07.08.2019

Erfolgsfaktor im Unternehmen: Mitarbeitende im Mittelpunkt

Unternehmen benötigen heute Mitarbeitende, die mit komplexen Anforderungen nicht allein positiv umgehen können, sondern so viel Potenzial freisetzen, damit der Wettbewerbsvorsprung gelingen kann. Und dieses Potenzial schlummert in den einzelnen Menschentypen – aber nicht in jedem Mitarbeiter, d.h., nicht jeder Mitarbeiter wird für jede Anforderung, obwohl er über die notwendigen Kenntnisse und Kompetenzen verfügt, geeignet sein.

Von: Brigitte Miller  DruckenTeilen 

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

Erfolgsfaktor im Unternehmen

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Mitarbeitende als Erfolgsfaktor im Unternehmen

Jedes Unternehmen steht heutzutage unter einem hohen Wettbewerbsdruck, der sich durch die Zunahme der Vernetzung und des damit verbundenen Austausches noch erhöhen wird. Denn der Kunde wird nicht allein auf der Suche nach dem besonders günstigen Schnäppchen bei der Konkurrenz kaufen. Der Kunde wird im Internet über Produkte und Dienstleistungen eigene Erfahrungen und Informationen mitteilen, wie beispielsweise auf YouTube, wo es schon ganze Beauty Shows gibt, auf denen die User per Video Schönheitstipps geben und für bestimmte Marken werben oder von anderen Produkten eher abraten.

Der Verbraucher wird so immer mündiger und nutzt die neuen Kommunikationstechnologien, um Transparenz herzustellen. Unternehmen müssen deshalb immer schneller agieren und reagieren, um auf dem Markt bestehen zu können – und zwar in zweierlei Hinsicht:

  1. Bei der Entwicklung und Herstellung neuer Produkte bzw. Dienstleistungen.
  2. Bei der Interaktion mit dem Kunden.

Praxisbeispiel

In vielen Unternehmen ist es selbstverständlich, dass Mitarbeiter, die für das Rechnungswesen zuständig sind, auch Beschwerden der Kunden, die die einzelnen Rechnungen betreffen, telefonisch oder persönlich entgegennehmen. Die Logik, die sich hinter dieser Vorgehensweise verbirgt, scheint vordergründig zu überzeugen: Jeder besitzt das Know-how und betreut sowieso bestimmte Kunden, so sollte er auch für die Aufnahme der Beschwerden zuständig sein.

Die Erfahrungen, die in der täglichen Praxis gemacht werden, führen diese Logik jedoch ad absurdum. Mancher Mitarbeiter ist trotz Schulung mit dem Beschwerdemanagement schlichtweg überfordert und reagiert überempfindlich auf den (verärgerten) Kunden. In manchen Fällen wird der Ton der Kommunikation rau, wenn nicht gar der Telefonhörer einfach aufgeknallt wird. Fazit: Die Kenntnisse mögen bei allen gleich sein, doch der Menschentyp muss auch stimmen, um beispielsweise im Kontakt mit dem Kunden die Ruhe bewahren zu können.

5 Gründe, die zum (weiteren) Umdenken anregen sollen

Grund 1: Endlich Talente gezielt managen

Talentmanagement steht für viele Unternehmen an oberster Stelle. Denn der Mitarbeiter als Human Ressource wird aufgrund von Geburtenrückgang, globalen Jobangeboten, aber auch der Tatsache, dass mancher Schulabgänger mangelnde Grundkenntnisse mitbringt, zu einer knappen Ressource. Um sowohl dem Mitarbeiterschwund entgegenzuwirken als auch die Fähigkeiten, die das Unternehmen benötigt, zu bekommen und zu erhalten, muss jeder Mitarbeiter gefördert und entwickelt werden.

Dabei sollten jedoch nicht allein die Funktion, Position und die Kenntnisse des Mitarbeiters herangezogen werden, sondern ganz gezielt sein Menschentyp. Und zwar aus zwei Gründen:

  1. Der Typus des Mitarbeiters wird den Ausschlag geben, für welche zukünftigen Aufgaben und für welche zukünftige Position er geeignet ist, und so festlegen, in welche Richtung sein Talent gefördert werden soll.
  2. Der Typus des Mitarbeiters entscheidet auch darüber, auf welche Weise – das Wie – er gefördert wird.

Dadurch werden nicht nur schneller gute Ergebnisse erzielt, sondern es werden auch immense Weiterbildungskosten eingespart, die oftmals sinnlos investiert wurden, weil beispielsweise alle Mitarbeiter auf das gleiche Seminar geschickt wurden.

Grund 2: Dem Fachkräftemangel entgegentreten

So manches Unternehmen klagt bereits jetzt über einen Fachkräftemangel. Vielerorts werden händeringend Fachkräfte wie Ingenieure, Maschinenbauer, Pflegepersonal etc. gesucht. Auf der Suche nach geeigneten Bewerbern sollte jedoch nicht allein im Aussen geworben werden, sondern im Unternehmen selbst ein Pool für potenzielle Fachkräfte entstehen. In diesem Pool werden Mitarbeiter intern als Fachkraft ausgebildet. Der Blick richtet sich dabei bereits auf Azubis und Hochschulabsolventen und deren Potenzial. Um dabei die richtige Auswahl zu treffen, ist es natürlich wichtig, nicht allein die Fähigkeiten und Kompetenzen zu berücksichtigen, sondern auch, welchem Menschentyp dieser Mitarbeiter zuzuordnen ist.

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Grund 3: Konflikte mindern

Viele Konflikte, ob im Team oder in der Abteilung, entstehen dadurch, dass

  1. unterschiedliche Menschentypen aufeinandertreffen – und leider nicht immer miteinander harmonieren.
  2. Mitarbeiter zusammenarbeiten, die vom Typus her nicht zusammenpassen.
  3. ein Mitarbeiter aufgrund einer personellen Fehlentscheidung unter- oder überfordert ist und seinen Frust an seinen Kollegen auslässt.
  4. Konflikte nicht typgerecht gelöst werden.

Praxisbeispiel

Bereits während der Teambildung kristallisierte sich die Rivalität zwischen Mitarbeiter Schmidt und Mitarbeiter Friedrich heraus. Beide kämpften mit unterschiedlichen Mitteln um die erste Stelle im Team. Zwar ist man den Rudelkämpfen durch gezielte Teamübungen beigekommen, doch der unterschwellige Konflikt sorgte weiterhin für Spannungen, die die gesamte Teamarbeit blockierten. Die Ursache war: Im Vorfeld und während der Teambildung wurde ein wichtiger Aspekt ignoriert: Mitarbeiter Schmidt und Mitarbeiter Friedrich sind Alpha-Tiere und sollten nie zusammen in einem Team agieren.

Durch eine typgerechte Führung werden somit Auslöser, die für die meisten bisherigen Konflikte verantwortlich sind, eingedämmt.

Grund 4: Fluktuation senken

Jeder Mensch – somit jeder Mitarbeiter – ist anpassungsfähig. Allerdings nur bis zu einem gewissen Grad. Muss sich der einzelne Mitarbeiter ständig wider seinen Typus verhalten, sorgt dies nicht allein für Stress, sondern auch für Frust im Job. Die Folge sind jedem Unternehmen nur zu bekannt – und sorgen jährlich für zusätzliche Personalkosten:

  • Arbeit nach Vorschrift,
  • innere Kündigung,
  • hoher Krankenstand und
  • Kündigung.

Jedes Unternehmen sollte deshalb – auch im Rahmen des eigenen Gesundheitsmanagements – beginnen, den Mitarbeiter als Menschentyp zu betrachten und zu führen. Die Fluktuation, gerade von Spitzenkräften, wird dadurch gebremst.

Grund 5: Top-Mitarbeiter anziehen und binden

Der Kampf um die Top-Talente in der jeweiligen Branche hat längst begonnen – und wird sich aufgrund des Fachkräftemangels und der geburtenschwachen Jahrgänge noch verschärfen. Dies allein ist schon Grund genug, Mitarbeiter durch eine typgerechte Führung ans Unternehmen zu binden. Ein weiterer, wichtiger Grund ist einfach die Tatsache, dass die jüngeren und nachkommenden Generationen in der Erziehung, in der Schule und im Studium eine stärkere individuelle Ausrichtung erfahren haben, d.h., diese Altersgruppen potenzieller Mitarbeiter werden eine individuellere Führung von sich aus fordern.

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