04.05.2017

Der erste Eindruck: Alles was zählt

Das Image einer Person beinhaltet nicht nur was sie wirklich ist, sondern auch alle Erwartungen die wir in einen Menschen haben. Sind die ersten Sekunden tatsächlich entscheidend für Erfolg oder Misserfolg einer (Geschäfts-)Beziehung? Der erste Eindruck ist immer noch unglaublich mächtig. Jede Begegnung mit einem Fremden löst in uns eine Vielzahl von Reaktionen aus. Instinktiv und meist unbewusst registrieren wir alle Informationen, welche wir vom Gegenüber aufnehmen.

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am 08.05.17 09:28 schreibt Michael Sack
Interessanter aber nicht neuer Beitrag. Jedoch stelle ich mehr und mehr fest, erfolgreiche Personen gehen nach dem Prinzip Schobenhauers vor, welches er niederschrieb in seinem Werk "politische Dialektik". Die Kunst der Anerkennung und vor allem der Zuneigung bestehe demnach darin, genau das nicht zu tun, was mein Gegenüber von mir erwartet.

Demnach können wir wirklich nicht von Asch´s Attributionstheorie (obiger Artikel beruht hierauf) konstant ausgehen. Es bleibt interessant abzuwarten, welche Thesen in naher Zukunft noch Verbreitung finden.
 
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Der erste Eindruck

Der erste Eindruck zählt doppelt

Innert weniger Sekunden entsteht der erste Eindruck (Image), vergleichbar mit einem Mosaik. Später werden wir immer wieder Steine auswechseln und ersetzen, doch der Rahmen des Bildes bleibt. Auch wenn wir unseren ersten Eindruck mit der Zeit korrigieren, warten wir innerlich nur darauf, bis die Person unserem ursprünglichen Entwurf entspricht. Diese meist als negativ bewertete «Schubladisierung» geschieht nicht aus böser Absicht, sondern ist reiner Selbstschutz und dient dem puren (Über-)Leben.

Jedes Lebewesen ist darauf angewiesen, sofort zu entscheiden, ob Flucht, Verteidigung oder Angriff die passende Reaktion ist. Wahrnehmung ist subjektiv und erfolgt mit all unseren Sinnen.

Dabei beeinflusst uns unsere aktuelle Stimmung sowie unser persönliches Filtersystem: Wir filtern aus der Summe der ersten Eindrücke diejenigen Informationen hinaus, welche uns aufgrund unserer bisher gemachten Erfahrungen als wichtig erscheinen. Wir filtern hauptsächlich die Beurteilungsfelder hinaus, die wir am eindrücklichsten und stärksten wahrnehmen. Alle weiteren Signale und Informationen verarbeiten wir nach diesem ersten Beurteilungssystem.

Image

Das Image einer Person ist nicht das, was sie wirklich ist, sondern beinhaltet alle Erwartungen, die wir in einen Menschen haben. Die Subjektivität des ersten Eindrucks ist aber auch positiv, denn unser Unterbewusstsein erkennt oft viel besser als unser Intellekt, ob das Verhalten unseres Gegenübers echt oder aufgesetzt ist. Wir können uns daher meist auf unser «Bauchgefühl» verlassen, wenn wir wichtige Entscheidungen zu treffen haben.

Der erste Eindruck als Kommunikationspaket

Was haben wir in diesen ersten Sekunden zur Verfügung, um uns ein Bild zu machen? Von Ihrem Gegenüber erhalten Sie ein Paket mit folgenden Informationen:

  • Mimik
  • Gestik
  • Körperhaltung
  • Kleidung
  • Stimme
  • Erste Worte
  • Sprechweise (Tonfall, Betonung, Dialekt, Tempo)
  • Umgebung
  • Düfte

Wie sie das Paket übergeben, entscheidet innert Sekunden, wie Sender und Empfänger in Zukunft miteinander kommunizieren. Kommunikation ist kein einseitiger Prozess. Seien Sie sich also bewusst, dass Sie im gleichen Moment ebenfalls ein Kommunikationspaket überreichen.

Ist der erste Eindruck auch der Richtige?

Wieso nicht gleich beim ersten Mal überzeugen? Heute müssen Entscheidungen immer schneller getroffen werden. Wir sind darauf angewiesen, in den ersten Sekunden zu wirken. Was also ist zu beachten, damit der erste Eindruck positive Spuren hinterlässt?

«Never underestimate the bullshit factor in other people!»

Oder etwas höflich ausgedrückt: Sie können davon ausgehen, dass Ihr Gegenüber früher oder später bemerkt, wenn Sie etwas vorspielen. Auch hier gilt: Ehrlich währt am Längsten. Das heisst nicht, dass Sie sich nicht ins rechte Licht rücken dürfen, doch bleiben Sie authentisch, und Sie werden als Mensch geschätzt.

«Schau mir in die Augen, Kleines»

Die Augen sind ein wichtiges Kommunikationsinstrument. Eine Begrüssung ohne Blickkontakt ist kein guter Einstieg in ein Gespräch. Durch den bewussten Blickkontakt signalisieren wir unserem Gegenüber, dass wir ihn wahrgenommen haben. In vielen Kulturen wird der Blickkontakt nicht gleich gewünscht, doch in unserer westlichen Kultur sind wir gewohnt, uns dem anderen zu stellen, die Konfrontation zu suchen. Wer da wegschaut, gilt als unsicher, schwach und bereits als halb besiegt.

«Bleib mir vom Leibe!»

Beachten Sie bei jeder Begegnung die Distanzzonen. Die Intimzone (0-60 cm) ist für unsere engsten Familienangehörigen reserviert. Ein grundloses überschreiten dieser Grenze wird als schlimme Verletzung wahrgenommen. Achten Sie allgemein auf körpersprachliche Signale und schenken Sie Ihrem Gegenüber Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und Präsenz.

«Sich gut riechen können»

Nicht nur was wir sehen, sondern auch was wir riechen, beeinflusst unsere Wahrnehmung wesentlich. Jeder Duft geht direkt ins limbische System und löst umgehend ein Gefühl aus – je nachdem ein positives oder negatives Empfinden. Achten Sie auf sorgfältige Körperhygiene, verzichten Sie auf schwere Parfums und neutralisieren Sie jegliche Art von Mundgeruch (Kaffee, Zigaretten etc.).

«Kleider machen Leute»

Die Kleidung soll nicht ablenken und zur Hauptaussage werden, doch nur wenn sie zum Anlass und zu Ihrer Funktion passt, wirken Sie glaubwürdig. Ausgewählte, gepflegte Kleidung zeugt von gutem Stil und Respekt für das Gegenüber. Alle Teile sollen passen in Grösse, Schnitt und Farbe. Wählen Sie vorteilhaft Kleidung, in welcher Sie gut aussehen und sich auch wohl fühlen. Die Schuhe sind immer sauber und gepflegt (keine abgelaufenen Absätze!) und für den professionellen Auftritt geschlossen.

«Humor ist, wenn man trotzdem lacht»

Gehen Sie in jedes Gespräch mit 100%ig positiver und freudiger Einstellung. Humor oder ein Lächeln im richtigen Moment können auch unangenehme Situationen entschärfen. Und wenn man dazu auch noch über sich selber lachen kann, wirkt man menschlich und sympathisch.

«Die Kunst des kleinen Gesprächs»

Wer akzeptiert, dass Smalltalk erstmal oberflächlich sein muss, kann sich besser damit anfreunden. Das kleine Gespräch soll lediglich Verbindung schaffen und Herz und Türen öffnen. Der souveräne Smalltalker umschifft heikle Themen (Politik, Religion, Krankheit/Tod, Witze etc.) gekonnt. Zeigen Sie Interesse an Ihrem Gegenüber und stellen Sie mehrheitlich offene Fragen.

«Smalltalk ist die Kunst des verbalen Pingpongs»

Verzichten Sie deshalb auf Monologe und Belehrungen.

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