21.11.2017

Konzentration: 7 Tricks, wie Sie Störfaktoren beim Schreiben ausschalten

Das Telefon klingelt. Der Kollege fragt etwas nach. Jemand lacht laut. Störfaktoren ohne Ende. Konzentriertes Schreiben scheint unmöglich zu sein. Machen Sie es möglich. Schalten Sie die Störfaktoren aus – so gut es geht.

Von: Brigitte Miller   Drucken Teilen   Kommentieren  

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

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Ein Proustsches Zimmer ist in weiter Ferne

Damit er schreiben konnte, zog sich Marcel Proust in sein Zimmer zurück. Ein Zimmer, das mit Korkplatten ausgekleidet war und jegliche Störung von draussen abhielt. Ein Hafen der Ruhe und Stille. Hier konnten sich die Worte und Sätze ungestört den Weg an die Oberfläche bahnen.

Solch eine Schreiboase ist für Sie der reinste Luxus. Ihr Umfeld sieht ein wenig anders aus: Ein Büro, das Sie sich mit anderen Kollegen teilen. Telefone, die viel zu oft klingeln. E-Mails, die aufpoppen. Kunden, die vorbeischauen. Vorgesetzte, die etwas wollen. Strassenlärm, Unterhaltungen, Gedudel vom Radio bzw. iPhone.

Ein ganz gewöhnlicher Schreiballtag. Ein Schreiballtag, den Sie allerdings positiver für sich gestalten können. Denn Störfaktoren stören zwar – keine Frage -, lassen sich aber auch verändern. Finden Sie jetzt viele Möglichkeiten, sich von Ihren Störfaktoren nicht länger stören zu lassen.

Störfaktoren erfolgreich ausschalten durch Konzentration: 7 Tricks

Der eine oder andere Störfaktor lässt sich «einfach» abstellen. Die Mailbox beim Telefon aktivieren und schon ist es leise. Oder die Bürotür schliessen, um den Lärm von draussen auszusperren. Ein guter und wichtiger Ansatz, der Erleichterung beschert – und auch das Erfolgserlebnis «Ich kann etwas bewirken und kontrollieren».

Oft reicht aber dieser Ansatz nicht aus. Leider. Die Störfaktoren stören weiter, weil diese nicht komplett aus dem Berufsalltag und Ihrem Arbeitsumfeld verbannt werden können. Frustrierend, keine Frage. Es gibt aber den einen oder anderen Trick, der hier Abhilfe schafft. Damit Sie schnell wieder zum Schreiben kommen.

Trick 1: Typische Störfaktoren benennen

Stellen Sie sich jetzt einmal konkret die Frage «Was stört Sie denn beim Schreiben?» Notieren Sie alles, was Ihnen spontan einfällt. Sensibilisieren Sie sich für die Faktoren, die Sie persönlich stören (Ihr Kollege nennt zweifelsfrei andere!). Erstellen Sie anschliessend eine Top-10-Liste Ihrer ganz persönlichen Störfaktoren. Durch diese Priorisierung erkennen Sie, welche Punkte Sie unbedingt «ausschalten» müssen, um konzentriert arbeiten zu können.

Trick 2: Lösungen zum Abstellen freisetzen

Widmen Sie sich Ihrer Top-10-Liste. Überlegen Sie,

  • wie Sie bisher mit diesem Störfaktor umgegangen sind.
  • wie gut sich mit der vergangenen Lösung dieser störende Einfluss ausschalten liess.
  • welche Ideen Sie jetzt freisetzen, um zukünftig weitere Optionen zur Handhabung der störenden Situation vorliegen zu haben.

Notieren Sie sich Ihre Einfälle. Wenden Sie diese beim nächsten Mal an. Werten Sie regelmässig Ihre Erfahrungen aus, um zu erkennen, was funktioniert und was nicht.

Trick 3: Die «Flucht» ergreifen

Erlauben Sie sich, einen Ort der Ruhe aufzusuchen: Den Konferenzraum, ein leeres Büro, die Kantine, Ihr Auto oder das Café um die Ecke. Jeder Ort, an dem Sie so ungestört wie möglich schreiben können, ist geeignet. Sprechen Sie Ihr Bedürfnis mit Ihrem Vorgesetzten ab. Klären Sie ihn auf – falls es Einwände gibt -, dass der Bericht oder die Präsentation Ihre volle Konzentration benötigt. Und Ihr Büro Ihre Konzentration torpediert.

Trick 4: Kurze Schreibintervalle

Planen Sie extrem kurze Schreibzeiten ein: Von 5 Minuten bis maximal 15 Minuten. Also Zeitspannen, in denen in der Regel keine Störung auftritt bzw. die Störfaktoren komplett gebannt werden können (es ist ja mal okay, 5 Minuten oder 15 Minuten das Telefon auf stumm zu stellen, ohne das die Welt zusammenbricht). Dank des konzentrierten Schreibens ist Ihr Output, trotz der kurzen Zeitspanne, hoch – garantiert.

Trick 5: Überschriften zum «Wieder»-Einstieg

Überschriften strukturieren den Inhalt. Überschriften setzen Schwerpunkte – für den Leser und Sie selbst. Als «Wieder»-Einstieg nach einer Unterbrechung dienen diese hervorragend Ihrer Fokussierung auf das Thema. Deshalb formulieren Sie Überschriften, die Sie zum Schreiben anregen.

Trick 6: Gegen das Vergessen Stichworte notieren

Ein Störfaktor stört ja nicht allein. Nein, völlig überraschend bricht er über Sie und Ihr konzentriertes Arbeiten herein. Die Folge: Sie werden aus Ihren Gedanken und Ihrem Schreibfluss gerissen. Der mühsam mental formulierte Satz verflüchtigt sich – beispielsweise mit jedem weiteren Klingeln des Telefons.

Halten Sie in solchen kritischen Momenten Ihre Ideen, Formulierungen und Gedanken schnellstmöglich fest. Notieren Sie sich aussagekräftige Stichworte, an die Sie anschliessend anknüpfen können.

Trick 7: Geschriebenes lesen oder Passagen neu eintippen

Ihre Konzentration ist dahin. Das Lachen des Kollegen hat Sie aus Ihren Gedanken gerissen. Erleichtern Sie es sich, wieder in Ihren Schreibfluss zu finden. Lesen Sie Ihren Text durch. Oder Sie tippen die letzten beiden Absätze erneut ein (kein Copy + Paste). Dadurch setzen Sie sich mental mit Ihren Gedankengängen auseinander – und wie von selbst fliessen neue Textpassagen aus Ihnen heraus.

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