30.10.2018

Network: 3 Tricks, wie Sie auf Konferenzen und Co in Kontakt kommen

Konferenzen und Co bieten eine ideale Plattform fürs Networking. Doch mit Fremden in Kontakt zu kommen, fällt oft schwer. 3 Tricks helfen weiter.

Von: Brigitte Miller  DruckenTeilen Kommentieren 

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

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Vernetzt sein in einer vernetzten Welt – nicht immer einfach

Networking ist nichts Neues. Netzwerke gab es schon immer. Heutzutage haben sich allerdings wunderbare Dimensionen eröffnet: Via Social Media und dem Internet steht uns die Welt offen. Meist reicht dann ein Post oder ein Tweet und die Zahl der Freunde und Follower steigt. Das Netzwerk wächst so mit einem Mausklick. – mühelos und ohne zu fremdeln.

In der realen oder der analogen (falls der Begriff analog als passender empfunden wird) Welt verläuft aber das Networking nicht immer so reibungslos. Der Mensch, dem Sie auf einem Workshop, der Messe oder einer Konferenz begegnen, ist für Sie ein Fremder. Und Sie sind für ihn eine fremde Person. Diese Fremdheit baut Barrieren auf. Allein sichtbar wird die Barriere schon durch die Körpersprache: wenig Blickkontakt, kaum ein Lächeln und der wichtige Sicherheitsabstand zur nächsten Person. Plötzlich ist es gar nicht mehr so einfach, neue Freunde zu gewinnen und zu networking.

3 Gründe, warum es so schwerfällt – und erste Lösungstricks

Das Fremdsein in der analogen-realen Welt ist erst einmal ein Fakt. Akzeptieren Sie ihn. Akzeptieren Sie auch, dass es Ihnen manches Mal schwerfällt, mit „Wild-Fremden“ ins Gespräch zu kommen. Denn es gibt gute Gründe, warum dies so ist.

Grund 1: Gefahr bannen

Mit Fremden in  Kontakt zu kommen, ist schwer. Einfach, weil die mentale innere Schranke so hoch gelegt ist. Von Kindesbeinen wird jedem eingetrichtert: «Sprich nicht mit Fremden» oder «geh nicht mit Fremden mit». Eine verständliche Aussage, die vor Gefahren schützen soll.

Erste Lösungstricks:  

  • Verankerung. Sie sind jetzt erwachsen. Sie können Gefahren, die von fremden (oder auch bekannten) Menschen ausgehen kann, viel besser einschätzen.
  • Gefahrensignale benennen. Gefahr ist nicht gleich Gefahr. Ein Fremder muss Sie nicht körperlich angreifen, um eine Gefahr darzustellen. Ein Fremder kann Sie auch zurückweisen – dies ist auch eine Gefahr und zwar eine emotionale, der jeder aus dem Weg gehen will. Deshalb benennen Sie für sich «Gefahrensignale» wie Lächelt nicht zurück oder wendet sich ab. Solche non-verbalen Signale weisen auf ein momentanes Desinteresse hin. Suchen Sie dann lieber Kontakt mit einem freundlich-gestimmten Fremden.

Grund 2: Wenig Übung im Ansprechen

Durch dieses Eintrichtern «Sprich nicht mit Fremden» haben Sie es nicht geübt. Punkt. Ihnen fehlt einfach die nötige Übung. Sonst nichts. Dies dürfen Sie jetzt nachholen. Tun Sie es, ohne dabei in Stress oder ins Schwitzen zu geraten.

Erste Lösungstricks:  

  • Üben, üben, üben. Übungssituationen gibt es mehr als Sie denken – Sie müssen also nicht erst auf die nächste Messe warten, um mit Fremden ins Gespräch zu kommen. Wie wäre es in der Schlange an der Kasse? Oder im Pub an der Theke? Oder mit dem Sitznachbar auf der Zuschauertribüne beim Eishockeyspiel? Oder an der Haltestelle? Überall gibt es Fremde, mit denen Sie ins Gespräch kommen können.
  • Einen Aufhänger finden. Ins Gespräch kommen. Tja, wie denn das? Small-talken Sie übers Wetter, die Verspätung der Bahn, den letzten oder bevorstehenden Volksentscheid, Sport oder ein Event, das jeden erfreut oder nervt.

Grund 3: Der Herdeninstinkt

Sie kennen es. Sie machen es selbst. Ob auf Konferenzen oder an der Bushaltestelle, sobald Sie jemanden kennen, wird sich zusammengefunden – und abgeschirmt gegen den Rest der Welt. Der Herdeninstinkt schlägt zu. Als Fremder und Aussenstehender ist es dann besonders schwer, diese «Mauer» zu durchbrechen. Probieren Sie es dennoch.

Erste Lösungstricks:  

  • Der freie Platz am Tisch. Bei Konferenzen ist es ja typisch, für die Teilnehmer in den Pausen Stehtische zu platzieren. Steuern Sie den an, an dem Sie für sich interessante «Fremde» entdecken. Stellen Sie sich mit dem Spruch «Hier ist ja noch ein freies Plätzchen für mich» dazu, auch wenn es noch ganz viele freie Stehtische gibt.
  • Anrempeln. Suchen Sie Körperkontakt, aber bitte ohne dabei das Wasserglas zu verschütten. Rempeln Sie jemanden in der „Herde“ im Vorbeigehen ganz leicht an. Dies unterbricht den «Herdeninstinkt». Es wird sich Ihnen sofort zugewendet. Entschuldigen Sie sich – und kommen Sie so ins Gespräch mit dem jeweiligen und über ihn mit der Gruppe.

3 Tricks, wie Sie auf Konferenzen und Co in Kontakt kommen

Dank der obigen Tricks ist die erste Barriere überwunden. Sie haben einen Erstkontakt hergestellt. Wunderbar. Nur, fürs Networking dürfen Sie noch einen Schritt weitergehen. Sie dürfen den Erstkontakt vertiefen – damit Sie den Fremden als Freund in Ihr Netzwerk einbinden können. Mit den folgenden Tricks gelingt Ihr Networking spielerisch.

Trick 1: Den anderen vorstellen

Denken Sie daran: Ihrem «fremden» Tischnachbar geht es wie Ihnen. Er kennt kaum jemanden, möchte aber mit anderen ins Gespräch kommen. Deshalb helfen Sie sich gegenseitig.

Ziel dieses Tricks ist: Sie stellen Ihren Gesprächspartnern anderen Teilnehmer auf der Konferenz vor.

  • Sich vorstellen. Erzählen Sie ein wenig über sich, d.h. für welches Unternehmen Sie in welcher Funktion arbeiten; weshalb Sie an der Konferenz teilnehmen; mit welchen Fragen Sie sich beschäftigen usw.
  • Profil erfragen: Bitten Sie schliesslich Ihren Gesprächspartner, ein wenig über sich mitzuteilen.  
  • Den Gesprächspartner vorstellen. Nachdem jeder ein wenig über den anderen erfahren hat, gehen Sie zusammen zu einer anderen Gruppe. Suchen Sie mit den Worten «Wir möchten uns Ihnen gegenseitig vorstellen…» Anschluss . Bereits diese Eröffnung wird Ihnen die Aufmerksamkeit sichern. Erzählen Sie dann, was Sie über Ihren Gesprächspartner erfahren haben «Darf ich Ihnen, Herr…. vorstellen. Herr… arbeitet bei der Musterfirma…» Im Anschluss wird Ihr Gesprächspartner Sie in die Runde einführen.

Trick 2: Kontaktpersonen herausfiltern

Manchmal fällt es schwer, in Kontakt zu treten, weil es zu viele unbekannte Personen gibt. In der Menge all der Teilnehmer fühlen Sie sich vielleicht ein wenig verloren. Wen sollen Sie jetzt herauspicken und ansprechen? Bauen Sie deshalb einen «Filter» ein. 

Ziel dieses Tricks ist: Individuelle Merkmale zu bestimmen, nach denen Sie Ihre Kontaktpersonen auswählen.

  • Nach Nationalitäten. Ist die Messe oder die Konferenz international besucht, wählen Sie diesen Filter. Suchen Sie nach Personen, die eine andere Nationalität haben. Kriterien für den Filter sind Hautfarbe, Sprache oder einfach der Name auf dem Namensschild. «Sind Sie aus den USA? Was führt Sie zu dieser Konferenz?»
  • Nach Aussehen. Jetzt kommen alle Personen in Frage, die beispielsweise blonde Haare haben oder eine Brille tragen. Als Einstieg dient dieser Filter zwar weniger, ausser Sie wollen mit der Frage «Ist dies eine Dolce & Gabbana-Brille?» punkten. Deshalb überlegen Sie sich eine Alternativ-Frage wie «Was hielten Sie von dem Vortrag?»

Trick 3: Gastgeber spielen

Nun gegessen wird immer – auch auf Konferenzen oder Workshops. Beste Gelegenheit fürs Networking. Allerdings wird diese kaum genutzt. Vielleicht wird sich kurz mit Händedruck vorgestellt, bevor sich an den Tisch gesetzt wird. Oder Sie unterhalten sich mit Ihrem Tischnachbarn. Schade. Denn all die anderen, die mit am Tisch sitzen, lernen Sie auf diese Weise nicht kennen.

Ziel dieses Tricks ist: Nehmen Sie die Rolle des Gastgebers ein und moderieren Sie eine Vorstellungsrunde.

  • Alle zur Ruhe kommen lassen. Warten Sie einige Minuten, bis Sie sich als freiwilligen «Gastgeber» outen.
  • Aufmerksamkeit erlangen. Schlagen Sie Ihr Messer oder Ihre Gabel sanft gegen Ihr Glas. Dieses Ritual kennt jeder. Alle werden die eigenen Tischgespräche unterbrechen und Sie erwartungsvoll ansehen.
  • Absicht erläutern. Klären Sie die Tischrunde auf. «Wir haben uns zwar kurz per Namen vorgestellt, aber mehr wissen wir nicht voneinander. Deshalb möchte ich gerne in die Rolle des Gastgebers schlüpfen, um an unserem Tisch ein wenig das Eis zu brechen, damit wir alle miteinander ins Gespräch kommen.  Sind Sie damit einverstanden?»
  • Beginnen Sie zuerst. Um den Bann zu brechen, stellen Sie sich selbst kurz vor. Übergeben Sie dann die imaginäre Staffel an Ihren Nachbarn zur rechten oder zur linken. Alternativ: Erzählen Sie, warum Sie zur Konferenz gekommen sind. Stellen Sie schliesslich eine Frage an die Runde z.B. «Was interessiert Sie am heutigen Thema besonders?»
  • Moderieren nicht vergessen. Achten Sie darauf, dass jeder am Tisch auch zu Wort kommt.

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