28.12.2016

Arbeitsmotivation: Mit gutem Beispiel voran

Um die Arbeitsmotivation und Gesundheit der Mitarbeitenden zu fördern, gehören Wertschätzung und Anerkennung zu den Schlüsselfaktoren. Diese zeigen sich nicht nur in einem der Leistung entsprechenden Lohn und einem ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz, sondern vor allem auch in den richtigen Worten und Gesten.

Kommentieren   Teilen   Drucken

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben. Wir freuen uns, wenn Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel verfassen.
 
Kommentar schreiben

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben! Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte alle fett beschrifteten Pflichtfelder ausfüllen.
Zurücksetzen
 
Arbeitsmotivation

Wer nicht gelobt wird, ist häufiger krank

Zahlreiche Untersuchungen bestätigen: Wer von seinem Chef selten bis nie gelobt wird, ist häufiger krank. Hingegen haben Mitarbeitende, die von Führungskräften Anerkennung erfahren und gut informiert werden, seltener gesundheitliche Probleme und identifizieren sich öfters mit dem Unternehmen.

 

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus

Wer mit gutem Beispiel vorangeht, nicht mit Wertschätzung geizt und weiss, wie wertvoll gesunde und motivierte Mitarbeitende sind, wird leichter und effizienter durch den Arbeitsalltag kommen – und von seinen Angestellten als Führungsperson geschätzt werden. Ein altbekanntes Sprichwort, das wortwörtlich und auch im übertragenen Sinne auch hier gilt: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

Es wäre also ganz einfach und kostengünstig, seine Angestellten zu motivieren und zu mehr Wohlbefinden zu verhelfen. Aufgrund der eigenen Situation, den unterschiedlichsten Charakteren in einem Team, Stress und Druck von oben ist es jedoch manchmal nicht ganz einfach, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Eine Führungskraft sollte sich deshalb bewusst mit diesem Thema auseinandersetzen. So kann man sich unnötigen Ärger, häufiger Personalwechsel und nicht zuletzt höhere Gesundheitskosten im Betrieb ersparen. Stimmung, Arbeitsmoral und Gesundheitsbefinden in einem Team sind nur einige von zahlreichen Faktoren, die es als Führungsperson im Auge zu behalten gilt. Sie sind wichtige Indikatoren dafür, wie es um die Arbeitsmotivation der Mitarbeitenden steht und damit um die Produktivität des Unternehmens.

Leistungen richtig würdigen

Um seinen Mitarbeitenden Anerkennung entgegen zu bringen, stehen verschiedene Ebenen zur Verfügung:

  • 1. Wertschätzung: Behandeln Sie jeden Mitarbeitenden so, wie Sie selbst auch behandelt werden möchten. Wertschätzung steht jedem zu. Und jeder Mensch braucht ein Mindestmass an Wertschätzung. Und sei es, die blosse Anwesenheit im Betrieb wertzuschätzen. Alle Mitarbeitenden sollten fair und gleich behandelt werden, Vorurteile haben hier keinen Platz. Im weiteren zählen Freundlichkeit und ein respektvoller Umgangston selbstverständlich dazu.
  • 2. Anerkennung: Ist ein Lob noch zu früh, blosse Wertschätzung aber zu wenig, kann Anerkennung das Richtige sein. Mitarbeitende, die keine herausragende, jeodch eine gute Leistung erbringen, verdienen Anerkennung. Denn sie erledigen oftmals einen Grossteil der alltäglichen Routine-Arbeiten und halten sich mit Tätigkeiten auf, die wenig Raum für Lob bieten. Im Unterschied zum Lob sollte Anerkennung nicht nur sporadisch, sondern regelmässig geäussert werden.
  • 3. Lob: Aussergewöhnliche Leistungen verdienen auch überdurchschnittliche Würdigung. Wichtig dabei ist, möglichst sachbezogen, zur richigen Zeit, wohldosiert und gut formuliert zu loben. Und dies ist nur möglich, wenn Sie genau wissen, welche Arbeitsergebnisse Sie von den Mitarbeitenden erwarten. Nur so können Besserleistungen erkannt und gelobt werden.
  • 4. Belohnung: Lob in Verbindung mit einer materiellen oder immateriellen Zusatzvergütung wird als Belohnung bezeichnet. Sei dies ein finanzieller Zustupf am Jahresende oder bei erfolgreichem Projektabschluss, jede zusätzliche Belohnung motiviert.

Aber Vorsicht, Lob und Belohnung können zur Gewohnheit werden und grosse Enttäuschungen und Fragezeichen auslösen, wenn diese für einmal unverhofft wegfallen oder nicht wie gewohnt verteilt werden.

Grundsätzlich ist die innere Haltung und die eigene Arbeitsmotivation ausschlaggebend, mit der jemand führt. Denn jeder Mitarbeitende ist anders und braucht auch etwas anderes. Und dem muss eine Führungskraft Rechnung tragen können. Liegen Wertschätzung und eine positive Einstellung als Grundhaltung vor, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie sich auch im Umgang mit den Angestellten zeigt, ohne dass man sich dafür extra anstrengen muss.

Bewusstsein entwickeln

Um die eigene Situation zu analysieren, ist es hilfreich, sich den aktuellen Zustand und seine eigenen Gewohnheiten bewusst zu machen. Am besten gelingt dies, indem man sich Zeit nimmt, um das Ganze mit einer gewissen Distanz und von aussen zu betrachten. Nicht nur kurzfristige, auch langfristige Tendenzen und Entwicklungen können so frühzeitig erkannt werden. Folgende Fragen und Überlegungen unterstützen dabei:

  • Wie häufig fehlen einzelne Mitarbeitende pro Monat?
  • Gibt es Mitarbeitende, die besonders häufig und regelmässig nicht zur Arbeit erscheinen?
  • Wie ist grundsätzlich die Stimmung im Team? Wie ist der Umgangston untereinander?
  • Gibt es Mitarbeitende, die sich besonders häufig/ besonders selten zu Wort melden? Wie nehmen die Mitarbeitenden mit mir als Vorgesetzte/r Kontakt auf (persönlich, schriftlich...)?
  • Wie reagieren Mitarbeitende auf Kritik?
  • Wie reagieren Mitarbeitende auf Lob und Anerkennung?

Genauso wichtig wie die Angestellten sind auch die eigene Persönlichkeit und der Führungsstil:

  • Lobe ich oft/selten? Woran liegt das?
  • In welchen Situationen lobe ich besonders häufig?
  • Bei wem fällt es mir leicht/schwer?
  • Wie fühle ich mich dabei?
  • Wie fühle ich mich, wenn ich gelobt werde?

Gewohnheiten ersetzen

Gewohnheiten entstehen, wenn sich Denk- und Verhaltensweisen immer wieder wiederholen. Gerade beim Zeigen von Wertschätzung erleichtert es die Arbeit als Vorgesetzter, wenn man es sich zur Gewohnheit macht, immer wieder Wertschätzung und Anerkennung zu zeigen.

Eine Führungskraft sollte sich zudem bewusst sein, wann, wem und wie viel Lob sie verteilt. Unbemerkt schleichen sich im Alltag oft Gewohnheiten ein, die diesen Vorsatz torpedieren können. Denn zu bekannten Denkgewohnheiten gehört beispielsweise, was man als gut oder schlecht bewertet, ob man Ablehnung als schlimm empfindet, ab wann man etwas als unordentlich ansieht, ob man Pünktlichkeit für wichtig hält etc. Zu den Gefühlsgewohnheiten zählt, ob man schnell ärgerlich wird, ob und wann man sich gekränkt fühlt, wann man Angst empfindet.

Kennt jemand seine Tendenzen, wird es auch möglich, sie – wenn nötig – gezielt zu verändern. Beim Entscheid, was künftig verbessert werden soll, steht die Zielfokussierung im Zentrum. Von heute auf morgen plötzlich allen und bei jeder Gelegenheit auf die Schultern zu klopfen, würde unglaubwürdig und seltsam wirken. Es sind die Nuancen, welche die positive Wirkung ausmachen. Und die Authentizität. Der Führungsstill sollte nach wie vor zur eigenen Persönlichkeit passen.

Gewohnheiten zu verändern und durch neue zu ersetzen, setzt ein gewisses Mass an Wille und Geduld voraus. Nur mit Training lernt unser Gehirn, Neues als richtig und das bisher Vertraute als falsch anzusehen. Alles Gewohnheitssache!

Produkt-Empfehlungen

  • Erfolgsfaktor Motivation

    Erfolgsfaktor Motivation

    Wie Sie sich und andere gezielt motivieren

    CHF 38.00

  • Führung kompakt

    Führung kompakt

    Der Impuls-Letter für die wirkungsvolle Führungskraft in gedruckter Form.

    Mehr Infos

  • Persönlichkeit!

    Persönlichkeit!

    Schritt für Schritt entwickeln und entfalten

    Mehr Infos

Seminar-Empfehlungen

  • Praxis-Seminar, 1 Tag, ZWB, Zürich

    Top-Teams formen

    Stärken und Synergien in Teams gezielt nutzen und fördern

    Nächster Termin: 20. April 2018

    mehr Infos

  • Praxis-Seminar, 1 Tag, ZWB, Zürich

    Selbst- und Zeitmanagement für Führungskräfte

    Sich selbst erfolgreich und optimal organisieren

    Nächster Termin: 05. April 2018

    mehr Infos

  • Praxis-Seminar, 1 Tag, ZWB, Zürich

    Erfolgreiche Mitarbeiterführung

    Die wichtigsten Aufgaben und Instrumente der Führung

    Nächster Termin: 01. März 2018

    mehr Infos