21.11.2017

Weihnachtsfeier: 7 Tipps für eine motivierende Rede

Alle Jahre wieder kommt Weihnachten - und die Weihnachtsfeier. Als Vorgesetzter dürfen Sie zu diesem Anlass eine Rede halten. 7 Tipps verraten Ihnen, wie Sie Ihre Mitarbeiter mit Ihrer Rede fesseln und nachhaltig motivieren.

Von: Brigitte Miller   Drucken Teilen   Kommentieren  

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

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Ein jährliches Ritual zur Mitarbeitermotivation nutzen

Ein Zeitpunkt im Jahr beschert nicht allein die besten Umsätze, sondern auch ein wichtiges firmeninternes Ritual: Die Betriebsfeier zu Weihnachten. Obwohl solch ein Firmenevent erst einmal ein geselliges get-together darstellt, bei dem sich das Team ausserhalb des beruflichen Alltags erlebt, bietet gerade die Firmenweihnachtsfeier eine hervorragende Chance die Mitarbeitermotivation zu steigern – und zwar mit Ihrer Rede.

Mit Ihrer Rede können Sie gezielt wichtige Aspekte ansprechen, diese wieder in Erinnerung rufen und letztendlich im Gedächtnis der Mitarbeiter verankern:

  • Jahresrückblick. Das Geschäftsjahr neigt sich dem Ende zu. Beste Gelegenheit gemeinsam den Fokus auf Vollbrachtes zu richten.
  • Leistungen würdigen. Stärken Sie durch gezieltes Lob die Teamleistungen.
  • Problembewältigung hervorheben. Zeigen Sie auf, welche Probleme, Schwierigkeiten und Krisen gemeinsam gemeistert wurden. Weisen Sie dabei unbedingt auf die Lösungskompetenz des Teams hin.
  • Sich bedanken. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als diesen: Sprechen Sie allen im Team Ihren Dank aus.
  • Jahresvorschau. Wenden Sie auch den Blick nach vorne. Verknüpfen Sie das vergangene mit dem neuen Jahr. Schreiten Sie mental mit Ihren Mitarbeitern über die zeitliche Brücke des Jahreswechsels. Stimmen Sie sie auf neue Herausforderungen ein.

7 Tipps für Ihre Rede: Wählen Sie Worte, die motivieren

Geben Sie sich ausreichend Zeit, Ihre Rede vorzubereiten und zu verfassen. Auch als versierter Redner empfiehlt sich die mentale Einstimmung. Schliesslich wollen Sie einen zeitlichen Bogen von einem Jahr bewältigen. Damit dies gelingt, ohne die Rede ausufern zu lassen, heisst es: Sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Verschaffen Sie sich also erst einmal selbst einen Überblick.

Die folgenden Fragen bieten Impulse für Ihren Rückblick:

  • Wie ist das Jahr im Team, in der Abteilung und im Unternehmen verlaufen?
  • Welche Erfolge konnte das Team/Unternehmen verbuchen? Welcher Erfolg wurde durch welche Leistungen erreicht? Welche Ziele wurden verwirklicht? Was hat das Team konkret zu diesen Erfolgen beigetragen?
  • Welche Krisen – im Team oder im Unternehmen – gab es zu bewältigen? Wie ist dies gelungen? Was wurde daraus gelernt?
  • Welche Änderungen mussten von allen gestemmt werden? Wie wurde dies gemeinsam bewältigt?
  • Welche Ziele wurden für das neue Jahr festgelegt? Auf welchen Aspekt im Team – beispielsweise den Synergieeffekt – soll die Aufmerksamkeit gelenkt werden? Was soll jetzt wertgeschätzt werden und ins neue Jahr mitgenommen werden?

Listen Sie alles auf. Setzen Sie Prioritäten. Wählen Sie die Aspekte aus, die Sie in Ihrer Rede ansprechen möchten. Orientieren Sie sich an den folgenden Tipps für einen Aufbau, der fesselt und motiviert.

Tipp 1: Stets das Team nicht den Einzelnen loben

Bei einer betrieblichen Weihnachtsfeier sind alle versammelt. Das Team lauscht aufmerksam Ihren Worten. Jedes Lob, das ein einzelner Teamkollege erhält, wird registriert - und zwar mit Neid, Frust und wütenden Gedanken wie «Wie immer. Unser Liebling Huber bekommt mal wieder das Lob, während meine Leistungen, die auch zum Projekt beigetragen haben, als selbstverständlich angesehen werden.» Deshalb würdigen Sie stets das gesamte Team – beispielsweise:

«Jeder Einzelne von Ihnen hat mit seinen Leistungen in diesem Jahr zu unserem Erfolg beigetragen. Aber als Team waren Sie einfach unschlagbar. Beim Projekt ABC haben Sie Ihre Teamsynergie mehrfach unter Beweis gestellt …»

Tipp 2: Taten, Aktionen und Projekte priorisieren

Mit Ihrer Rede lenken Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Mitarbeiter. Obwohl ein Jahresrückblick meist eine zeitliche Abfolge anbietet, sollten Sie bei Ihrer Rede inhaltliche Prioritäten setzen. Wählen Sie aus Ihrer ersten getroffenen Auswahl der Jahres-Ereignisse Ihre drei Top-Highlights aus – unabhängig davon, wann diese im Laufe des Jahres stattfanden. Konzentrieren Sie sich auf diese in Ihrer Rede. Sprechen Sie aus, warum diese für das Team und für Sie so wichtig waren und sind – beispielsweise:

Wie jedes Jahr hatte auch dieses Jahr seine Tief- und Höhepunkte. Jeder Einzelne von Ihnen wird jetzt zweifelsfrei mühelos das eine oder andere Ereignis benennen können. Und jedes dieser Ereignisse war für uns als Team wichtig. Dennoch möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf drei Begebenheiten lenken, die meiner Meinung nach besonders wegweisend für uns alle waren:

Erstens das Projekt HJK. Ohja, ich höre wie einige aufseufzen. Und zwar zu Recht. Was hat uns das Projekt Nerven gekostet. Erst der Fehlstart, dann die ständigen inhaltlichen Änderungen gepaart mit neuen Kontrollkriterien, der dann entstandene Zeitdruck undundund. Sie wissen es nur zu gut. Und trotz allem: Sie haben es geschafft. Darauf dürfen Sie stolz sein – und zwar, weil Sie eine Teamressource besonders aktiviert haben: Ihre Kommunikation. Ohne Ihren permanenten, manches Mal fast penetranten Diskussionsbedarf hätten wir es nicht geschafft…»

Tipp 3: Lob für Leistungen – jeglicher Art

Würdigen Sie in Ihrer Rede nicht allein die aussergewöhnlichen Leistungen Ihres Teams. Lenken Sie ruhig den Blick von allen Mitarbeitern auch einmal auf die alltäglichen Arbeiten. Gerade in einem Jahr, in dem nichts Ungewöhnliches geschehen ist, loben Sie die Routineaufgaben, die Büroorganisation und den Kontakt zum Kunden - beispielsweise:

Weihnachten steht vor der Tür. Wieder ist ein Jahr vergangen. Und jeder von Ihnen wagt in diesen Tagen einen kurzen Rückblick – so wie ich. Solch ein Rückblick wirkt wie ein Scheinwerfer, der die einzelnen Wochen und Monate ausleuchtet. Wie schön ist es dann zu entdecken: Es gab keine Krisen, keine grossen Probleme oder Änderungen, die wir zu stemmen hatten. Nein, stattdessen Bekanntes und Vertrautes im Arbeitsverlauf, auch die eine oder andere Routineaufgabe. Alles in Allem ein rundum gutes Jahr. Und dies ist ein grosses Lob wert. Denn es zeigt eins: Mit Ihren Leistungen und Ihren Kompetenzen liefern Sie eine Top-Qualität…»

Tipp 4: Emotionale Aussagen erleichtern Identifikation

Der vorherrschende sachliche Kommunikationsstil transportiert zwar gut Fakten, stellt aber auch eine Distanz zum Inhalt her. Wählen Sie deshalb gezielt Wörter, als auch Metaphern, die Emotionen wecken und die Identifikation vereinfachen:

  • Worte wie begeistern, freuen, voller Zuversicht sein, vertrauen darauf, Vertrauen haben, mit Leidenschaft und Engagement, mit vollem Einsatz, tollkühn, gar verwegen war…
  • Metaphern und Bilder wie Wir haben an einem Strang gezogen, wir sitzen in einem Boot, Sie sind in der Krise über sich hinausgewachsen, Sie haben den Stier bei den Hörnern gepackt.

Tipp 5: Präzise Beispiele einflechten

Allgemeine Lobeshymnen schmeicheln der Seele und dem Selbstwertgefühls des Mitarbeiters. Geben Sie jedoch lieber konkrete Beispiele. Benennen Sie welche Leistungen Sie warum besonders würdigen – und zwar aus drei Gründen:

  1. Bessere Verankerung. Durch präzise Aussagen werden positiv-gewertete Taten fassbarer und realer. Beim Mitarbeiter entsteht augenblicklich ein inneres Bild, das viel leichter im Gehirn abgespeichert werden kann.
  2. Fokus lenken. Heben Sie auf diese Weise die Leistungen hervor, die nicht allein für dieses Jahr wichtig waren, sondern auch im kommenden, neuen Jahr eine wesentliche Rolle spielen werden.
  3. Bedeutung aufzeigen. Konkrete Beispiele würdigen zum einen wichtige Team-Erfolge. Zum anderen lassen sich durch konkrete Beispiele Fähigkeiten und Kompetenzen des Teams beleuchten, die entscheidend zu diesem Erfolg beigetragen haben. Bieten Sie dem Mitarbeiter die Möglichkeit sich zu erinnern, welche Fähigkeiten Sie meinen.

Tipp 6: Mit dem ersten Satz packen

Fesseln Sie Ihr Team mit Ihrer Rede von Anfang an. Verlassen Sie dabei ruhig die gewohnten Pfade der Einleitungen. Seien Sie mutig. Seien Sie provokativ. Seien Sie witzig. Alles, fast alles – ausser Vorwürfen, Abwertungen und Gemeinheiten - ist erlaubt – beispielsweise:

  • «Oh, Schreck. Auch noch eine Rede. Nun Sie dürfen sich von Ihrem Schreck schnell erholen. Denn ich will jetzt über jemanden ganz besonderen reden: Über Sie. Ein Team …»
  • «Hoch die Gläser. Auf was stossen wir an? Ich sage es Ihnen. Auf Sie. Als Team haben Sie in diesem Jahr…»
  • «Besinnliche Weihnachten wünschen wir uns jedes Jahr. Deshalb kommen wir jetzt alle einmal zur Besinnung. Besinnen wir uns auf das, was Sie als Team so stark macht…»

Tipp 7: Mit den Worten des Dankes anstossen

Fassen Sie in Ihrem Schlusssatz Ihr Lob in einem Wort zusammen: Sagen Sie «Danke». „Ich erhebe jetzt mein Glas auf Sie alle. Danke für Ihre Arbeit. Danke für Ihre Leistungen. Danke für Ihren Teamgeist und Ihre hervorragende Zusammenarbeit. Ihnen allen ein Prosit … und eine fröhliche Weihnachtsfeier, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.»

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