20.09.2016

Ideen verkaufen: Wie Sie auch Ihren Chef davon begeistern

Findet Ihre Idee kaum Anklang bei Ihrem Vorgesetzten? Lehnt er diese sogar ab? Statt nun Ihren Chef als fantasielos zu bewerten, optimieren Sie lieber Ihre Verkaufsstrategie. Denn Sie müssen Ihre Ideen verkaufen - wie jedes andere Produkt auch. Solche gedanklichen Reaktionen sind nach einer Ablehnung eigener Ideen nur zu verständlich.

Von: Brigitte Miller   Drucken Teilen   Kommentieren  

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

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Ideen verkaufen

Mentale Sackgasse

Nur geraten Sie dadurch in eine mentale Sackgasse, die oftmals dazu führt, dass Sie sich zukünftig hüten werden, weitere Ideen verkaufen zu wollen. Damit ist Ihnen jedoch wenig gedient. Denn um Ihre Karriere zu fördern, sollten Sie auch für kreativen Output sorgen, der das Unternehmen wettbewerbsfähig hält. Vielleicht werden Sie jetzt einwenden, «Alles schön und gut. Nur, was nutzt es, wenn mein Vorgesetzte diese ablehnt?»

In solchen Augenblicken sollten Sie weniger an der Notwendigkeit und der Sinnhaftigkeit Ihrer Kreativität und Ihrer Ideen zweifeln, sondern Lee Iacocca’s Aussage folgen: «Vielleicht haben Sie ja brillante Ideen. Solange Sie diese aber nicht vermitteln können, bringen Sie Ihnen überhaupt nichts.» Sie müssen folglich versuchen Ihre guten Ideen zu verkaufen.

Integrieren Sie deshalb ab heute einen weiteren Schritt in Ihrem Ideenprozess: Entwickeln Sie eine Verkaufsstrategie für Ihre Idee. Denn Sie sollten nicht allein brillante Ideen haben, Sie müssen diese auch verkaufen – und zwar zu allererst an Ihren Vorgesetzten.

Ideen verkaufen: 5 Tipps

Bauen Sie mit Hilfe der folgenden Tipps eine Ideen-Verkaufsstrategie auf. Formulieren Sie komplette Sätze, die Sie dann im Gespräch mühelos abrufen und mitteilen können. So sind Sie bestens gegen Fragen und potenzielle Einwände Ihres Vorgesetzten gewappnet.

Tipp 1: Binden Sie Ihren Vorgesetzten sofort mit ein

Ihre Idee greift in der Mehrzahl der Fälle, Probleme, Schwierigkeiten oder Fragestellungen auf, mit denen sich das Team und Ihr Vorgesetzter auseinandersetzen müssen. Greifen Sie diesen Punkt auf – und zwar gleich zu Beginn des Gespräches mit Ihrem Vorgesetzten. Beziehen Sie sich am besten auf eine Meinung, die er zu diesem Thema äusserte. Dadurch wird er hellhörig und kann sich Ihren weiteren Ausführungen zu Ihrer Idee kaum noch entziehen.

Beispiel: „Wie Sie selbst beklagt haben, wird es immer schwieriger, qualifizierte Nachwuchskräfte zu finden und ans Unternehmen zu binden.

Tipp 2: Führen Sie die negativen Auswirkungen des Problems auf

Lenken Sie den Fokus Ihres Vorgesetzten auf die negativen Seiten des Themas. Auswirkungen auf die Finanzen, Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität, Leistungsfähigkeit, den Innovationsvorsprung oder andere sollten Sie unbedingt hervorheben. Untermauern Sie, soweit es Ihnen möglich ist, diese negativen Folgen bereits mit Zahlen. Wecken Sie auf diese Weise das Interesse Ihres Vorgesetzten. Denn Ihre Idee verspricht ja zu einem oder mehreren dieser Punkte eine (Ver-)Besserung.

Beispiel: „Trotz Besuch der Campus-Recruitingmessen ist es uns im letzten Jahr nicht gelungen, die gewünschte Anzahl an Hochschulstudenten, die in unserem Unternehmen ein Traineeprogramm absolvieren wollten, zu erreichen. Dadurch schwindet unsere Wettbewerbsfähigkeit, da wir den benötigten Input an neuem Wissen nicht erhalten.“

Tipp 3: Stellen Sie Ihre Idee vor

Um Ihre Ideen zu verkaufen präsentieren Sie Ihre Idee, indem Sie diese an Ihre bisherigen Ausführungen anknüpfen. Nennen Sie erste Vorteile, die Ihre Idee dem Unternehmen bescheren wird.

Beispiel: «Statt nun verstärkt auf teure Anzeigenkampagnen zu setzen, ist die kostensparende Alternative ein Mentoren-Programm ins Leben zu rufen. Bei diesem Mentoren-Programm übernehmen Mitarbeiter die Rolle des Mentors für Studenten, angelehnt an unser Senior/Junior-Mentoring im Unternehmen. Einige Hochschulen führen bereits solche Programme durch.»

Tipp 4: Führen Sie weitere Vorteile auf

Weisen Sie auf die weiteren Vorteile, den Gewinn und den Nutzen hin. Nennen Sie, falls diese Ihnen vorliegen, Zahlen, Fakten und Statistiken, um Ihrem Vorgesetzten die Informationen mitzuteilen, die er zur weiteren Einschätzung benötigt.

Beispiel: «Die Vorteile für das Unternehmen sind»:

  • Durch die Unterstützung einzelner Studenten holen wir deren Wissen ins Unternehmen. Wir bauen so eine Bindung zu potenziellen Nachwuchskräften auf, die zu einer Anstellung bei uns führen kann.
  • Wir erfahren, welche Wünsche und Bedürfnisse die junge Nachwuchsgeneration an Unternehmen und ihren zukünftigen Arbeitsplatz stellen und können so unser Recruiting besser darauf abstimmen.
  • Wir werben für unser Unternehmen durch soziales Engagement. Und können so einen Imagegewinn verzeichnen.

Tipp 5: Zeigen Sie einen ersten Realisierungsplan auf

Ideen sind gut. Ideen bedeuten jedoch auch Arbeit. Deshalb beweisen Sie Ihr Engagement und Ihre Initiative. Teilen Sie mit, welche ersten Schritte Sie bereits unternommen haben und welchen nächsten Schritt Sie planen. Mit dieser Taktik klären Sie, ob Sie aktiv werden sollen oder ob weitere Informationen und Analysen gewünscht werden. Denn eins sollten Sie nicht tun: Ohne Ergebnis aus dem Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten gehen.

Beispiel: «Ich habe eine Liste der Hochschulen, die solche Mentoren-Programme bereits durchführen. Soll ich den Erstkontakt zu dem jeweiligen Ansprechpartner herstellen?»

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