12.03.2015

Führungsverantwortung: 5 Fragen an den CEO von RENAULT TRUCKS (Schweiz) AG, Urs Gerber

Erfahrene und innovative Führungsverantwortliche nehmen sich immer wieder Zeit, ihre Führungsverantwortung zu analysieren. Die beste Gelegenheit für eine Rückschau, aber auch die Chance für kritisches Hinterfragen, eventuelle Korrekturen vorzunehmen und wieder neue Ideen zu entwickeln. Nachfolgend stellen wir 5 Fragen an eine erfahrene Persönlichkeit mit Führungsverantwortung.

Von: Walter Blum   Drucken Teilen   Kommentieren  

Walter Blum

Das Interview wurde geführt von: Walter Blum  .

Walter Blum engagiert sich seit über 18 Jahren erfolgreich in der Besetzung und Entwicklung von Führungspersönlichkeiten. Walter Blum & Partner fokussiert sich als Executive Search Unternehmen auf die Rekrutierung von Persönlichkeiten auf Stufe Verwaltungsrat, Management und wichtigen Schlüsselfunktionen für national wie auch international ausgerichtete Unternehmen.

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Führungsverantwortung

Herr Gerber, welches sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Führungsfragen, die Sie beschäftigen und für Sie die grösste Herausforderung bedeuten?

Es fordert mich heraus, die richtigen Mitarbeiter einerseits zu finden und andererseits engagiert und motiviert zu halten. Bei Renault Trucks benötigen wir technisch orientierte Spezialisten mit einem kommerziellen Flair, die neben Deutsch und Französisch auch immer mehr Englisch sprechen müssen. Dieses Profil macht die Rekrutierung anspruchsvoll.  Zudem ist es in der heutigen unsicheren, sich rasch wandelnden Zeit mit den vielen Kulturen und verschiedenen Generationen eine Herausforderung, die Mitarbeiter offen für Neues zu halten und immer wieder zu Höchstleistungen zu inspirieren.

Welches war ihr einprägsamstes Erlebnis in Ihrer bisherigen Führungsverantwortung, das Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben?

Als ich meine neue Aufgabe bei Renault Trucks übernahm, fand im Konzern gerade eine riesige Umstrukturierung statt. Die Angst vor Veränderungen war überall spürbar. Und dem Neuen misstraute man sowieso. Persönlich hatte ich den Eindruck, dass viele Angestellte in «Silos» arbeiteten und stark auf sich fokussiert waren. Die Folge davon: Einzelne Mitarbeiter suchten eine neue Stelle und kündigten, obwohl die Restrukturierung in unserem Unternehmen noch gar nicht angekommen war.  

Wie haben Sie die Situation gelöst und was würden Sie aus heutiger Sicht anders vornehmen?

Ich versuchte, mit gutem Beispiel und positiver Einstellung voranzugehen. In Workshops kreierten wir eine Vision und definierten gemeinsam Ziele und Massnahmen. Mit verschiedenen Übungen bewies ich den Mitarbeitenden, dass wir im Team zu einer tollen Leistung fähig sind und uns nichts aufhalten kann. Heute ernten wir die Früchte dieser Motivationsevents. Sollte ich erneut in die gleiche Situation kommen, würde ich von Anfang an noch intensiver das Gespräch mit den Mitarbeitern suchen. Kommunikation ist in jedem Moment der Veränderung ein wirkliches Heilmittel.

Sie sind ein erfolgreicher Manager. Wie bringen Sie die Mitarbeitenden in Ihrem Umfeld dazu, die Höchstleistung immer wieder abzurufen und zielgerichtet einzusetzen?

Wir beziehen die Mitarbeitenden ein, wenn wir uns Ziele setzen und die entsprechenden Massnahmen festlegen. So identifizieren sie sich damit und verstehen den Sinn und Zweck von Aufgaben gesamtheitlich. Das treibt sie zu Topleistungen und sie haben erst noch Spass am Arbeiten. Zudem gehört zu unserer Kultur regelmässiges Feedback.

Welchen Tipp würden Sie aufgrund Ihrer Erfahrung jungen Führungsverantwortlichen gerne auf den Weg geben, damit auch sie erfolgreich werden?

Sie sollen stets sich selbst bleiben und sich dabei nicht zu wichtig nehmen. Als Führungskräfte fahren sie gut damit, vor allem zuzuhören und zu fragen statt selber zu reden. Denn die Mitarbeiter wissen oft mehr, als sie sich selbst bewusst sind. Ein weiterer Tipp: beim Feedback zwei Drittel Positives erwähnen und die Optimierungen auf ein Drittel beschränken. Menschen müssen sich toll fühlen, damit sie Grossartiges leisten. Deshalb gehört ein schlichtes Danke in die Werkzeugkiste jedes Managers.

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