwenden. Wird ein Konzernabschluss nach IFRS aufgestellt, so muss er an HB I und IFRS angepasst werden (HB II). Liegen die zu konsolidierenden Unternehmen in verschiedenen Währungsräumen, so muss im Vorfeld eine sogenannte Konzernwährung bestimmt werden. Hier ist vor allem die Währung des Mutterunternehmens maßgeblich. Befindet sich das Mutterunternehmen in der Europäischen Währungsunion, so kommt es zur Umrechnung in Euro. Das heißt, jene Unternehmen, die sich nicht in der Währungsunion befinden, müssen - im Zuge der Vereinheitlichung - ihre Ergebnisse in Euro umrechnen. Im nächsten Schritt kommt es zur Erstellung der Summenbilanz und auch zur Zusammenführung der Summen-Gewinn und der Verlustrechnung. Diese werden in weiterer Folge durch die Konsolidierungsbuchhaltung in den Konzernabschluss überführt.

Der Wechselkurs wird vom Gesetzgeber vorgeschrieben

Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss müssen sodann, damit eine Vergleichbarkeit gewährleistet werden kann, in derselben Währung vorliegen. Handelt es sich um ein Schweizer Mutterunternehmen, so müssen die Konzernabschlüsse in Franken umgerechnet werden. Würde sich das Mutterunternehmen jedoch in den USA befinden, so müssten die Konzernabschlüsse in weiterer Folge in US Dollar umgerechnet werden. Erfolgt eine Umrechnung von fremden Währungen, so sind immer wieder schwankende Wechselkurse problematisch.

Ein Szenario, das auch Forex-Händler kennen. Doch während sich der Forex-Händler mit diversen Trading Strategien helfen kann, sodass er sich gegen Wechselrisiken schützen kann, muss das Unternehmen einen anderen Weg beschreiten. Vor allem geht es auch um die Frage, welcher Wechselkurs herangezogen wird; zudem muss die Frage beantwortet werden, wie mit den entstandenen Umrechnungsdifferenzen umgegangen wird. Orientieren kann man sich hier im Gesetz. Maßgebend sind in diesem Fall die §§ 256a und 308a HGB. Der Gesetzgeber schreibt hier vor, dass die Fremdwährungsbeträge bei Passiva und Aktiva immer zum historischen Kurs und zum Devisenkassamittelkurs und zum Durchschnittskurs umgerechnet werden müssen.

Der letzte Schritt nach der Vereinheitlichung

Wurden die einzelnen Abschlüsse - bezugnehmend auf die Stichtage, Bilanzierungs- und auch Bewertungsvorschriften und der Währung - addiert, so kommt es zur Erstellung der Summenbilanz. In weiterer Folge werden mittels Konsolidierungsbuchungen die konzerninternen Beziehungen aus der errechneten Summenbilanz herausgerechnet.

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