03.04.2018

Emotionale Führung: 6 Führungsstile nach Daniel Goleman

Führungskräfte, die die Emotionen ihrer Mitarbeiter reflektieren und verstehen, sind in der Lage, dieses Wissen erfolgreich für das Unternehmen zu nutzen. Welchen Einfluss bestimmte Führungsstile auf den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen sowie das Betriebsklima haben, hat der US amerikanische Psychologe Daniel Goleman bei knapp 4000 Führungskräften untersucht. Er definierte insgesamt sechs verschiedene Führungsstile, die von besonders erfolgreichen Managern eingesetzt werden.

Von: Barbara Kramer   Drucken Teilen   Kommentieren  

Barbara Kramer

Barbara Kramer, Diplompsychologin; arbeitet seit 1998 als selbstständige Beraterin in Unternehmen mit dem Arbeitsschwerpunkt Konfliktklärung und Konfliktprophylaxe. Weiterbildung in systemischem Coaching am Milton Erickson Institut, Heidelberg, und mit Kommunikationsmodellen am Schulz von Thun Institut, Hamburg.

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Emotionale Führung

1. Visionär

Die visionäre Führungskraft

  • gibt den Mitarbeitern eine Vision vor, aber nicht den Weg zum Ziel. Durch einen grossen «Vertrauensvorschuss» werden sie dazu animiert, diesen selbst zu finden. +
  • bindet die Mitarbeiter emotional an sich und das Unternehmen.
  • vermittelt ihren Mitarbeitern das Gefühl, Verantwortung zu haben, Teil des Ganzen zu sein und mit ihrer Arbeit massgeblich zum Gesamterfolg des Unternehmens beizutragen. So entwickeln die Mitarbeiter den nötigen Teamgeist und Stolz, um sich motiviert für das gemeinsame Ziel einzusetzen.

2. Coachend

Die coachende Führungskraft

  • orientiert sich an den Stärken der einzelnen Mitarbeiter.
  • baut durch persönliche Gespräche eine enge Beziehung zu ihren Mitarbeitern auf und schafft somit Vertrauen.
  • legt den Fokus nicht auf die Bewältigung konkreter Aufgaben, sondern auf die persönliche Weiterentwicklung des Einzelnen im Sinne des Unternehmens: Coachende Führungskräfte bringen die individuellen Ziele mit den Zielen der Organisation in Einklang.

3. Gefühlsorientiert

Die gefühlsorientierte Führungskraft

  • geht offen und ehrlich mit ihren und den Emotionen der Mitarbeiter um.
  • bewertet das Zeigen von Gefühlen nicht als Schwäche, sondern als eine Möglichkeit, Vertrauen, Loyalität und Verbundenheit im Team zu schaffen.
  • erreicht, dass sich ihr die Mitarbeiter öffnen und sie so die Chance erhält, individuell auf deren Bedürfnisse einzugehen.

4. Demokratisch

Die demokratische Führungskraft

  • fragt ihre Mitarbeiter nach deren Meinung.
  • informiert ihre Mitarbeiter über geplante Massnahmen und bindet sie in Entscheidungsprozesse ein.
  • schätzt die Kompetenz und das Wissen der einzelnen Teammitglieder und äussert dieses auch. Entscheidungen, die demokratisch von der Gruppe getroffen werden, werden häufig auch verstanden, akzeptiert und verfolgt.

5. Fordernd

Die fordernde Führungskraft

  • erwartet nicht 100-prozentige Leistungsbereitschaft, sondern 130 Prozent.
  • steckt hohe Ziele und fordert, dass die Mitarbeiter diese mit gleichbleibend hoher Motivation und Einsatzbereitschaft verfolgen.
  • erwartet, dass ihre Mitarbeiter alles aus sich herausholen – auch wenn sie dabei über ihr Limit und ihre Leistungsgrenze hinausgehen müssen.

6. Befehlend

Die befehlende Führungskraft

  • erwartet, dass Anweisungen befolgt und nicht hinterfragt werden.
  • ist nicht bereit, ihre Entscheidungen und Verhaltensweisen näher zu erklären.
  • setzt Loyalität und Vertrauen voraus. Sie ist sehr kontrollierend, gibt kaum Feedback, lobt wenig und spricht stattdessen viel Kritik aus.

Fazit

Alle sechs Stile haben ihre Berechtigung. Zu entscheiden, welcher Stil der richtige ist, erfordert emotionale Intelligenz. Und es gilt: Situationsangemessen und wesensgemäss (zu Ihnen und den Mitarbeitern passend) ist immer hilfreicher als aufgesetztes Idealverhalten.

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