08.10.2019

Jobzufriedenheit: 7 Tricks, um die eigene Motivation zu steigern

Sinkt Ihre Jobzufriedenheit, werden Sie aktiv. Denn Sie haben grossen Einfluss auf Ihre Arbeitsfreude. Mit wenigen Tricks steigern Sie gezielt Ihre Motivation.

Von: Brigitte Miller  DruckenTeilen 

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

Jobzufriedenheit

Jobzufriedenheit ankurbeln

Sie kennen diese Tage. Der Wecker klingelt. Schon der Gedanke an die Arbeit, lässt Ihre Motivation auf ein Tief sinken. Seit geraumer Zeit stellen Sie fest: Ihre Arbeitsfreude ist gesunken. Viel zu viel Routine. Viel zu viele unproduktive Meetings. Viel zu wenige Herausforderungen. Sie spüren mehr Jobfrust statt Joblust – mit all seinen Auswirkungen wie

 

  • Müdigkeit
  • Unkonzentriertheit
  • niedriges Leistungsniveau
  • Aufgaben aufschieben
  • sozialer Rückzug
  • Arbeit/Dienst nach Vorschrift
  • sinkendes Selbstwertgefühl
  • keinen Sinn in der Arbeit finden und sehen
  • geringe Freisetzung von Ideen

Sie wissen selbst: Jobfrust ist keine Bagatelle, vor allem, wenn diese regelmässig wiederkehrt, sich verstärkt und anhält. Spätestens dann heisst es. Aktiv werden. Besser noch: Tun Sie etwas für Ihre Arbeitsfreude – und zwar regelmässig. Denn Sie sind es wert, eine hohe Jobzufriedenheit zu haben. Setzen Sie deshalb Ihre Arbeitsfreude mit auf Ihre tägliche To-do-Liste. Sie können mehr dafür tun, als Sie (vielleicht) annehmen.

7 Tricks, wie Sie Ihre Jobzufriedenheit stärken und Ihre Motivation steigern

Testen Sie. Probieren Sie aus. Experimentieren Sie. Mal wird der eine Trick greifen. Mal der andere. Denn Ihre Arbeitsfreude hat Vorlieben. Ihre Arbeitsfreude unterliegt auch Schwankungen, d.h. in manchen Momenten benötigen Sie eher eine Pause, als sich auf Neues zu stürzen. Entdecken Sie für sich, was Ihnen und Ihrer Arbeitsfreude wann guttut.

Trick 1: Der Freude auf den Grund gehen 

Fokussieren Sie einmal Ihre Arbeitsfreude. Rufen Sie sich aktuelle, als auch vergangene Momente in Erinnerung, in denen Ihre Motivation und Freude an der Arbeit auf einem höheren Level waren. Fragen Sie sich:

  • Wie fühlt sich Ihre Arbeitsfreude an?
  • Wo spüren Sie diese in Ihrem Körper?
  • Was denken Sie in solchen Momenten über sich selbst und Ihre Arbeit?
  • Wie wirkt sich dieses Gefühl und diesen Gedanken auf Ihr Tun aus?
  • Welche Tätigkeiten aktivieren am stärksten Ihre Arbeitsfreude? Welche am zweitstärksten? Welche kaum? Welche gar nicht?
  • Welche Tätigkeiten lösen somit bereits im Vorfeld eine Freude aus? Welche dagegen eher ein Gefühl der Unlust?
  • Was müssten Sie denken und tun, um Ihre Arbeitsfreude hochzuhalten? Wie müssten Sie Ihre Arbeit und/oder Ihr Arbeitsumfeld (Schreibtisch, Büro etc.) für eine hohe Arbeitsmoral gestalten?
  • Was müssten Sie denken und tun, um Ihre Arbeitsfreude zu schwächen?

Analysieren Sie Ihre Antworten. Setzen Sie erste Ideen frei, wie Sie aktiv werden können.

Trick 2: Dem Dämpfer auf die Spur kommen

Sinkt Ihre Arbeitsfreude und Ihre Motivation hat dies einen Grund. Finden Sie deshalb unbedingt heraus, was die Ursache ist. Manches Mal ist die Ursache schnell gefunden „Schon wieder eine Vorgabe, die den Arbeitsablauf auf den Kopf stellt.“ Manches Mal lässt sich aber der Grund nicht wirklich packen. Vielleicht liegt dieser schon zu lange zurück. Vielleicht haben Sie ihn „vergessen“, weil Telefonate und Anforderungen Ihre Aufmerksamkeit verlangten. Kein Problem. Denn es gibt Methoden, die helfen, die tieferliegenden Anlässe aufzudecken.

Eine solche Methode ist das „Frei-Schreiben“. Dabei beenden Sie einen Satz so oft Sie können, ohne sich dabei zu zensieren – beispielsweise

„Die Vorgabe stellt den Arbeitsablauf auf den Kopf. Dies demotiviert mich, weil ich mich neu organisieren muss; … meine Zeitplanung jetzt nicht mehr passt; … ich andere Aufgaben zurückstellen muss; … einige Abgabetermine platzen; … nie daran gedacht wird, was dies eigentlich für mich bedeutet; …ich sehen kann, wie ich damit zurechtkomme…“

Legen Sie am besten gleich selbst los. Formulieren Sie angelehnt an obiges Beispiel eigene „Frei-Schreibe“-Sätze. Alternativ nutzen Sie folgende „Frei-Schreibe“-Anfänge:

  • „Meine Arbeitsfreude ist gesunken, weil…“
  • „Ich fühle mich demotiviert, weil…“
  • „Ich bin unzufrieden, weil…“
  • „Mein Job macht mir gerade keinen Spass, weil…“

Werten Sie Ihre Antworten in Ruhe aus. Überlegen Sie, was Sie in welchem Falle benötigen, damit Ihre Arbeitszufriedenheit wieder ins Lot kommt.

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Trick 3: Sich den Sinn verdeutlichen

Ist die Motivation und Jobzufriedenheit gesunken, poppt oft eine Frage auf „Was ist der Sinn des Ganzen?“ Statt die Frage beiseite zu schieben, beantworten Sie sie. Listen Sie alles auf,

  • weshalb Sie Ihre Arbeit tun.
  • was Sie an Ihrer Arbeit schätzen.
  • was Ihrer Arbeit Sinn gibt.
  • welche Ihrer Werte dadurch verwirklicht werden.

Ihre Antworten dürfen und werden vielseitig sein: Vom Geld verdienen über Kunden zufriedenstellen zu Neues erforschen und ein wenig die Welt verbessern. Notieren Sie sich einzelne Antworten auf Karteikärtchen. Oder sprechen Sie sich diese als Sprachnotiz auf Ihr Smartphone. Lesen oder hören Sie diese mehrmals am Tag. Verankern Sie auf diese Weise den Sinn Ihrer Arbeit – Ihre Arbeitsfreude wird garantiert steigen.

Trick 4: Routine neu bewerten

Jede Arbeit besteht aus Routine. Auch die Ihrige. Und manches Mal entsteht dann der Eindruck  „Alles nur Routine. Nichts Neues. Jeden Tag der gleiche Trott“. Ein verständlicher Blick auf Routineaufgabe. Allerdings ist dies nur eine Möglichkeit, wie Sie Routine betrachten und bewerten können. Ein alternativer Blickwinkel kann sein:

  • Routine geht leicht von der Hand.
  • Routine ist vertraut.
  • Dank Routine muss nicht über Arbeitsabläufe nachgedacht werden.

Verändern Sie deshalb ruhig einmal Ihren Blick auf Routineaufgaben.

Trick 5: Sich selbst Highlights setzen

Ihr Zeitmanagement priorisiert Aufgaben nach Wichtigkeit und Deadline. Nehmen Sie ein weiteres Kriterium mit auf: Arbeitsfreude. Bewerten Sie einzelne Aufgaben danach, wie viel Motivation und Jobzufriedenheit Ihnen diese schenken. Überlegen Sie anschliessend,

  • wie viele dieser Aufgaben Sie täglich in Ihre Zeitplanung aufnehmen können.
  • wie Sie Ihren Arbeitsrhythmus so planen können, dass Abwechslung entsteht.
  • welches tägliche Highlight Sie wann einplanen, um einen richtigen Motivations-Kick zu erzielen.

Trick 6: Neues wagen und lernen

Fokussieren Sie nicht allein die Weiterbildungsangebote des Unternehmens. Setzen Sie sich selbst neue Ziele für Ihre Entwicklung. Sei es, in hektischen Momenten Ruhe zu bewahren. Sei es, Ihren Stresslevel zu senken. Sei es, bei Reklamationen aktiver zuzuhören. Sie werden viele Möglichkeiten für sich entdecken, wie Sie Ihre Soft-Skills trainieren können – und so Ihren Job wieder interessanter finden.

Trick 7: Jobzufriedenheit durch mehr Würdigung

Oft sinkt die Arbeitsfreude, weil die eigene Arbeit nicht ausreichend anerkannt wurde. Sicher ist ein Lob und Feedback von aussen (z.B. durch Ihren Vorgesetzten) schön und auch wichtig. Nur, es ist ebenso wichtig, dass Sie selbst Ihre Arbeit würdigen – und zwar täglich. Sei es kurz vor Feierabend, wenn Sie den nächsten Tag planen. Oder in der Mittagspause. Oder sobald Sie eine Aufgabe oder einen Arbeitsschritt abgeschlossen haben. Lehnen Sie sich zurück und loben Sie sich für Ihr Tun – beispielsweise „Das habe ich gut gemacht“ oder „Zuerst ist mir nichts eingefallen. Doch dann habe ich viele gute Ideen für die Präsentation freigesetzt. Mit diesen kann ich gut arbeiten. Einfach genial.“

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