26.10.2018

Lohnbuchhaltung 2019: Auf diese Änderungen müssen Sie sich einstellen

Die Lohnbuchhaltung ist ein Aufgabenfeld, welches beinahe jährlich neuen Anforderungen unterworfen ist. Daher ist es enorm wichtig, dass Sie sich als Finanzbuchhalter (aber auch als Angestellter oder Freiberufler) stets auf dem Laufenden halten und über aktuelle Änderungen informiert sind. Denn Fehler führen im schlimmsten Fall dazu, dass sowohl Ihre Mitarbeiter als auch das Finanzamt nicht nur unzufrieden sind, sondern mit rechtlichen Konsequenzen drohen. Was müssen Sie also 2019 beachten?

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Mindestlohn in der Gastronomie

Einen einheitlichen Mindestlohn, wie zum Beispiel in Deutschland, gibt es in der Schweiz nicht. Allerdings existiert in einigen Kantonen eine Lohnuntergrenze. Ein Beispiel dafür wäre Neuenburg, wo seit 2014 ein Mindestlohn von 20 Franken/Stunde vorgeschrieben wird. 2019 gibt es nun eine Änderung: Die Sozialpartner im Gastgewerbe haben verlauten lassen, dass sich der Mindestlohn in ihrer Branche um 1 bis 1,3 Prozent erhöhen wird. Daraus ergeben sich laut der L-GAV und der syna-Gewerkschaft folgende Löhne:

 

 

Aktuell

2019

Mitarbeiter ohne Berufsausbildung

CHF 3’435

CHF 3’470

Mitarbeiter ohne Berufslehre (aber mit Progressio)

CHF 3’637

CHF 3’675

Mitarbeiter mit zweijähriger Grundbildung mit Berufsattest bzw. gleichwertiger Ausbildung

CHF 3’737

CHF 3’785

Mitarbeiter mit Grundbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis

CHF 4’141

CHF 4’195

Mitarbeiter mit Grundbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Ausbildung und berufsspezifischer Weiterbildung (Art. 19 L-GAV)

CHF 4’243

CHF 4’295

Mitarbeiter mit Berufsprüfung (Art. 27 Bst. A) BBG)

CHF 4’849

CHF 4’910

 

Auch in Zukunft sollen die Löhne jedes Jahr neu verhandelt werden, da schliesslich auch die Lebenserhaltungskosten regelmässig steigen. Auf Sie könnte daher jährlich eine Änderung für die Lohnbuchhaltung zukommen. Da die meisten Firmen allerdings eine Lohnbuchhaltungssoftware wie diese nutzen, stellt das in der Regel zumindest bürokratisch kein Problem dar. Sie müssen lediglich die Erhöhungen in das Programm eingeben und dieses erstellt automatisch die neuen Gehaltszettel.

Orts-, branchen- und berufsübliche Löhne für Migranten

Das Parlament hat neue Regelungen im Bereich Integration für das Jahr 2019 beschlossen.  Das Paket regelt nicht nur die Anforderungen an die Sprachkompetenz, es berücksichtigt zudem auch die persönlichen Verhältnisse, ebenso wie die Frage nach der Erwerbstätigkeit. Ab dem 01. Januar können anerkannte Flüchtlinge eine berufliche Tätigkeit aufnehmen. Sie als Arbeitgeber müssen dann über folgende Dinge Auskunft geben:

  • Beschäftigungsgrad
  • Lohn
  • Personalien
  • Art der Tätigkeit

Wichtig ist, dass diese Arbeitskräfte den üblichen Lohn der jeweiligen Branche, des Berufs bzw. des Ortes erhalten. Dadurch soll Ausbeutung verhindert werden. Zudem soll sich später die Integrationspauschale erhöhen. Bisher betrug diese CHF 6’000. Ansteigen soll sie auf CHF 18’000.

Anstieg der Mindestbeiträge für die AHV/IV-Renten

Die Renten steigen. Betrug die Minimalrente bisher CHF 1’175 pro Monat, erhalten Berechtigte nun CHF 1’185. Die Maximalrente erhöht sich von CHF 2’350 auf CHF 2’370. Diese erhalten Schweizer allerdings nur, wenn sie alle Beiträge während der kompletten Beitragsdauer entrichten. Gleichzeitig steigen allerdings auch die Mindestbeiträge, die Arbeitnehmer zu bezahlen haben:

  • Selbstständigerwerbende und Nichterwerbstätige müssen sich auf eine Erhöhung von CHF 478 auf CHF 482 einstellen.
  • Freiwillig Einzahlende können mit einem Anstieg von CHF 914 auf CHF 922 rechnen.

Alle zwei Jahre prüft der Bundesrat, ob sich eine Rentenanpassung lohnt. Dies war 2015 das letzte Mal der Fall.

Prämien der Krankenkassen steigen um 1,2 Prozent

Auch im kommenden Jahr ist wieder mit einer Prämienerhöhung der Krankenkassen zu rechnen. Allerdings fällt sie dieses Mal deutlich geringer aus als bisher. Das liegt unter anderem daran, dass die aktuelle Standardprämie nicht mehr so oft in Anspruch genommen wird. Der Bund hat daher eine neue Berechnung beschlossen: Die sogenannte mittlere Prämie. Ein Versicherungsmodell was deutlich mehr Zuspruch finden wird. Die neue Variante setzt sich wie folgt zusammen:

  • Für Kinder von 0 bis 18 Jahren
  • Für junge Erwachsene von 19 bis 25 Jahren
  • Für Erwachsene ab 26 Jahren

Je nach Kanton sind mit unterschiedlichen Prämienerhöhungen zu rechnen (von -1,5 bis + 3,6 Prozent). Von der neuen Regelung profitieren vor allem junge Erwachsene. Denn dort sinkt die Prämie am meisten. Einen Überblick können Sie sich auf der Seite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) verschaffen. Wichtig ist aber, dass langfristig mit weiteren Erhöhungen zu rechnen ist. Das liegt unter anderem an der demografischen Entwicklung. Aber ebenfalls am technischen Fortschritt. Zudem werden immer mehr medizinische Leistungen in Anspruch genommen, die sich ohne Erhöhung nicht finanzieren lassen.

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