07.03.2017

Kommunikationsregeln: So verkünden Sie Hiobsbotschaften souverän

Was gibt es Unangenehmeres als seinen Mitarbeitern eine negative Botschaft zu überbringen? In so einem Fall ist es wichtig, dass Sie klar und mit Bedacht kommunizieren. Profitieren Sie von folgenden Tipps für Kommunikationsregeln, damit Sie auch Hiobsbotschaften professionell und souverän verkünden.

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Krisenkommunikation

Bei schlechten Nachrichten Kommunikationsregeln beachten

Es ist menschlich, unangenehmen Tatsachen aus dem Weg zu gehen. Unternehmerisch ist es klüger, schlechte Botschaften aktiv zu steuern (zum Beispiel Produktionsfehler, Kündigung Führungskraft).

Externe Kommunikation: Für die Aussenwahrnehmung Ihrer Firma brauchen Sie Fachleute, die im Umgang zum Beispiel mit der Presse geübt sind und die Öffentlichkeit über Krisensituationen kompetent informieren können.

Interne Kommunikation: Für die interne Kommunikation brauchen Sie Kommunikationsregeln und einen ausgearbeiteten Plan, mit dem Sie und Ihre Mitarbeiter in prekären Situationen voll leistungsfähig bleiben. In einer angemessen schnellen Zeit sollten Mitarbeiter und Führungskräfte Rahmendaten kennen, eine Sprachregel nutzen können, über den jeweils aktuellen Stand der Dinge informiert sein.

Hiobsbotschaften richtig verkünden mit diesen Kommunikationsregeln

Was gibt es Unangenehmeres als seinen Mitarbeitern eine unangenehme Botschaft zu überbringen? Profitieren Sie von folgenden Kommunikationsregeln, damit Ihnen das Verkünden der Hiobsbotschaft beim nächsten Mal nicht ganz so schwer fällt. Machen Sie es wie ein Profi-Boxer: Begeben Sie sich vorab gedanklich in den Kampf! Dabei sind drei Grundüberlegungen wichtig:

1. Wie empfinden Sie die Situation?

Sie müssen vor Ihrer Mannschaft Stellung beziehen. Dazu ist es erst einmal notwendig, dass Sie sich darüber klar werden, wie Sie selbst zu den Massnahmen stehen, die Sie verkünden müssen.

  • Können Sie selbst die Entscheidung der Geschäftsführung akzeptieren?
  • Haben Sie Bedenken? Wenn ja: Haben Sie bereits einen Klärungsversuch unternommen?
  • Zeichnen Sie ein Worst-Case-Szenario: Stellen Sie sich vor, wie die unangenehmste Reaktion Ihrer Mitarbeiter ausfallen könnte.

2. Warum hat die Geschäftsleitung so entschieden?

  • Argumentieren Sie vor sich selbst! Wie kam es zu den Massnahmen? Machen Sie eine Aufstellung der Gründe.
  • Wie können Sie Ihren Angestellten harte Fakten verständlicher nahe bringen?
  • Was passiert, wenn die Maßnahme nicht durchgeführt wird? Welche Konsequenzen drohen der Firma?

3. Wie könnten Ihre Mitarbeiter reagieren?

Manchmal sind Sie in der Zwickmühle - Sie können Ihre Angestellten nur zu gut verstehen! Trotzdem müssen Sie Ihren Job machen und die unangenehme Entscheidung verkünden. Ihre eigenen Emotionen und Hemmungen müssen Sie außen vor lassen - schliesslich sind auch Sie weisungsgebunden. Egal, ob Sie die Entscheidung der Geschäftsleitung emotional gut tragen können oder nicht, Sie müssen die Ängste und Wünsche Ihrer Mitarbeiter wahr- und ernst nehmen!

Tipp: Machen Sie eine schriftliche Aufstellung, wie die Reaktionen Ihres Teams ausfallen könnten. Überlegen Sie sich deren Argumente und Ihre Gegenargumente!

Seien Sie schnell, direkt und offen!

Denken Sie an KISS: Keep it short and simple!

  • Schnell: Es hat keinen Sinn, Unangenehmes aufzuschieben! Sie wissen, wie schnell das «Buschtelefon» arbeitet, wenn Gerüchte im Umlauf sind... Darum sollten Sie schnell reagieren.
  • Direkt: Suchen Sie das direkte Gespräch! Was macht Sinn? Einzelgespräche oder Teamsitzung? Bedenken Sie, dass Emotionen in Einzelgesprächen besser gesteuert werden können. Zudem können Sie auf individuelle Bedenken, Ängste und Wünsche direkt eingehen.
  • Offen: Machen Sie sich einen Spickzettel mit Ihren Argumenten! Formulieren Sie die unpopulären Massnahmen positiv - schliesslich wollen Sie auch weiterhin motivierte Mitarbeiter haben.

Beziehen Sie Ihr Team zum Schluss der Mitteilung ein

Sie haben es geschafft - die unangenehme Massnahme ist offiziell. Jetzt ist es wichtig, dass Sie das Heft in der Hand behalten. Fragen Sie zum Beispiel: «Was halten Sie davon?» oder «Haben Sie noch Fragen oder Anmerkungen?» So signalisieren Sie Ihre Bereitschaft zum Dialog. Sie zeigen den Mitarbeitern, dass Sie sie ernst nehmen - und Sie selbst werden auch ernst genommen.

Wichtig ist hierbei auch die Körpersprache:

  • Halten Sie Blickkontakt!
  • Verstecken Sie Ihre Hände nicht in den Taschen oder hinter dem Rücken!
  • Verschränken Sie Ihre Arme nicht vor der Brust - das wirkt wie eine Mauer!

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