22.05.2019

Human Capital: Mitarbeitende verstehen und führen

Der Wandel von der Industriegesellschaft zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft hat zu vielseitigen, oftmals auch komplexen Veränderungen in jedem Unternehmen geführt, bei dem sich das eigene Verständnis und (Selbst-)Bild des Unternehmens mitveränderte. Und obwohl all diese neuen Errungenschaften – sprich Veränderungsprozesse – oftmals nur dem Unternehmen zugeordnet werden, darf und sollte niemals dabei vergessen werden, wer denn hinter diesem abstrakten Begriff "Unternehmen" überhaupt steht: All die Menschen, die in ihm arbeiten und es zu dem machen, was das Unternehmen im Innen und Aussen repräsentiert.

Von: Brigitte Miller  DruckenTeilen 

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

Human Capital

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Der Begriff "Human Capital" kann in die Irre führen

Die Grenzen, an die, unabhängig davon, welcher Führungsstil angewandt wird, gestossen wird, sind mentale Grenzen. Denn der Blick und somit auch der Umgang mit dem jeweiligen Mitarbeiter werden natürlich durch das persönliche als auch allgemeingängige Denken innerhalb der Personalführung geprägt, das sich zwar auch innerhalb des Wandels verändert hat, aber dennoch eine Denkausrichtung verstärkt beibehalten hat.

Die Begriffe, die sich während dieses Wandels geprägt und etabliert haben, definieren das Bild des Mitarbeiters im Unternehmen neu: "Human Capital" oder "Human Ressource" sind hierbei beliebte Anglizismen, die den Wert des Mitarbeiters auf eine neue Ebene heben – anscheinend. Denn der dahintersteckende Blickwinkel beleuchtet dabei meist nur einen einzigen Aspekt:

Wie kann der Mitarbeiter als "Capital" bzw. als "Ressource" für das Unternehmen am meisten Gewinn erwirtschaften?

Gegen diesen Blickwinkel wäre nichts einzuwenden, wenn dabei nicht weiterhin (wie fast zu Zeiten der Industrialisierung) der Mitarbeiter weitestgehend den Bedürfnissen des Unternehmens angepasst wird, d.h., der Mitarbeiter als Mensch muss sich seiner Funktion und seiner Position unterordnen, statt endlich seine Aufgabe und Position aus dem Können, den Talenten und den Potenzialen zu bestimmen und abzuleiten. Deshalb lautet die entscheidende Frage, die sich heutzutage jedes Unternehmen stellen sollte:

Wie kann der Mitarbeiter seine Talente, sein Potenzial und sein Können so im Unternehmen einsetzen, dass daraus für alle Beteiligten der höchstmögliche Gewinn erwirtschaftet wird?

Und natürlich schliessen sich an diese Fragen weitere – vielleicht noch wesentlichere – an:

  • Welches Forum muss das Unternehmen bieten, damit der Mitarbeiter sich auf diese Weise entfalten kann?
  • Wie muss die Zusammenarbeit strukturiert sein, um die Potenziale des Mitarbeiters freizusetzen?
  • Wie muss das System Unternehmen funktionieren, damit alle Mitarbeiter ihr Können am richtigen Platz, in der richtigen Position und mit den richtigen Aufgaben einbringen können?

Diese Fragen verdeutlichen eines: Das Unternehmen muss auf seine Mitarbeiter eingehen – und zwar als Individuum und nicht einzig und allein auf die Position oder Funktion, die dieser Mitarbeiter innehat. Denn durch diese Öffnung für den Menschen entsteht im Unternehmen ein Austausch, der eine völlig neue Wertschöpfung ermöglicht.

Da das Unternehmen so wirklich zu einem lernenden System wird, in dem der Mitarbeiter seine Talente nicht allein einbringt, sondern auch vervielfältigen kann. Jeder wird zum Lehrenden und zum Lernenden. Für jedes Unternehmen – und somit auch für den einzelnen Mitarbeiter – entstehen so ungeahnte Möglichkeiten. Allerdings kann dies nur gelingen, wenn der Begriff "Human Capital" bzw. "Human Ressource" diese Individualisierung einbindet und nutzt.

Die Personalentwicklung sollte somit den Blick verstärkter denn je auf den Mitarbeiter als Menschen richten.

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