27.02.2018

Trauerrede: 4 Tipps für das Verfassen einer Traueransprache

Ein Geschäftspartner stirbt. Ein Mitarbeiter verunglückt. Sie wollen dem Verstorbenen in einer Trauerrede gedenken. Schreiben Sie Ihre Traueransprache auf – damit Sie beim Vortragen nicht von Emotionen überwältigt werden und vergessen, was Sie sagen möchten.

Von: Brigitte Miller  DruckenTeilen Kommentieren 

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

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Tröstende Worte finden

Auch die Geschäftswelt ist nicht davor gefeit: Den Tod eines Menschen zu beklagen. Schnell kann es passieren. Ein Unfall im Betrieb oder auf dem Weg nach Hause. Manches Mal ist es aber ein langer Kampf, bis die Krankheit am Ende «siegt» und der Kollege, Mitarbeiter oder Geschäftspartner stirbt. Die Trauer überwältigt – und macht sprachlos, gar hilflos.

Vielleicht will man sich auch gar nicht weiter mit der Trauer befassen. Verdrängung ist angesagt. Doch jeder benötigt eine Zeit für den Abschied. Nicht allein die nahen Angehörigen des Verstorbenen, auch Sie selbst, Ihre Mitarbeiter, das Team. Ein Abschied, der zu allererst mit Kondolenzschreiben begleitet wird. Doch auch eine Trauerrede auf der Beerdigung oder der Trauerfeier gehören dazu. Finden Sie für Ihre Traueransprache tröstende Worte.

Eine Trauerrede schreiben: 4 Tipps, wie Sie tröstende Worte für Ihre Traueransprache finden

Geben Sie sich für das Verfassen Ihrer Traueransprache ausreichend Zeit. Oft ist es auch sinnvoll, Ihre Trauerrede in Etappen zu schreiben. Gerade, wenn es jemand war, der Ihnen (sehr) nahe stand, kann das Schreiben Ihrer Rede starke Emotionen auslösen.

Tipp 1: Den Lebenslauf ins Visier nehmen

In jeder Trauerrede wird das Leben des Verstorbenen gewürdigt. Im Falle des Geschäftspartners oder Mitarbeiters richten Sie Ihren Fokus natürlich auf den beruflichen Werdegang – also all die Jahre, in denen er Ihnen und Ihrem Unternehmen zur Seite stand oder für Sie gearbeitet hat. Notieren Sie zu den einzelnen Stationen Stichworte, die Sie später in Ihrer Trauerrede aufgreifen möchten:

  • Eintritt in Ihr Unternehmen
  • Funktion zum Beginn seiner Einstellung
  • Werdegang
  • Fortbildungen und Weiterbildung
  • Aufgaben und Projekte
  • herausragende berufliche Fähigkeiten
  • herausragende berufliche Ereignisse
  • Charakterzüge, mit denen er im Beruf gepunktet hat (z.B. Empathie, Zuversicht, guter Schlichter)
  • Engagement und/oder Ämter in und ausserhalb des Unternehmens (z.B. Betriebsrat, Gewerkschaft, Vorsitzender des Berufsverbandes)

Tipp 2: Die Anrede kurz halten

Nennen Sie in der Anrede immer nur einen Familiennamen – maximal zwei. Alles andere wird zu langatmig. Gerne können Sie dem Familiennamen, eine allgemeine Anrede folgen lassen – beispielsweise:

  • «Liebe Familie…, liebe Trauergäste…»
  • «Liebe Familie…, liebe Trauergäste…»

Tipp 3: Nutzen Sie Formulierungshilfen

Erleichtern Sie sich das Verfassen Ihrer Traueransprache. Es gibt für die unterschiedlichen Themenblöcke viele Formulierungen, die sich verwenden lassen.

 

Formulierungshilfen
Bei einem plötzlichen oder gewaltsamen Ende
  • Er wurde aus dem Leben gerissen.
  • Plötzlich blieb sein Herz stehen.
  • Er ist zu Tode/ums Leben gekommen.
  • Er ist seinen Verletzungen erlegen.
  • Er ist ertrunken/tödlich verunglückt/verbrannt.
  • Er ist zum Opfer von … geworden.
  • Er wollte helfen und kam bei der Explosion selbst ums Leben.
Bei schwerer Krankheit
  • Leider hat … schon seit vielen Monaten mit dieser schweren Krankheit leben müssen. Immer wieder gab es Momente der Hoffnung. Doch alle Anstrengungen der Ärzte konnten ihn nicht heilen.
  • Er hatte den Kampf aufgenommen. Nichts liess er unversucht, um den Krebs zu besiegen. So kannten wir ihn alle: Mutig, sich den Schicksalsschlägen stellend.
Zur Beschreibung des Lebewohls
  • Er durfte friedlich einschlafen/hinübergehen.
  • Er ist von uns gegangen.
  • Er hat uns verlassen.
  • Er hat uns verlassen.
  • Er ist von der Bühne des Lebens abgetreten.
  • Er wurde nun erlöst.
  • Wir wollen ihn auf seinem letzten Weg begleiten.
  • Wir wollen ihm die letzte Ehre erweisen.
Um die Trauer auszudrücken
  • Wir sind erschüttert/betrübt/bestürzt/entsetzt.
  • Ich kann es noch immer nicht fassen.
  • Mit grosser Betroffenheit erfuhr ich von seinem plötzlichen Tod. Zuerst wollte ich es nicht glauben.
  • Wir werden ihn alle sehr vermissen.
  • Er hinterlässt eine grosse Lücke.
  • Wir sind heute zusammengekommen, weil wir den Tod von … betrauern.

Um Hoffnung zu vermitteln

  • Sein Lebenskreis hat sich geschlossen.
  • Er ist jetzt erlöst von den Qualen seiner Krankheit.
  • Die letzte Seite im Buch seines Lebens ist jetzt geschrieben.
  • Sein Lebensweg ist vollendet.
  • Er hat seine sterbliche Hülle abgelebt, …und sein Geist lebt in uns allen weiter oder …und seine Seele ging zu Gott.

Tipp 4: Zitate für den Anfang

Beginnen Sie Ihre Traueransprache mit einem Zitat. Oder betten Sie die Worte grosser Philosophen in Ihre Rede mit ein. Beziehen Sie sich auf Dichter, um dem Schmerz Ausdruck zu verleihen, aber auch so manche Hoffnung zu wecken.

 

Zitate für die Trauerrede
Thomas CarlyleDas, was wir Tot nennen, ist in Wahrheit der Anfang des Lebens.
J.W. GoetheWas man tief im Herzen besitzt, kann man durch den Tod nicht verlieren.
Stefan ZweigNiemand ist fort, den man liebt; Liebe ist ewige Gegenwart.
Emmanuel GeibelWenn etwas ist, gewaltiger als Schicksal, so ist es der Mut, der es unerschütterlich trägt.
Jean de la FontaineAuf den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit dahin.
Immanuel KantDen Tod fürchten die am wenigsten, deren Leben den meisten Wert hat.
Albert SchweitzerWas ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.
Nikolaus LenauWenn wir aus dieser Welt durch Sterben uns begeben, so lassen wir den Ort, wir lassen nicht das Leben.

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