21.03.2017

Erfolgreiche Geschäftsbriefe: 3 Tipps, um mit dem letzten Satz punkten

Der letzte Satz im Brief ist kein Platz für Floskeln. Machen Sie den Leser lieber neugierig. Fordern Sie ihn auf. Sprechen Sie ihn persönlich an.

Von: Brigitte Miller   Drucken Teilen   Kommentieren  

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

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Der «verfluchte» letzte Satz im Brief

Alles ist gesagt (natürlich aufgeschrieben). Das Anliegen des Kunden oder des Geschäftspartners beantwortet. Alle Fakten stimmen. Alle relevanten Daten sind aufgeführt. Und jetzt – jetzt könnte eigentlich nach dem letzten Absatz schon «Mit freundlichen Grüssen» eingetippt werden.

Aber nein, so einfach geht es nicht. Ein letzter Satz muss her – als Übergang, als Bindeglied und krönenden Abschluss. Nur Gescheites will nichts einfallen, bloss

  • eine Floskel. «Ich grüsse Sie ganz herzlich…» obwohl die Grussworte sich ja anschliessen.
  • eine Wiederholung. «Ich melde mich dann am Dienstag bei Ihnen…», obwohl dieser Fakt schon im Absatz zuvor erwähnt wurde.

Ein Jammer. Denn der letzte Satz ist ein wichtiger Baustein in Ihrer geschäftlichen Korrespondenz.

Der «gesegnete» letzte Satz

Ihre letzten Worte beenden Ihren Brief. Und Ihr letzter Satz prägt sich besonders ein, weil er – ganz richtig - zuletzt gelesen wird. Ein Fakt, der ins Bewusstsein rücken darf. Überlegen Sie für einen Moment:

  • Mit welchem Inhalt wollen Sie sich vom Empfänger Ihres Geschäftsbriefes verabschieden?
  • Welchen gedanklichen Impuls wollen Sie beim Leser aktivieren?
  • Welche Informationen wollen Sie zum Schluss unbedingt im Gedächtnis des Empfängers verankern?
  • Auf was wollen Sie hinweisen und aufmerksam machen?
  • Welche Reaktionen sollen Ihre letzten Worte beim Kunden oder Geschäftspartner auslösen?
  • Worüber darf er sich freuen?
  • Was sollte er sich vormerken?
  • Was soll er nun nach dem Lesen Ihres Briefes tun?

Ihre gedankliche Bewegung, hervorgerufen durch die Fragen, hat sicherlich erste Ideen für den letzten Satz freigesetzt. Leicht lässt sich jetzt erkennen: Der letzte Satz entpuppt sich als wahrer Segen. Einen Segen, den Sie leicht selbst aktivieren können.

3 Tipps für einen gelungenen letzten Satz

Machen Sie sich mit den Tipps vertraut. Wenden Sie sie an – einzeln oder kombiniert. Es ist Ihr Briefabschluss. Variieren Sie ihn. Passen Sie ihn an den Inhalt und – ganz wichtig – an die Beziehung, die zum Empfänger besteht, an. Für einen Stammkunden werden Sie zweifelsfrei andere Worte in Ihrem letzten Satz finden, als für einen Neukunden. Deshalb experimentieren Sie. Setzen Sie Ideen für einen gelungenen letzten Satz frei. Und beginnen Sie, mit Ihrem letzten Satz beim Empfänger noch mehr als bisher zu punkten.

Tipp 1: Auffordern

Laden Sie den Leser zum Schluss ein, aktiv zu werden. Mit einer Aufforderung gelingt dies spielend:

  • Rufen Sie mich an.
  • Kommen Sie vorbei.
  • Besuchen Sie unsere Frühlingsausstellung.
  • Begutachten Sie die neuen Produkte ab ….
  • Senden Sie das Formular unterschrieben zurück.
  • Überzeugen Sie sich in unseren Ausstellungsräumen selbst.
  • Seien Sie Gast an unserem Messestand.
  • Informieren Sie sich auf unserer Homepage über aktuelle Änderungen…
  • Geben Sie uns Feedback, wie Ihnen das Produkt gefällt. Mit unserem Online-Feedback-Formular auf unserer Homepage dauert es nur eine Minute.

Tipp 2: Informieren

Bieten Sie dem Empfänger im letzten Satz Zusatzinformationen. Machen Sie ihn neugierig auf das Unternehmen, seine Produkte und Dienstleistungen. Binden Sie ihn so über die eigentliche Aussage des Briefes an das Unternehmen. Denn mit solchen Zusatzinformationen wecken Sie sein Interesse, sich weiter mit Ihnen zu beschäftigen.

  • Übrigens am … feiern wir unser 10jähriges Firmenjubiläum mit einem grossen Event. Merken Sie sich den Termin vor. Sie sollen schliesslich mit uns gemeinsam anstossen.
  • Kennen Sie schon unseren Newsletter? Gefüllt mit Tipps, Neuigkeiten und informativen Berichten hält er sie über die Produkte auf dem Laufenden. Einfach anmelden unter…
  • Noch ein Hinweis in eigener Sache: Vom … bis … bin ich im Urlaub. Am … erreichen Sie mich wieder – und zwar in neuer Frische.
  • Zum Schluss noch eine Information, die für Ihren Betrieb interessant sein dürfte. Die Kammer bietet am Samstag einen kostenlosen Workshop zum Thema „Social Marketing“. Vielleicht sehen wir uns ja? Würde mich freuen.

Tipp 3: Persönlich wertschätzen

Zu jedem Stammkunden liegen Ihnen eine Menge an Daten und Kenntnisse über die Person vor. Ob er nun in Urlaub fährt oder eine Weiterbildung gemacht hat. Ob er sich von einer Krankheit erholt hat. Zeigen Sie ihm Ihre Wertschätzung. Knüpfen Sie im letzten Satz Ihres Briefes an diese Kenntnisse an. Verabschieden Sie sich mit Worten, die die Person des Empfängers betreffen.

  • Bleiben Sie gesund.
  • Für Ihren Urlaub in Portugal wünsche ich Ihnen viel Sonne, Erholung und Spass.
  • Die neuste CD von Lang Lang gibt es im Handel. Haben Sie schon mal online reingehört?


Doch auch bei Neukunden ist eine persönliche Note am Ende des Briefes machbar.

  • Der Sommer steht vor der Tür. Ihnen wünschen wir schöne, warme Tage.
  • Zu guter Letzt: Halten Sie mal inne. Jetzt ist ein guter Moment.
  • Geniessen Sie das Wochenende. Die Sonne soll ja lachen.

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