26.01.2015

Glaubenssätze: Der Glaube versetzt Berge

Sind Sie gläubig? Diese provozierende Frage zielt nicht auf Ihre Religionszugehörigkeit ab, nein, hier geht es darum, was Sie von sich selbst, von Ihren Mitmenschen glauben. Denn oft genug bekommen Sie von Ihren Bekannten, Verwandten, Kunden, Mitarbeitern zu hören: „Das glaube ich nicht.“ oder „Das glaube ich erst dann, wenn ich es selbst erlebt habe.“ Solche Glaubenssätze sind ein Ausdruck begrenzter Wahrnehmung und begrenzter Entfaltungsmöglichkeiten.

Von: Heike Eberle   Drucken Teilen   Kommentieren  

Heike Eberle

Heike Eberle, Jahrgang 1967, ist Unternehmerin und Beraterin. Seit fast 10 Jahren leitet sie die kaufmännischen Geschicke des familiengeführten Bauunternehmens. Als engagierte Dipl.-Betriebswirtin und Kommunikationstrainerin schlägt ihr Herz für die drei wichtigen Betriebssäulen KLR: Kommunikation (intern wie extern), Liquidität und Rentabilität. Sie führt, treibt an, hinterfragt und setzt sofort um – alles unkompliziert, zielstrebig und ergebniswirksam. Mit anderen Worten ausgedrückt: Die heutige Herausforderung besteht darin, das Unternehmen und sich selbst klug zu managen.

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Glaubenssätze

Wir werden bis zu unserem 18. Lebensjahr 170.000 Mal mit einem Nein zugeschüttet, tausende negative Programmierungen und negative Schlagzeilen müssen wir ertragen. Wir werden früh mit negativen Überzeugungen konfrontiert und wundern uns dann, dass wir nicht selbst an uns glauben? Warum auch? Es wird Zeit, die Welt und sich selbst zu ändern. Es wird Zeit, unsere Fähigkeiten und Talente zu nutzen und vollends einzusetzen. Es wird Zeit, dass wir wieder an uns und unsere Schaffenskraft glauben.

Denn eines ist sicher: Egal, was Sie glauben, Sie haben immer Recht. Wenn Sie glauben, Sie schaffen etwas, dann schaffen Sie es auch. Wenn Sie es nicht glauben, dann schaffen Sie es auch nicht.

Hierzu erzähle ich Ihnen eine persönliche Geschichte: Meine Mutter ist pflegebedürftig. Seit geraumer Zeit sprechen wir in der Familie von einer möglichen Höherstufung der Pflegestufe. Mein Vater und meine Schwester sind der Meinung, dass eine Höherstufung nicht möglich ist. Ich dagegen, sehe und erlebe meine Mutter und glaube daran, dass alle Voraussetzungen für eine Höherstufung gegeben sind. Mein Glaube versetzt Berge. Ich unternehme alles in meiner Macht stehende, bringe vollen Einsatz für diesen Glauben. Das Ergebnis: Innerhalb kürzester Zeit wird der Antrag auf Höherstufung stattgegeben.

Der Glaube ist wie eine unsichtbare Haut, die uns positiv wie negativ beeinflusst. Über unsere Ahnenkette sind uns negative Glaubenssätze eingepflanzt worden, aber auch unsere eigenen Handlungen und Erfahrungen beeinflussen uns sehr. Wenn wir ein gebranntes Kind sind, scheuen wir das erneute Feuer. Wir bleiben in bestimmten Situationen stecken, es ändert sich nichts.

Negative Glaubenssätze

  • Das schaffst Du nie!
  • Dafür bist Du noch so klein!
  • Dafür fehlt Dir das Geld!
  • Dafür bist Du nicht gut genug!

Diese Liste liesse sich unendlich lang fortsetzen. Negative Glaubenssätze verhindern unser Wachstum. Negative Glaubenssätze lösen Ängste aus. Negative Glaubenssätze frusten und demotivieren. Negative Glaubenssätze ziehen uns herunter und lassen uns eine Sache zu früh aufgeben.

So gibt es Verkäufer, die mit hinderlichen Glaubenssätzen keinen Erfolg verbuchen, weil Sie glauben, dass sie ihren Kunden nerven, wenn Sie ihnen nachtelefonieren. Absoluter Quatsch! Erst kürzlich wurde ich Zeitzeugin eines Autointeressenten, der geradezu auf einen Nachfassanruf des Verkäufers wartete, der aber niemals kam. Chefs behindern sich selbst, weil sie glauben, dass ihre Mitarbeiter nicht eigenverantwortlich handeln können. Chefs haben eine vorgefertigte Meinung darüber, was ihre Mitarbeiter können oder nicht. So gibt es viele Annahmen, die bei genauer Betrachtung nicht stimmen, sondern verifiziert werden müssten.

Das Fatale daran, wenn die negativen Glaubenssätze nicht offensichtlich aufschlagen, erkennen wir oftmals die Gründe nicht, warum ein Geschäft nicht zustande gekommen ist oder der Erfolg ausgeblieben ist.

Trotzdem sind es gerade diese banalen Sätze wie „Zu dieser Tageszeit kann ich doch nicht meinen Kunden stören“ Oder „Heute bin ich nicht gut drauf, da kommt kein gutes Gespräch heraus“, die unser Wachstum lähmen. Wir bewegen uns solange in diesem Glaubenssatz-Korsett bis wir diese Sätze enttarnen und endgültig über Bord werfen.

Der Horizontwechsel auf positive Glaubenssätze kann wie ein Befreiungsschlag wirken. Mit einer Initialzündung können ungenutzte Potentiale angezapft werden, bei denen wir über uns hinauswachsen. Positive Affirmationen, die unser Herz berühren, können uns in Nullkommanichts auf Hochtouren pushen. Unmögliches wird möglich. Positive Glaubenssätze treiben an, beflügeln und motivieren.

Die Geschichte von Adler und Huhn

Die folgende Geschichte zeigt beeindruckend, dass wir uns häufig wie ein Huhn verhalten, obwohl wir zu einem Adlerflug fähig wären. Wir erschaffen unsere eigenen Grenzen und bleiben in diesem Käfig gefangen. Erst einen Schritt aus dem Käfig lässt uns Flügel wachsen, der Beginn einer neuen Grenz-Erfahrung kann beginnen. Mit diesem Grenzschritt beginnen wir uns immer mehr zuzutrauen. Wir lernen als Adler zu fliegen.

„Ein Mann fand bei einem Spaziergang das Ei eines Adlers. Er nahm es mit nach Hause und legte es zu den Eiern einer Henne. Zusammen mit den Küken schlüpfte der Adler. Er wuchs mit ihnen auf und verbrachte sein ganzes Leben mit ihnen. Er lernte mit den Füssen zu scharren, Körner zu picken und zu gackern. Gelegentlich tat er es auch den Hühnern gleich, flatterte etwas mit den Flügeln und flog ein paar Meter. Eines Tages sah er am Himmel einen wunderschönen Vogel, der anmutig und kraftvoll durch die Lüfte flog. Was ist das, fragte er die Hennen. Das ist ein Adler, der König der Lüfte, sagten diese. "Du bist eine Henne. Du kannst nicht fliegen." Der Adler, der sich für eine Henne hielt, begnügte sich damit und starb eines Tages in dem Glauben, eine Henne zu sein.“

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