19.12.2016

Erfolgreich führen: 10 Do´s für Führungskräfte

Die Anerkennung für das «Tun» gibt der Führungskraft eine Rückmeldung über ihre Leistung und ihr Wirken. Gute Leistung wird auch bei Führungskräften mit Rückhalt, Unterstützung, Freiraum für Entscheidungen und Vertrauen honoriert. Somit ist es selbstsprechend, dass es für jede Führungskraft das Ziel ist, ihre Führungsaufgabe möglichst gut zu machen.

Von: Anita Bischof   Drucken Teilen   Kommentieren  

Anita Bischof

Anita Bischof unterstützt Menschen in Führungsfunktionen bei konkreten Fragestellungen zu Führung, Selbstmanagement und Kommunikation. Sie arbeitet als Coach, Trainerin und Autorin.

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Im Folgenden werden Ihnen 10 Kriterien aus der Praxis für eine erfolgreiche Führung aufgezeigt, welche Sie unbedingt im Blick halten sollten.

1. Sie haben einen Plan für die Zukunft Ihres Bereiches

Sie arbeiten mit Ihrem Team an der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit Ihres Bereichs, z.B. im Rahmen regelmässiger Strategieklausuren. Dabei werden Abmachungen und anliegende Aufgaben geklärt, die kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Entwicklungen und Ausrichtung Ihres Verantwortungsbereichs diskutiert, entschieden und die «To do`s» für die Umsetzung formuliert. 

2. Sie gehen auch unangenehme Aufgaben an

Sie schieben schwierige Aufgaben nicht ewig vor sich her, sondern nehmen auch diese Aufgaben an und lösen sie. Ihre Lösungen, Entscheidungen mögen zwar unpopulär sein, aber sie sind nachvollziehbar.

3. Sie wertschätzen die Leistungen Ihrer Mitarbeiter

Leistungen assoziieren wir oft mit konkreten Ergebnissen. Leistungen können auch sein: Ausdauer, Engagement, gegenseitige Unterstützung, Verständnis für den Kollegen, alles was einen Prozess vorwärts bringt. Indem Sie Ihren Mitarbeitern Lob aussprechen, signalisieren Sie, dass Sie auch Positives wahrnehmen und anerkennen. Lenken Sie bewusst Ihren Blick darauf, Ihre Mitarbeiter täglich bei etwas «Positivem zu erwischen» – und nicht nur mit Kritik unterwegs zu sein.

4. Sie bieten Ihren Mitarbeitern Entwicklungsmöglichkeiten

Diese sind auf deren Fachgebiet, im persönlichen und/oder sozialen Kompetenzbereich und im Selbstmanagement. Die Weiterentwicklung kann im Rahmen von Seminaren, Selbststudium, konkreten Aufträgen bzw. Projekten, Job-Rotation, etc. erfolgen. Für Ihre Mitarbeiter bieten Sie damit einen Mehrwert. Zum einen erleben ihre Mitarbeiter Abwechslung und Entwicklung in ihrer Arbeit und sie sehen für sich eine Perspektive für die Zukunft, dadurch dass sie in ihrem Arbeitsumfeld interessante und neue Aufgaben haben.

5. Sie sind für Ihre Mitarbeiter erreichbar

Mit Ihrem Team machen Sie regelmässige Meetings. In welchem Turnus, ob wöchentlich oder alle 14 Tage, hängt vom Gesprächsbedarf des gesamten Teams ab. Sofern Ihre direkt Unterstellten ebenfalls Führungskräfte sind, dann ist es sinnvoll, dass neben den regelmässigen Teammeetings Sie ebenfalls mit jedem Ihrer direktunterstellten Mitarbeitenden regelmässig Einzelgespräche haben und zwar ebenfalls mit einer klaren Agenda. Diese kann auch von Ihren Mitarbeitern geführt werden und enthält neben dem sachlichen auch einen persönlichen Teil. Der Rhythmus könnte z.B. folgender sein: alle 14 Tage Teammeeting (gerade Wochen) und alle 14 Tage Einzelgespräche (ungerade Wochen) oder einmal im Monat Teammeeting und einmal im Monat Einzelgespräche.

6. Sie nehmen die Anliegen Ihrer Mitarbeiter ernst

Sie hören sich die Anliegen Ihrer Mitarbeiter an und überlegen dann Ihre Antwort. Es gibt sicher viele Situationen, bei denen Sie sofort antworten können. Manchmal ist es jedoch auch sinnvoller, nicht sofort eine Antwort zu geben, sondern zunächst ein paar Fakten zu überprüfen und dann die Antwort zu formulieren. In allen Fällen sollten Sie sicherstellen, dass der Mitarbeitende Ihre Antwort empfängt.

7. Sie bleiben bei der Wahrheit

Das bedeutet nicht übertreiben, nicht beschönigen, nicht dramatisieren, sondern Situationen der Realität entsprechend kommunizieren. In vielen Situationen reicht es völlig aus, das Ergebnis bzw. die Entscheidung mitzuteilen und wer an diesem Entscheidungsprozess beteiligt war. Wenn noch keine Entscheidung getroffen wurde, die Mitarbeiter jedoch bereits wissen, dass eine Sache in der Diskussion ist, kann es sinnvoll sein, dass Ihre Information an Ihre Mitarbeitenden ist, dass Sie derzeit nichts zu dieser Sache sagen können, wollen und dürfen. Sie können Anliegen, Sorgen der Mitarbeiter aufnehmen, ich wäre allerdings zurückhaltend mit voreiligen Zusagen, die hinterher nicht gehalten werden können. Man kann manchmal nicht mehr zusagen, als dass man die Anliegen ernst nimmt und an einer bestmöglichen Lösung arbeitet.

8. Sie diskutieren Konflikte im eigenen Führungskreis aus

Sie behalten Interna vom eigenen Führungskreis für sich und plaudern diese nicht gegenüber Mitarbeitenden in auch noch so geselliger Runde aus. Es ist für die eigene Glaubwürdigkeit und für die Ihrer Kollegen wichtig, dass bestimmte Sachverhalte in einem geschützten Raum diskutiert werden können und dass alle sicher sein können, dass diese Diskussionen den Raum nicht verlassen.

9. Sie gehen offen mit Ihren eigenen Fehlern um

Es passieren Fehler, das gehört zu uns Menschen. Das soll nicht heissen, dass Qualität unwichtig ist, sondern dass trotz Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit bei der täglichen Arbeit es ist nicht zu hundert Prozent ausgeschlossen ist, dass ein Fehler passiert. Je offener Sie mit Fehlern umgehen, desto offener werden dies auch Ihre Mitarbeiter tun. Demut, das eigene Fehlverhalten zu geben und dafür grade stehen, sich im Falle von Geschädigten bei diesen entschuldigen sind neben dem sich um die Fehlerbehebung zeitnah zu kümmern Verhaltensweisen, die Ihnen in so einer Situation helfen und für Ihre Mitarbeiter gelebtes Vorbild.

10. Sie sind und bleiben up to date

Das heisst konkret, dass Sie an Meetings, Informationsveranstaltungen oder auch sozialen Anlässen in Ihrer Firma, zu denen Sie eingeladen sind, teilnehmen. Somit stellen Sie sicher, dass Sie Informationen, aktuelle Diskussionen selber direkt miterleben. Um in der Branche up to date zu sein, bietet sich an, dass Sie sich gezielt Plattformen und Medien auswählen über die Sie aktuelle Informationen erhalten.

Als Führungskraft sollte man Menschen mögen: Eine grosse Unterstützung erhalten Sie von sich selbst, wenn Sie Ihre Führungsaufgabe gerne machen. Den Umgang mit Menschen schätzen und Freude daran haben Menschen eine Perspektive zu bieten.

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