18.05.2020

Informationsfluss im Unternehmen: Unternehmenskommunikation

Jeder Mitarbeiter muss zum richtigen Zeitpunkt die notwendige Information haben, um seine Aufgaben bewältigen zu können. Der Mitarbeiter hat das legitime Bedürfnis, über die absolut notwendige Arbeitsinformation hinaus, den Zusammenhang seiner Arbeit mit den übergeordneten Zielen zu erkennen. Dies bedeutet, dass die rein funktionsbezogene "Muss-Information" mit einer menschlich notwendigen "Wunsch-Information " verknüpft sein sollte.

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Informationsfluss im Unternehmen

Nicht oder schlecht motivierter Informationsfluss im Unternehmen erzeugt unmotivierte Mitarbeiter

Andernfalls wird ein fragmentarisch informierter Mitarbeiter immer mehr über immer weniger wissen, vereinsamen und letztlich in seiner Tätigkeit keinen Sinn erkennen. Überspitzt gesagt: Nicht oder schlecht motivierter Informationsfluss im Unternehmen erzeugt unmotivierte Mitarbeiter. Die Mitarbeiter sollen durch erweiterte Informationen (etwa die plausible Begründung für eine Arbeit) zum Mitdenken gebracht werden und komplexe Zusammenhänge erkennen können.

Andererseits darf ein Mitarbeiter nicht in einem unübersehbaren Informationsfluss im Unternehmen ertrinken. Ein Vorgesetzter muss aus der Fülle an vorhandenen Informationen jene auswählen, die dem Mitarbeiter nützen und bei der Arbeit förderlich sind. Er muss sich fragen:

  • Welche Informationen sind für welche Mitarbeiter wichtig?
  • Ist es notwendig, diese zu gliedern (in Teilinformationen zu zerlegen)?
  • Ist die Information wichtig genug, um überhaupt weitergegeben zu werden?
  • Ist jetzt der richtige Zeitpunkt? Könnte sie nicht vielmehr zu einem späteren Zeitpunkt mit anderen Informationen gekoppelt werden?
  • Ist sie dem Empfänger angepasst und verständlich?
  • Widerspricht die Information einer früheren?

Kommunikationsklima

Falls Sie die Mehrzahl der folgenden Fragen guten Gewissens klar bejahen können, dann herrscht in Ihrer Firma ein gutes Kommunikationsklima. Jedes "Nein" zeigt Ihnen, wo Verbesserungspotential liegt:

  • Bleibt im Arbeitsablauf ausreichend Zeit für Mitarbeitergespräche?
  • Sind strukturelle Voraussetzungen vorhanden (regelmässige Abteilungsbesprechungen)?
  • Ermöglicht unser Arbeitsklima ein offenes Kommunikationsverhalten?
  • Wird kommunikatives Fehlverhalten zum Thema gemacht? (Kritisches Feedback)
  • Werden in unserem Betrieb die Regeln des Aktiven Zuhörens angewandt?
  • Meinen wir, was wir sagen?
  • Vermeiden wir doppelbödige, indirekte Aussagen?
  • Halten die Vorgesetzten ihre Meinung zurück und lassen zunächst die Mitarbeiter zu Worte kommen?
  • Überwiegen bei uns beschreibende Äusserungen die wertenden Beurteilungen?
  • Lässt das Arbeitsklima persönlich gefärbte und emotionale Äusserungen zu, ohne dass sich der Autor blamiert?
  • Erlaubt unsere Unternehmenskultur mutige und pointierte Stellungnahmen zu heiklen Themen?
  • Sind die Mitarbeiter fähig zu konstruktiver Konfliktkultur?

Informationsfluss im Unternehmen  - Mitarbeiterbefragung

Damit der Informationsfluss nicht zur einseitigen Befehlsausgabe verkommt, müssen die Mitarbeiter die Gelegenheit erhalten, sich zur Unternehmenspolitik, zu den Arbeitsbedingungen und über das Betriebsklima äussern zu können. Ein hervorragender, allerdings etwas aufwendiger Weg dazu ist die schriftliche Mitarbeiterbefragung.

Dabei sind folgende Regeln zu beachten:

  • Verwenden Sie einen (halb)standardisierten Fragebogen.
  • Betonen Sie die Freiwilligkeit der Teilnahme. Gewährleisten Sie Anonymität.
  • Klären Sie die Mitarbeiter rechtzeitig über Anlass und Ziel der Befragung auf.
  • Beziehen Sie die Mitarbeiter von der Planungs- bis zur Auswertungsphase mit ein.
  • Auch unangenehme Ergebnisse dürfen nicht verheimlicht werden.
  • Sichern Sie zu, bei berechtigter Kritik Veränderungen einzuleiten.

Unter diesen Voraussetzungen wird die Mitarbeiterbefragung zu einem Planungsinstrument, mit dem Sie tragfähige Grundlagen für die Personalpolitik gewinnen können.

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