10.12.2019

Adventszeit: 5 Tipps sorgen für Entspannung und Wohlbefinden

Die Adventszeit fordert auf allen Ebenen – beruflich und privat. Stress kann dann schnell aufkommen. Sorgen Sie deshalb gezielt für Erholungs-Phasen.

Von: Brigitte Miller  DruckenTeilen 

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

Adventszeit

Alle Jahre wieder…

Obwohl in jedem Jahr um die gleiche Zeit der Advent und Weihnachten naht, erwischt es einen immer wieder kalt: Der Weihnachtstrubel der Adventszeit. Mit all den Black-Fridays-Aktionen, die einen Kundenstrom ins Geschäft locken und eine Herausforderung der Bestellbearbeitung bedeutet, die einen aber auch selbst zum Schnäppchenjäger mutieren lassen. Mit Kunden, die ungeduldig lange Schlangen bilden. Mit einem Mehr an Aufgaben und beruflichen Arbeiten, die alle im Team rotieren lassen. Alles erzeugt Stress.

Vielleicht sind Sie jedoch in einer Branche tätig, die vom Weihnachtsgeschäft kaum betroffen sind (gibt es tatsächlich!). Dann kann es dennoch geschehen, dass die Hektik auf Sie überschwappt. Die vollen Weihnachtsmärkte, die schulischen Aufführungen der Kinder, das Geschenke besorgen und das (Ver-)Planen der Weihnachtsfeiertage bietet kaum einen Ausblick auf Ruhe. Auch hierbei stellt sich Stress ein.

Wie immer Ihre Ausgangslage ist, sorgen Sie in der Adventszeit gut für sich. Achten Sie auf Phasen der Erholung und Entspannung. Steigern Sie Ihr Wohlbefinden. Viel müssen Sie dafür nicht tun. Die folgenden kleinen Tricks benötigen wenig Zeit, entfalten aber eine grosse Wirkung.

…geht’s mit voller Entspannung durch die Adventszeit: 5 Tipps

Jeder Tipp dient als Anregung – und sollte als solche verstanden werden. Stress sollte beim Anwenden nicht entstehen. Probieren Sie die einzelnen Tipps einfach aus. Und der Tipp oder die Tipps, die so richtig guttun, dürfen Sie dann ruhig öfters verwenden. Viel Spass dabei.

Tipp 1: Pflichten streichen

Ganz langsam schleicht es sich an. Es nagt an einem. Sitzt wie ein Stein im Magen und verbreitet ein schlechtes Gewissen: Das Pflichtgefühl, das sich gerade zur Adventszeit gerne besonders breitmacht. Da wollen und sollen Weihnachtskarten geschrieben werden – an Geschäftspartner, Kunden und Freunde. Mit den Kollegen geht es zu einem privaten Plausch über den Weihnachtsmarkt, obwohl drei Tage später die Weihnachtsfeier stattfindet. Und überhaupt und generell…Geschenke müssen selbst eingepackt werden. Plätzchenbacken gehört auch dazu. Den Weihnachtsbaum am besten selbst fällen.

All diese Pflichten der Vorweihnachtszeit türmen sich vor Ihrem inneren Auge gigantisch auf. Es ist ein riesiger Berg an Pflichten, den Sie erblicken. All diese Pflichten, die Sie zu erfüllen haben. Kein Wunder, dass Sie sich gestresst fühlen.

So lassen Sie los und sorgen für Entspannung:

  • Für Klarheit sorgen. Listen Sie alle Pflichten und Verpflichtungen auf, die für Sie zur Adventszeit und Weihnachten gehören.
  • Hinterfragen. Gehen Sie in Ruhe Ihre Liste durch. Fragen Sie sich bei jeder Aufzeichnung „Welche der Pflichten, die Sie sich auferlegt haben, sind wirklich wichtig? Was können Sie getrost sein lassen?“
  • Alternativen auswählen. Prüfen Sie, welche der Pflichten sich „erleichtern“ lassen. Vielleicht kaufen Sie die Plätzchen statt Sie selbst zu backen. Vielleicht schauen Sie nur für eine Stunde bei der Weihnachtsfeier vorbei.
  • Gezielt aufschieben. So manche Pflicht lässt sich tatsächlich auf den Januar vertagen. Statt der üblichen Weihnachtskarte, die in der Menge meist untergeht, senden Sie gute Wünsche zum Neuen Jahr. Überlegen Sie deshalb, welche (Ver-)Pflichtungen sich auf das nächste Jahr verschieben lassen.

Tipp 2: Stille tanken

Der Lärmmüll nimmt in der Adventszeit zu. Von überall erklingt aus zahllosen Lautsprechern Weihnachtsmusik. Auch die Lichtverschmutzung verstärkt sich. Viele Lichter an Häuserfassaden, Vorgärten und Geschäften blinken farbenfroh um die Wette. Und Ihre Nase hat ebenso viel zu schnuppern: Die Duftschwaden von heissem Glühwein und Maronen weht Ihnen entgegen.

Ihre Sinne werden regelrecht bombardiert – mehr als sonst üblich. Dadurch geraten Sie ganz automatisch in Stress. Denn Sie müssen verstärkt filtern, was Sie mit Ihren Sinnen wahrnehmen wollen. Deshalb gönnen Sie Ihren Sinnen immer wieder eine Pause.

So lassen Sie los und sorgen für Entspannung:

  • Smartphone aus. Gehen Sie mal für zehn Minuten offline. Reagieren Sie auf kein „ping“ der WhatsApp-Nachrichten. Noch erliegen Sie der Versuchung, was schnell zu googlen, Filme oder Musik live zu streamen. Fokussieren Sie sich selbst.
  • Orte der Stille aufsuchen. Es gibt sie noch, die Orte der Stille. Sei es, in einer Kirche den Alltagsstress loszulassen. Sei es eine Stunde, in einem Floating-Tank zu verbringen. Sei es, einfach mal im Wald spazieren zu gehen.
  • Türe schliessen und bewusst atmen. Schalten Sie alle Reize aus. Schliessen Sie die Bürotür. Setzen Sie sich auf Ihren Stuhl. Schliessen Sie die Augen. Fokussieren Sie Ihre Atmung. Lassen Sie Ihre Atmung fliessen, ohne etwas kontrollieren zu wollen.

Tipp 3: Grenzen liebevoll annehmen

All der Trubel birgt ein Risiko: Sich selbst in der Betriebsamkeit und Hektik der Adventszeit zu verlieren. Sie wollen so viel erledigen. Es gibt so viele Anforderungen, denen Sie gerecht werden wollen – ob beruflich oder privat. Schnell überschreiten Sie dann Ihre Grenzen. Manches Mal, ohne es wirklich zu bemerken. Sie geraten aus dem Gleichgewicht.

So lassen Sie los und sorgen für Entspannung:

  • Körpersignale wahrnehmen. Ihr Körper liefert Ihnen die besten Hinweise, ob Sie sich gerade überfordern oder nicht. Vielleicht fühlen Sie sich müde. Vielleicht schmerzt der Rücken. Vielleicht schlägt es Ihnen auf den Magen. Achten Sie auf Ihren Körper.
  • Nein sagen. Ob in der aktuellen Situation oder nachträglich, zeigen Sie Ihre Grenzen. Sagen Sie Nein, zu Einladungen, einem Kinobesuch oder dem Videotelefonat mit einem Freund. Klären Sie auch unbedingt die beruflichen Prioritäten, falls immer mehr Aufgaben auf Ihrem Schreibtisch landen.
  • Kommen Sie bei sich selbst an. Fragen Sie sich immer wieder während des Tages: Was brauche ich jetzt, damit es mir gut geht? Achten und respektieren Sie Ihre eigenen Bedürfnisse – dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es auch die anderen tun. Denn, nur, wenn Sie Ihre Bedürfnisse kennen, können Sie diese auch im aussen vertreten.

Tipp 4: Frieden mit sich selbst schliessen

Unabhängig davon, welcher Konfession Sie angehören oder ob Sie Atheist ist, bietet die Adventszeit und die Tage vor Weihnachten Gelegenheit, sich so anzunehmen, wie Sie sind. Das Fest der Liebe darf auch als ein Fest der eigenen Wertschätzung verstanden werden. Zeigen Sie Ihre Liebe nicht allein all Ihren Freunden, Ihrer Familie, Ihren Kollegen und Kunden. Zeigen Sie Ihre Liebe auch sich selbst. Schliessen Sie mit sich selbst Frieden. Akzeptieren Sie all Ihre kleinen und grossen Schwächen.

So lassen Sie los und sorgen für Entspannung:

  • Sich selbst verzeihen. Jedes Jahr hat seine Höhen und Tiefen. Lenken Sie Ihren Blick auf all die Momente, die Sie als schwierig empfunden haben, in denen Ihnen Missgeschicke passierten und Sie falsche Entscheidungen getroffen haben. Klopfen Sie sich jetzt dafür anerkennend auf die Schulter. Ja, anerkennend, denn in dem Moment taten Sie genau das, was Sie für richtig hielten. Werfen Sie sich also nichts vor, sondern üben Sie Verzeihung, um den Blick nach vorne richten zu können.
  • Loben Sie sich selbst. Viel zu oft gehen Sie kaum friedvoll mit sich selbst um. Ihr innerer Kritiker sorgt eher für Unwohlsein, fast für einen Kriegszustand. Deshalb lenken Sie Ihren Blick immer wieder auf das Gute in sich – auf Ihre Talente, Ihre Kompetenzen und den Fakt: So wie Sie sind, ist (gut) genug.

Tipp 5: Die Quellen entdecken

Die Adventszeit bietet viele Quellen der Zerstreuung, die Ihre Aufmerksamkeit verlangen. Quellen, die meist aber eher Ihre Energie fordern – all die Weihnachtsmärkte, Events, Veranstaltungen. Auch so kann Stress entstehen.

So lassen Sie los und sorgen für Entspannung:

  • Positive Quellen erschliessen. Listen Sie einmal in Ruhe auf, welche Quellen es gibt, die Ihnen Kraft, Stärke, Freude und Zuversicht schenken. Sei es ein Abend mit Freunden. Sei es ein Kinobesuch. Sei es, mit Kollegen kreativ Ideen zu spinnen.
  • Auswählen. Überlegen Sie, welche dieser Quellen Sie gerade jetzt in der Adventszeit für sich gezielt anzapfen wollen. Was planen Sie für wann ein?

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