25.04.2017

Weibliche Führungsstärken: Frauen in Führungspositionen

Eine Frau gehört hinter den Ofen, so hiess es früher. Der Mann hat das Geld nach Hause zu bringen, während sich die Frau um Haushalt, Kinder und die Eltern kümmert. Das ist Schnee von gestern. Die Frauen sind heutzutage gut ausgebildet, ehrgeizig und haben auch das Zeug für eine gute Führungsposition. Trotzdem sind sie noch nicht überall anerkannt und werden manchmal schief angeschaut, gar belächelt. Immer noch gibt es Stimmen mit der Frage: «Wie will Frau das bloss schaffen?»

Von: Heike Eberle   Drucken Teilen   Kommentieren  

Heike Eberle

Heike Eberle, Jahrgang 1967, ist Unternehmerin und Beraterin. Seit fast 10 Jahren leitet sie die kaufmännischen Geschicke des familiengeführten Bauunternehmens. Als engagierte Dipl.-Betriebswirtin und Kommunikationstrainerin schlägt ihr Herz für die drei wichtigen Betriebssäulen KLR: Kommunikation (intern wie extern), Liquidität und Rentabilität. Sie führt, treibt an, hinterfragt und setzt sofort um – alles unkompliziert, zielstrebig und ergebniswirksam. Mit anderen Worten ausgedrückt: Die heutige Herausforderung besteht darin, das Unternehmen und sich selbst klug zu managen.

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben. Wir freuen uns, wenn Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel verfassen.
 
Kommentar schreiben

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben! Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte alle fett beschrifteten Pflichtfelder ausfüllen.
Zurücksetzen
 
Weibliche Führungsstärken

Weibliche Führungsstärken

Ich selbst bin Chefin in einer männerdominierten Welt und habe am eigenen Leib spüren dürfen, wie schwer es ist, an die Spitze eines Unternehmens zu gelangen. Immer noch muss eine Frau härter arbeiten, um ihren Mann zu stehen.

Gerade wegen diesen Hindernissen ist es an der Zeit, die weiblichen Führungsstärken herauszuarbeiten, worum es in diesem Artikel geht. Denn eines ist klar: In dem «War of Talents» trägt der weibliche Führungsstil zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil bei.

1. Kommunikative Kompetenz

Mancher Frau wird nachgesagt, komm doch auf den Punkt! Wer als Frau auf den Punkt kommen kann, also auf den Wesenskern der zu verkündeten Botschaft stösst, ist auf der Sieger-Führungsstrasse. Denn Frau trägt wertvolle kommunikative Schätze in sich. Sie kann mit ihrer Empathie, ihrem sechsten Sinn, Situationen schneller erfassen als ein Mann. Das hilft ungemein, wenn es zu einer brenzligen Konfliktsituation in einem Betrieb gekommen ist. Aussitzen ist das eine, miteinander sprechen und hinterher als Team wieder Bestleistungen erbringen, ist das andere.

Durch den sechsten Sinn kann eine Frau hinter die Fassade blicken. Sie erfasst und sieht Vieles anders. So bleibt es oft nicht bei dem oberflächlichen Geplänkel, bei der eine unzufriedene Grundstimmung zurückbleibt. Nein, sie fragt genau nach und hinterfragt, wenn ihre Intuition sie auffordert. So können die Standpunkte ausgetauscht werden, denn Frau ist an einer zufriedenstellenden Gesamtlösung interessiert.

«Führen heisst heutzutage nicht mehr befehlen, sondern seinen Mitarbeitern, seinen Kunden, seine Verhandlungspartnern zu dienen.»

2. Wertschätzung

Wertschätzung sehe ich als Währung des heutigen Führungsstils. Menschen wollen in ihrer Arbeit, in ihrem Tun angenommen werden. Sie wollen gut behandelt werden. Sie wollen gelobt werden. Sie wollen ein «Danke» hören, wenn Sie eine Extra-Meile für das Unternehmen gelaufen sind. Das läuft Frau grundsätzlich leichter über die Lippen. Sie ist von Natur aus weicher und trägt mehr Mitgefühl in sich. Sie kann sich in die Stimmungslage des Anderen versetzen und weiss meist genau, was der Andere braucht.

Mit Wertschätzung verringert sich der Widerstand im Gegenüber. Ich habe schon oft erfahren, wenn Menschen eine für sie nachteilige Botschaft erhalten, geschmeidiger reagieren, wenn sie mit Respekt und Wertschätzung angegangen werden.

Noch ein wichtiger Punkt: Wer wertschätzend angenommen wird, der fühlt sich im Unternehmen schneller aufgenommen. Er wird eher den Mund aufmachen, sich für das Unternehmen einsetzen und seine Ideen offen kundtun. Die Generation der Befehlsempfänger ist definitiv vorbei. Das Betriebsklima ist angenehmer und die Menschen arbeiten gerne in diesem Unternehmen. Bitte nicht falsch verstehen: Ein Schmusekurs soll daraus nicht werden, natürlich gehört es auch dazu, den Mitarbeitern Grenzen aufzuzeigen. Auch dies geht wertschätzend.

Anselm Grün bringt es auf den Punkt: Menschen zu führen, heisst nichts anderes, als in ihnen Leben zu erwecken. Wie Recht hat er, dieses Bild sollten wir uns täglich auf unseren Führungsmonitor holen.

«Mein Motto: Wertschöpfung durch Wertschätzung.»

3. Reflektionsfähigkeit

Eine Frau horcht in sich hinein, wenn etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Sie setzt sich hin und überdenkt eine Situation. Sie ist nah bei sich und analysiert, was sie besser machen kann. Dazu ist sie viel zu ehrgeizig, um Niederlagen einzustecken und kampflos aufzugeben.

Sie schmiedet Pläne für die Zukunft und zieht die Fäden im Hintergrund. Wenn sie sicher ist, dass alles perfekt ist, packt sie aus und geht an die Front.

So reflektiert sie auch mit ihren Mitarbeitern, holt dort Rat und Informationen ein, um sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Hier helfen ihr wieder ihre guten Kommunikations- und Wertschätzungsfähigkeiten.

Diese Fähigkeit hilft ihr und dem Unternehmen nicht still zu stehen, sondern ständig weiterzuentwickeln und zu wachsen. In einer schnelllebigen Zeit des sich ständig Neuerfindens ist das eine wichtige Führungsqualität.

«Reflektion ist die Fähigkeit über sich hinauszuwachsen.»

Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass Frau ihre weiblichen Anteile in einem überfüllten Alltag erhalten kann und sie sich in einer veränderten Arbeitswelt mit ihren Stärken durchsetzen vermag. Fakt ist, dass sie mit ihren weiblichen Führungsstärken die Attraktivität eines Arbeitgebers mit formt und zwar in Richtung nach oben.

Seminar-Empfehlung

Praxis-Seminar, 1 Tag, ZWB, Zürich

Vom Mitarbeiter zum Vorgesetzten

Führungskompetenz für angehende und neue Führungskräfte

Eine Führungsposition zu übernehmen, ist eine Herausforderung. So meistern Sie diese souverän: Lernen Sie in nur einem Tag die essenziellen Grundlagen und Werkzeuge der Führung kennen.

Nächster Termin: 20. Juni 2017

mehr Infos

Produkt-Empfehlungen

  • Führung kompakt

    Führung kompakt

    Der Impuls-Letter für die wirkungsvolle Führungskraft

    CHF 98.00

  • Persönlichkeit!

    Persönlichkeit!

    Schritt für Schritt entwickeln und entfalten

    Mehr Infos

  • Schwierige Führungssituationen

    Schwierige Führungssituationen

    Lösungsansätze für eine situative Führung

    Mehr Infos

Seminar-Empfehlungen

  • Praxis-Seminar, 1 Tag, ZWB, Zürich

    Vom Mitarbeiter zum Vorgesetzten

    Führungskompetenz für angehende und neue Führungskräfte

    Nächster Termin: 20. Juni 2017

    mehr Infos

  • Praxis-Seminar, 1 Tag, ZWB, Zürich

    Leistungsstarke Teams entwickeln

    Stärken und Synergien in Teams gezielt nutzen und fördern

    Nächster Termin: 14. September 2017

    mehr Infos

  • Praxis-Seminar, 1 Tag, ZWB, Zürich

    Persönlichkeitstraining: Grenzen überwinden

    Just do it – wie Sie schaffen, was Sie wollen

    Nächster Termin: 21. November 2017

    mehr Infos