23.02.2021

Teamfähigkeit als Schlüsselkompetenz: Zur Bedeutung der Teamfähigkeit

Nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Kontext – wenn Menschen aufeinander treffen – stellt die Teamfähigkeit eine Schlüsselkompetenz bzw. -qualifikation dar. Insbesondere bei Bewerbungen wird die Teamfähigkeit einerseits gefordert und andererseits von Bewerbern auch als Stärke angepriesen. Diese Bereitschaft und Fähigkeit, produktiv und konstruktiv mit anderen Menschen in Gruppen zu interagieren, erlaubt es Teams erst, Höchstleistungen zu erreichen. Umso wichtiger, dass wir die Schlüsselkompetenz Teamfähigkeit näher betrachten.

Von: Jörg Wetzel  DruckenTeilen 

Jörg Wetzel

lic. phil. Psychologe FSP

Fachpsychologe für Sportpsychologie FSP

eidg. dipl Sportlehrer

Teamfähigkeit als Schlüsselkompetenz

Teamfähigkeit als Schlüsselkompetenz

Wie wird Teamfähigkeit definiert?

Mitglieder, die erfolgreich in einem Team arbeiten, werden unter anderem als kommunikativ, kooperativ, kritikfähig, empathisch, tolerant, engagiert, kompromissbereit, anpassungsfähig, rücksichtsvoll und diszipliniert beschrieben. Es handelt sich um eine soziale Kompetenz, eine Schlüsselkompetenz. Teamfähigkeit ist das Vermögen von Personen, Arbeit effektiv und effizient in Gruppen verrichten zu können.

Warum sollte man teamfähig sein?

Arbeitsgruppen mit hoher Ausprägung an Teamfähigkeit leisten mehr. Neben den sozialen Fähigkeiten wie Interaktions-, Konfliktbewältigungs- und Kooperationskompetenz zeichnen sie sich auch durch methodische Fähigkeiten wie Problemlösen, Planungs- und Organisationsfähigkeit aus. Mit der weiteren Fähigkeit, kritisch den eigenen Teamhandlungen gegenüber zu treten, vermeiden sie die negativen Folgen eines zu ausgeprägten Gruppendenkens und zeigen damit weniger Risikoverhalten. Bedeutet, dass diese durch Teamfähigkeit geprägten Teams nicht zu homogen sein sollten („Friede, Freude, Eierkuchen“), sondern heterogen zusammengesetzt sein dürfen. Ganz nach dem Gedanken „ein Wir schaffen und das Ich erlauben“.

Wie wird man teamfähig?

Je mehr Mitglieder bereit sind, sich für das Team zu engagieren, desto kohäsiver und stärker ist das Team. Dann reden wir von einer starken Geschlossenheit von Teams bzw. einer grossen Gruppenkohäsion. Damit ist der Zusammenhalt gemeint und auch die Teamidentität, welche sich jedoch von den individuellen Identitäten der Mitglieder unterscheidet. Weiter wird man teamfähig, indem man Kommunikationspfade sowohl innerhalb des Teams, als auch zur Aussenwelt entwickelt. Die Struktur dieser Teams ist aufgaben- und zielorientiert und wird periodisch über seine Wirksamkeit oder Effizienz überprüft.

Eine Mannschaft bzw. Frauschaft im Sport ist zu Beginn erst eine Ansammlung von Individuen, sprich eine Gruppe. Wie wird die Gruppe zu einem Team? Die Teamfähigkeit als Schlüsselkompetenz wird von einem Team bzw. dessen Mitgliedern dann erreicht, wenn man folgende Komponenten beachtet.

Zum einen ist es das gemeinsame Ziel und die Klarheit, dass man nur mit entsprechenden Kompetenzen und mit klaren Abgrenzungen in den Aufgabenbereichen das Ziel erreichen kann. Das gemeinsame Miteinander ist gefragt.

In einem guten Team, das sich auszeichnet durch hohen Teamspirit, sind die Rollen klar definiert und optimal aufgeteilt. Darüber hinaus werden diese Rollen von den jeweiligen Mitgliedern akzeptiert und es gibt möglichst wenig Überschneidung. Die Teammitglieder achten darauf, dass sie sich ideal ergänzen und abstimmen.

Im Idealfall wird der Teamgedanke im Sinne von Commitment hochgehalten. Demzufolge nimmt man sein Ego zurück, so dass man sich als Einheit fühlen kann und auch eine Identität im Team lebt. Regeln und Normierungen entwickeln sich automatisch aus dem Team heraus.

Kommunikation findet nicht wie häufig beobachtet auf der Hinterbühne, sondern direkt und sachbezogen auf der Vorderbühne statt. Sie dient der Sache und nicht dem Ego und ist dementsprechend lösungs- und ressourcenorientiert.

Im erfolgreichen Team findet man weiter eine konstruktive Konfliktkultur vor: Eine Kultur, geprägt durch die Möglichkeit, Konflikte nicht unter den Teppich zu wischen, sondern anzusprechen und klar und verantwortungsbewusst auszutragen. Konflikte in einem Team stellen damit eine Chance für Wachstum dar. Die Teamfähigkeit als Schlüsselkompetenz ist somit eng an Konfliktfähigkeit gekoppelt.

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