20.11.2017

Zielsetzung: Wie Sie Ihre Ziele aus Ihrer Lebensvision erarbeiten

Der Begriff der Vision wird vielfach in den merkwürdigsten Zusammenhängen gebraucht. Klar ist, dass der wesentliche Unterschied zwischen Vision und Zielen darin liegt, dass Ihre Vision beschreiben soll, warum Sie etwas tun, also die «Sinnfrage» Ihres Lebens zum Inhalt hat und Ihre Ziele dann darauf aufbauend beschreiben, was Sie wie tun müssen, um Ihre Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Von: Matthias K. Hettl   Drucken Teilen   Kommentieren  

Dr. Matthias K. Hettl

Der studierte Volks- und Betriebswirt war nach Studium und Doktorandenzeit erst Assistent der Geschäftsführung und danach in verschiedenen Managementpositionen mit Führungs- und Budgetverantwortung tätig. Als ausgezeichneter «excellent speaker» und «excellent trainer» gehört er zu den bedeutendsten Referenten im deutschen Sprachraum und ist für die TOP-Seminar- und Kongressveranstalter in Europa tätig. Er begeistert seine bisher 25 000 Zuhörer durch einen motivierenden und kompetent direkten Vortagsstil mit 1:1 einsetzbaren Praxistipps. Seine Veranstaltungen werden regelmässig mit Bestnoten bewertet.

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Zielsetzung

Um Ihnen die Gelegenheit zu geben, nicht allzu «wissenschaftlich» an die Erarbeitung Ihrer Vision heranzugehen, da es uns wichtig ist, Ihnen konkrete und praxisnahe Methoden anzubieten, empfehlen wir Ihnen folgende Vorgehensweise. Stellen Sie sich bitte vor, über Sie würde ein Dokumentarfilm gedreht, der einen «typischen» Tag in Ihrem erfolgreichen Leben zeigt. Gehen Sie nun davon aus, dass Sie bereits alle Ihre Ziele so erreicht haben, wie Sie es sich vorstellen, und «schreiben» Sie nun mental das Drehbuch für Ihren Film, d.h.: Setzen oder legen Sie sich bequem hin.

  • «Träumen» Sie bildhaft, wie Sie morgens aufstehen (z.B. in Ihrem Wunschhaus mit Ihrem Wunschpartner an Ihrer Seite), zur Arbeit gehen oder fahren (z.B. mit dem Fahrrad, wie Sie es sich aus gesundheitlichen Gründen zum Ziel gesetzt haben, oder mit Ihrem Wunschauto), Ihre Arbeit verrichten (z.B. gut organisiert und ohne Zeitdruck, verständnisvoll für Ihre Mitarbeiter und hart in der «Sache»), wieder nach Hause zurückkehren (z.B. um Ihrem Hobby nachzugehen oder sich im Kreis der Familie zu treffen) oder sich in einem anderen Bereich engagieren (z.B. im Sportverein oder in einer politischen/ gemeinnützigen Organisation), bevor Sie zu Bett gehen, Ihren Tag abschliessen (z.B. mit den Eintragungen in Ihrem Erfolgstagebuch) usw.
  • Wiederholen Sie ab heute mindestens 21 Tage konsequent einmal pro Tag diese mentale Übung, und Ihr Unterbewusstsein wird Ihnen bei der Erreichung Ihrer Ziele zur Seite stehen. Nun können Sie mit dieser Idee Ihres Wunschtages Ihre kurz-, mittel- und langfristigen Ziele erarbeiten. Nachfolgend finden Sie die wesentlichen methodischen Schritte dazu beschrieben.

Methodische Schritte zur Zielerarbeitung und Zielsetzung

Mit den folgenden Schritten wird es ihnen gelingen, Ihre Roadmap zur Zielerreichung zu erarbeiten.

1. Schritt: Beantworten Sie die Frage «Was will ich?»

  • Notieren Sie Ihre Wünsche und Ziele auf dem Arbeitsblatt, auf Karten oder mittels einer Mind-Map.
  • Lassen Sie sich besonders bei diesem ersten Schritt viel «Zeit».
  • Wenden Sie die Methoden des Mentaltrainings und der Imagination (z.B. Traumreisen) an.

2. Schritt: Klären Sie die Frage «Was kann ich?»

  • Gleichen Sie Ihre Stärken und Potenziale mit den Wünschen und Zielen ab.
  • Ermitteln Sie Ihre Stärken und Potenziale (z.B. mit einem Persönlichkeitstest wie INSIGHTS, DISG etc.).
  • Prüfen Sie Ersatzziele für die Wünsche und Ziele, die nicht zu Ihren Stärken und Schwächen passen.

3. Schritt: Ziel-Mittel-Analyse

  • Prüfen Sie, welche Investitionen Sie für die Zielerreichung tätigen müssen.
  • In finanzieller, zeitlicher und emotionaler Hinsicht.
  • im Hinblick auf die Bewältigung von möglichen Engpässen (Konflikte, Widerstände ...).

4. Schritt: Erstellen Sie Ihre Zielpyramide

  • Sortieren Sie die verbliebenen Wünsche und Ziele zeitlich nach kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Zielen.
  • Kurzfristige Ziele umfassen den Zeitraum eines Jahres (also z.B. 2017).
  • Mittelfristige Ziele umfassen den Zeitraum von fünf Jahren – die früher verwandte Periodenlänge von sieben Jahren ist zwischenzeitlich aufgrund soziologischer Untersuchungen angepasst und verringert worden (also z.B. 2017 bis 2022).
  • Langfristige Ziele umfassen den gesamten Zeitraum, der mehr als fünf Jahre in der Zukunft liegt (also z.B. 2022 und später).
  • Finden Sie heraus, ob sich aufgrund der Anzahl von Zielen/Wünschen im jeweiligen Zielbereich Engpässe hinsichtlich der Zeit oder Energie ergeben könnten.
  • Passen Sie Ihre Wünsche/Ziele durch ein «Verschieben auf der Zeitachse (in die Zukunft)» an.

5. Schritt: Zielpyramide fertigstellen

Stellen Sie jetzt Ihre Zielpyramide fertig, indem Sie die zeitlich sortierten Wünsche und Ziele in den jeweiligen Zielbereichen thematisch sortieren, um so Ihre Schlüsselbereiche festzulegen, hierzu sollten Sie:

  • die Wünsche anlog zu der zeitlichen Sortierung nun «thematisch» sortieren 
  • Abhängigkeiten der Themenbereiche in den jeweiligen Zielbereichen mit anderen Zielbereichen feststellen,
  • die gegebenenfalls fehlenden Wünsche/ Ziele in einzelnen Zielbereichen nacherfassen und gemäss Schritt 2 und 3 ebenfalls prüfen.

6. Schritt: Formulieren Sie die Jahresziele arbeitsmethodisch «richtig»

  • Ziele formulieren – Formulieren Sie Ihre Ziele schriftlich, positiv und terminiert
  • Leiten Sie daraus die notwendigen Aktivitäten zur Zielerreichung ab

Viel Erfolg bei der Reise auf Ihrer ganz persönlichen Roadmap zur Zielerreichung!

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