24.10.2017

Stimmungsmanagement: Wie Sie Ihre Stimmung in wenigen Minuten verbessern

Ihre persönliche Stimmung ist ein wichtiger Erfolgsparameter. Diese beeinflusst Ihre eigene Motivation und wirkt als positiver Verstärker auf Ihre Mitarbeiter. Durch die Art und Weise wie Sie selbst auftreten, in welcher Stimmung Sie sich befinden, beeinflussen Sie wesentlich Ihr Umfeld.

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Sie erfahren im Folgenden, wie Sie innerhalb weniger Sekunden oder Minuten Ihre Stimmung deutlich verbessern und verändern können und damit Ihre Emotionen «im Griff» haben. Bevor Sie jedoch erfahren, wie das genau funktionieren kann, zuerst eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht lautet, der einzige Ort, an dem Ihre Stimmungen produziert werden, sind die ca. 15 cm zwischen Ihren beiden Ohren. Der einzige, der Ihre Stimmung designt, produziert und anschliessend lebt, sind Sie selbst.

Die schlechte Nachricht lautet, so frei wie Sie in der Wahl Ihrer Stimmungen sind, so sehr sind Sie an die Konsequenzen der Stimmung gebunden, die Ihr Gehirn produziert. Wer negativ denkt, negative Gedanken nachmacht oder irgendwie in Verkehr bringt, wird garantiert und mit sofortiger Wirkung negative Gefühle und Auswirkungen des negativen Denkens erfahren.

4 Tipps, um Ihre Stimmung in kürzester Zeit zu verbessern

Was können Sie nun tun, um schnell Ihre Stimmung zu verändern, wann immer Sie dies wollen? Es gibt zwei Stellhebel für positives Stimmungsmanagement, an denen Sie ansetzen können.

  • Hebel 1: Die Gesamtheit unserer körperlichen Faktoren
    Unsere Stimmung wird massgeblich durch die Gesamtheit unserer körperlichen Faktoren beeinflusst: Schlaf, Ernährung, Alkohol, Medikamente, Umgang mit Stress und körperlicher Erschöpfung (nicht abschliessend). Diese Elemente sind nur Beispiele für Faktoren, die sich physiologisch auf unsere Stimmung auswirken. Hierzu zwei Tipps, wie Sie den «physiologischen Hebel» zur Stimmungsänderung nutzen können: Body Management (siehe Tipp 1) und Lächel-Training (siehe Tipp 2).
  • Hebel 2: Die Kraft der Gedanken
    Der zweite Faktor, der wesentlich unsere Stimmung beeinflusst, ist unser Fokus- also der aktuelle Denkankerinhalt, mit dem wir uns beschäftigen – und die Art und Weise, wie wir diese Gedanken innerlich repräsentieren. Auch hierzu im Folgenden zwei praktische Tipps: Wahrnehmungslenkung (siehe Tipp 3) und Emotionstraining (siehe Tipp 4).

Tipp 1: Nehmen Sie eine power-volle Haltung ein

Betrachten wir kurz das seit Jahrtausenden in Staat, Kirche und Armee wirksame «Rezept» zur Gefühlsbeeinflussung. Willst Du Menschen emotional in Bewegung bringen, dann schreibe Ihnen zunächst die dazu passende Körperbewegung vor. Demzufolge nimmt man als Soldat beim Militär «Haltung an», in der Kirche wird gekniet und die Gläubigen sitzen unbequem oder in sogenannten «Motivationsseminaren» wird auf Stühle gestiegen oder durchs Feuer gelaufen.

Wenn Sie Menschen betrachten, die sich in einem Stimmungstief befinden, ist deren Kopf gerade oder gesenkt? Sind die Augen geradeaus oder eher zu Boden gerichtet? Sind die Schultern gerade oder hängen diese nach vorne? Ist die Atmung tief oder eher flach? Sind die Mundwinkel gerade oder weisen Sie nach unten? Sicherlich haben Sie alle Fragen entsprechend «richtig» beantwortet. Wenn Sie möchten, probieren Sie doch einfach diese Haltung mal aus ... und jetzt sagen Sie: «Ich bin ein echter Power-Typ, der geborene Gewinner, voller Selbstvertrauen und Kraft!»

Sollte das nicht so gut funktioniert haben, dann verändern Sie jetzt Ihre Haltung und Sie werden sofort und spürbar einen Unterschied merken. Wer gewohnheitsmässig in einer «Duckmäuser-Haltung» durchs Leben läuft, wird sich auch so fühlen. Nehmen Sie also so oft wie möglich eine power-volle Haltung ein!

Und das ist alles wissenschaftlich durch die Forschung von Amy Cuddy (siehe Video) von der Harvard Business School bestätigt.

Tipp 2: Das 60-Sekunden-Lächel-Training

Dass Lächeln und Lachen die Stimmung verbessert, wissen wir. Betrachten wir uns, warum wir lächeln. Normalerweise nehmen wir zuerst einen auditiven oder visuellen Reiz auf, der über die entsprechenden Nervenstränge an das Gehirn weitergeleitet wird. Dort «interpretieren» wir das Gesehene oder Gehörte und finden das «lustig» – oder eben nicht denn wir «repräsentieren» eine Sinneswahrnehmung durch den Vergleich mit unseren Erfahrungen und Programmen. Jetzt sendet das Gehirn entsprechende Botenstoffe aus und gibt das Signal zum «Lächeln».

Nun können wir jedoch den «Spiess» auch umdrehen und unser Gehirn austricksen: Lächeln Sie nun – am Besten in einen Spiegel – für mindestens 60 Sekunden. Durch die mimische Funktion des Lächelns werden bestimmte Nervenpunkte angesprochen, die nun wiederum an das Gehirn rückmelden, dass gelächelt wird ... als eine besondere Form der «Kommandobestätigung». 

Unser Gehirn bekommt nun also gemeldet, dass befehlsgemäss gelächelt wird, was jedoch etwas konfus ist, da es ja keine entsprechenden Signale ausgeschickt hat. Da unsere Gehirn nun jedoch quasi «automatisch» funktioniert, sendet es – besser spät als gar nicht – nun die entsprechenden Botenstoffe aus. Das Ergebnis ist in beiden Fällen dasselbe: Unsere Stimmung verbessert sich spürbar in nur 1 Minute!

Tipp 3: Beeinflussen Sie positiv Ihre Gedanken

Bei der Wahrnehmungslenkung geht es im Wesentlichen darum, unsere Gedanken – die ja die negative Stimmung produzieren – positiv zu beeinflussen, indem wir den Fokus verändern. Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten ein mehr oder weniger «grosses» Problem. Welche Bedeutung hat dieses Problem für Sie in 2, 5 oder 10 Jahren? Macht es Ihnen Spass, sich «schlecht» oder«demotiviert» zu fühlen oder wäre es nicht besser, diese negativen Gedanken in positive umzuwandeln, wie zum Beispiel: «Erst mal probieren ...» oder «Was kann ich dieser Situation Positives abgewinnen?». Allein schon dadurch, dass Sie sich mit diesen Fragen beschäftigen und Ihren Fokus verändern, werden Sie relativ schnell den negativen Gedankenstrom stoppen und eine Stimmungsveränderung hin zur Perspektive «Was kann ich daraus machen» spüren.

Tipp 4: Trainieren Sie Ihre Emotionen wie ein Schauspieler

«Gut drauf zu sein, wenn man gut drauf ist, kann jeder» – viel wichtiger ist es, jederzeit in der Lage zu sein, seine Emotionen zu verändern also diese möglichst auf «Knopfdruck» zu verändern.

Schauspieler können dies besonders gut: Sie «denken» sich in die entsprechende Situation hinein (repräsentieren also die Situation so, wie sie es gerade gebrauchen können) und weinen, lachen oder toben dann. Wir können also bereits ein erstes Fazit ziehen: Jammern trainiert Jammerlappen, Angst trainiert Angsthasen und Selbstmitleid trainiert Opferlämmer!

Unser Leben ist das, was unsere Gedanken daraus machen. Fragen Sie sich deshalb häufiger, welchen Spass Sie haben oder was Sie begeistert und glücklich macht, was Sie komisches erlebt haben. Wissen Sie, wann ein therapeutischer Ansatz zu funktionieren beginnt? Immer dann, wenn es gelingt, den Klienten aus der «Opferrolle» (ich bin hilflos, kann ja sowieso nichts machen) in die Rolle eines durchaus zum Handeln fähiger «Mittäter» zu bringen.

Suchen Sie also immer nach Chancen, positiv und im Sinne Ihrer Ziele zu handeln – und trainieren Sie wie ein Schauspieler, jederzeit von einer schlechten in eine gute Stimmung zu kommen. Erstellen Sie hierzu eine Liste mit mindestens 10 Möglichkeiten, die Sie haben, um schnell «gut drauf» zu sein. Und wenn Sie nun denken, das wäre doch unehrlich, man müssen doch so bleiben, wie man ist, dann überdenken Sie nochmals: Wollen Sie wirklich ein Gewinner sein und Ihr Leben und Ihren Erfolg in die eigene Hand nehmen? Dann sollten Sie unbedingt vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer werden!

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