24.03.2020

Praxischeck: Umfrage zum Leader 4.0

Unser Arbeitsumfeld bewegt sich in Lichtgeschwindigkeit der Digitalisierung zu. Schlagworte wie New Work und agiles Arbeiten sind in aller Munde und die Arbeitswelt 4.0 beginnt bereits heute. Was geschieht mit den Führungspersonen? Viel wird erzählt und viel geschrieben. Doch was ist Mythos und was Realität? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil und priorisieren Sie in der Online-Umfrage die Kompetenzen des Leaders 4.0.

Von: Angela Taverna  DruckenTeilen 

Angela Taverna

Supervisorin Coach & Organisationsberaterin bso, MAS Adult & Professional Education PH LU, Inhaberin der Caleidoscoop GmbH. Sie begleitet öffentliche und private Organisationen, Führungspersonen und Lerncoachs in der Reflexion und Entwicklung. Organisations- und Didaktikdesign konzipiert sie ressourcenorientiert.

Praxischeck

Praxischeck am Beispiel von Claudia G.

Claudia G. schaut schon auf eine 20jährige Karriere in der Verpackungsbranche zurück. Sie stieg als 25jährige Sachbearbeiterin Beschaffung ein, arbeitete sich hoch, bildete sich weiter und war zuletzt Leiterin der Beschaffungs- und Designabteilung eines Unternehmens für Papeterie und Geschenkpapiere. Das Unternehmen ist in der Innerschweiz angesiedelt. Das Unternehmen musste sich in den letzten 7 Jahren aufgrund von ökonomischen, ökologischen und sozialen Faktoren transformieren. Am Hauptsitz werden nur noch raffinierte Produkte hergestellt. Die wirtschaftlich attraktiven Produkte werden Mit den Produktionsstandorten besteht ein Auftragnehmer-Auftraggeber-Verhältnis. Am Hauptsitz werden noch 40 Angestellte beschäftigt, wo früher inklusive Produktion 260 Mitarbeitende tätig waren. Die Designabteilung besteht auf dem Papier am Hauptsitz in der Schweiz. Jedoch werden Freelancer aus der ganzen Welt für verschiedene Designs beauftragt, je nach Kundenwunsch oder Trend. Darunter gibt es Newcomer, Trendsetter und renommierte Designer.

Mit dem Wandel gehen

Claudia G. hat dennoch nicht weniger zu tun. Sie koordiniert als Leiterin Beschaffung und Design viele Freelancer, Designer und Agenturen in der Schweiz, Deutschland und auch ausserhalb Europas. In der Arbeitswelt gilt sie als eine typische Leader 4.0. Anfangs sagte ihr dieser Begriff nicht viel.  Schliesslich führte sie immer noch «Mitarbeitende», die in den Diensten der Firma standen.

Neue Herausforderungen fordern Anpassungen

Doch schon bald musste sie ihr Verständnis von Führung ändern. Schon in den ersten Wochen musste sie feststellen, dass die vom Unternehmen bezahlten Freelancer nicht rund um die Uhr für sie zur Verfügung standen und für einen fordernden Führungsstil nicht zu haben waren. Sie musste sich eingestehen, dass es sich bei allen Netzwerkpartnern um Experten handelte, die wohl ihren Auftrag qualitativ und quantitativ erfüllten, darüber hinaus aber nicht nur an einen Auftraggeber gebunden sind. Sie wurde zur Drehscheibe zwischen dem traditionell eingestellten Mutterhaus, den trendverfolgenden und innovativen Kunden, den herstellenden Betrieben und teils exzentrischen Designern.

Transformation und Kompetenzerwerb sind erforderlich

Anfangs war ihr nicht bewusst, dass mit den internationalen Kontakten nicht nur eine andere Zeitzone berücksichtigt werden musste, sondern auch andere Gepflogenheiten. Nur weil im deutschsprachigen Raum auf bestimmte Kommunikationsapplikationen und Soziale Netzwerke gesetzt wird, gilt dies nicht für andere Länder. Durch die vielen angebotenen social network services durchzublicken, war eine der grösseren Herausforderungen für Claudia G.

Auch wenn Englisch als Weltsprache angesehen wird, die Claudia G. fliessend schreibt und spricht, reicht es nicht, um kulturelle Barrieren zu überwinden. Das Beherrschen der Sprache in Wort und Schrift erleichterte Claudia G. wohl die Kommunikation, doch das Mindset war nach wie vor schweizerisch geprägt. Praxischeck hat ihr gezeigt, wie diverse Länder andere Unternehmenskultur, Werte oder Sitten zeigen. Mit den unterschiedlichen kulturbedingten Gegebenheiten waren auch andere Rechte und Pflichten verbunden. Dies beeinflusste die Zusammenarbeit und machte sie je nach Situation komplex und unüberschaubar.

Das Bindeglied in der Arbeitswelt 4.0

Man könnte behaupten, dass ein Leader 4.0 nichts Besonderes sei. Schliesslich führt eine Führungskraft 4.0 nach wie vor Menschen, sei es auf der Payroll oder auch nicht. Die wahrscheinlich grösste Herausforderung für eine Führungskraft in der neuen Arbeitswelt liegt auf der Hand. Es sind die unterschiedlichsten Anforderungen an (Selbst-)Organisation, Mitarbeiterführung, Kompetenzerwerb, Vernetzungs- und Kooperationswillen, Rollentausch, digitale Transformation und Work-Life-Balance. Ein Leader 4.0 ist ein Verbindungsstück zwischen Ländern, Kulturen, Zeit- und Rechtssphären sowie zahlreichen Anspruchsgruppen.

Jetzt sind Sie an der Reihe!

Im Praxischeck haben Sie die Möglichkeit mitzuentscheiden, welche Kompetenzen ein Leader 4.0 heute neben den bisherigen Fertigkeiten mitbringen sollte oder sich aneignen sollte. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme hier. (Dauer max. 5 Minuten)

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