25.02.2016

Erfolgreiche Karriereplanung: Setzen Sie auf die «Was-müsste-passieren»-Taktik

Trotz Visionen und Zielen erleben Sie einen Albtraum: Die Planung Ihrer Karriere gerät ins Stocken. Ihnen fällt es schwer, konkrete Schritte für Ihre Karrierevisionen zu benennen. Wenden Sie in solchen Momenten die «Was-müsste-passieren»-Taktik an. Denn mit dieser Taktik durchbrechen Sie mühelos Ihre mentale Blockade.

Von: Brigitte Miller   Drucken Teilen   Kommentieren  

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

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Erfolgreiche Karriereplanung

Die Vision erreichen

Tagträume sind wichtig für Ihr Leben und Ihre Karriere. Denn aus so manchem Tagtraum entsteht eine Vision. Sie sehen sich als Führungskraft agieren. Sie sehen, wie Sie im Blitzlichterhagel der Presse als Marketingleiter ein Firmenevent eröffnen. Und dieses innere Bild – Ihre Vision – fühlt sich so gut an, dass es einen kraftvollen Anreiz zum Handeln in Ihnen auslöst. Sie wollen dorthin. Sie wollen diese Vision erreichen.

Doch kaum beginnen Sie, aus Ihrer Vision erste Ziele zu entwickeln, scheint die Magie Ihrer Vision zu erlöschen. Da Sie an eine mentale Blockade stossen. Ihnen fällt es, trotz dem Wissen, wie Sie Ziele definieren sollten, schwer, aus Ihrer Vision greifbare Ziele und vor allem Realisierungsschritte zu formulieren. Die Vision wirkt ja so gross und fast positiv gigantisch, dass die Einbindung in Ihre Realität unmöglich erscheint. Und so rückt Ihre Vision in weite Ferne. «Aus der Traum», mögen Sie denken.

Verabschieden Sie sich ab heute von solch negativen Schlussfolgerungen. Halten Sie an Ihrem Traum und Ihrer Vision fest. Konzentrieren Sie sich lieber auf die Ursache – auf Ihre mentale Blockade. Denn «nur» diese müssen Sie überwinden, um Ihre Vision Realität werden zu lassen. Und dies gelingt leichter, als Sie vielleicht vermuten. Stellen Sie sich zukünftig in Momenten, in denen Sie bei Ihrer Karriereplanung ins Stocken geraten, stets eine einzige Frage:

«Was müsste passieren, damit diese Karriere-Vision für Sie Realität werden kann?»

Mit dieser Frage erhalten Sie einen gedanklichen Impuls, der nicht allein Ihre mentale Blockade durchbricht, sondern der Sie auch in eine neue Denk-Richtung führt. Stärken Sie diesen Impuls, indem Sie die folgenden Schritte der «Was-müsste-passieren»-Taktik anwenden.

Die «Was-müsste-passieren»-Taktik kurbelt Ihre Karriereplanung an: 4 Schritte

Schritt 1: Benennen Sie Ihre Karrierevision

Das schriftliche Fixieren Ihrer Karrierevision ist ein wichtiger Schritt. Indem Sie sich nämlich die Mühe machen, diese zu notieren, wird sie greifbarer und Sie können dadurch besser die Taktik anwenden. Formulieren Sie Ihre Vision stets in «Ich-Form» im Konjunktiv und unbedingt mit einer Zeitangabe – beispielsweise «Ich möchte in fünf Jahren als Marketingmanager tätig sein.»

Tipp: Laden Sie sich das Tool Merkblatt: Effektive Karriereplanung mit der Was-müsste-passieren-Taktik, das Sie auf der rechten Seite finden, herunter. Abhängig davon, für welchen Zeitraum Sie die Realisierung Ihrer Vision planen, empfiehlt es sich, mehrere Kopien anzufertigen. So könnten Sie dann pro Kopie ein Jahr oder einen Monat planen – und erhielten einen zeitlichen hervorragenden Überblick.

Schritt 2: Legen Sie die einzelnen Zwischenziele fest

Stellen Sie sich nun die entscheidende Frage «Was müsste passieren, damit diese Karriere-Vision eintritt?» Notieren Sie Ihre spontane Antwort in der ersten Zeile in der Spalte «Ziele» auf dem Formular als Ihr Hauptziel. Wenden Sie die Frage «Was müsste passieren…» anschliessend auf Ihre erstes Hauptziel an. Wiederholen Sie diesen Vorgang des Fragens so oft, bis Sie alle Schritte, die Sie zur Realisierung Ihres ersten Hauptziels benötigen, notiert haben. Vermerken Sie dann, falls es notwendig ist, weitere Hauptziele, die Sie auch mit der Frage «Was müsste passieren» analysieren. Führen Sie dies solange durch, bis Sie alle Ihre Haupt- und Zwischenziele notiert haben.

Beispiel:

Meine Karrierevision: Ich möchte in fünf Jahren als Marketingmanager tätig sein.

Was müsste passieren damit diese Karrierevision eintritt? - «Ich mache mich mit den aktuellen Marketingstrategien vertraut.»

Was müsste passieren, damit dies eintritt? - «Ich lese Fachbücher und Fachmagazine, recherchiere nach Seminaren und Vorträgen und im Internet nach neusten Entwicklungen.»

Schritt 3: Bestimmen Sie für Ihre Ziele die Zielkriterien

Je präziser Sie für sich angeben, welche Kriterien das Ziel aufweisen soll, umso besser gelingt es Ihnen, aktiv zu werden. Denn Sie wissen nun genau, was Sie wollen und können bestens kontrollieren, ob Sie Ihr Ziel erreicht haben. Fragen Sie sich deshalb:

  • Welche Eigenschaften soll Ihr Ziel aufweisen?
  • Welches Kriterium muss dabei unbedingt erfüllt werden?
  • Worauf wollen Sie bei der Realisierung achten?
  • Welche Aspekte sollen für Sie messbar sein – beispielsweise Preis, Dauer?

Schritt 4: Erstellen Sie Ihre Karriereplanung

Lesen Sie Ihre Aufzeichnungen in Ruhe durch. Überlegen Sie, welche zeitliche Reihenfolge Sie bei Ihren Hauptzielen setzen wollen und müssen. Denn so manches Hauptziel baut auf einem anderen auf. Setzen Sie also die korrekten Prioritäten. Liegt so eine zeitliche Anordnung vor, sollten Sie zuletzt nur noch die Zwischenziele im korrekten Ablauf notieren.

Dies gelingt ganz einfach. Schliesslich haben Sie durch die «Was-müsste-passieren»-Taktik die einzelnen Zwischenziele bereits in der korrekten zeitlichen Struktur erfasst, d.h. das letzte Zwischenziel, das Sie zu einem Hauptziel aufgeschrieben haben, wird für dieses Hauptziel Ihre erste Handlung darstellen. Erstellen Sie sich deshalb mit Hilfe Ihrer Aufzeichnungen, einen zeitlichen Plan, mit dem Sie nun Schritt für Schritt all Ihre Haupt- und Zwischenziele umsetzen können. Ihre Vision rückt somit mit jedem Schritt ein Stückchen näher.

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