18.09.2018

Neues wagen: 3 Achtsamkeits-Tipps, damit Sie sich nicht länger im Wege stehen

Neues wagen, ohne sich dabei selbst zu sabotieren. Achtsamkeit ist hier der Schlüssel. 3 Achtsamkeits-Übungen unterstützen Sie bei Ihrem Ziel.

Von: Brigitte Miller  DruckenTeilen Kommentieren 

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

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Neues wagen entfaltet einen Sog

Sie sind hochmotiviert. Sie wollen etwas Neues wagen. Vielleicht endlich eine alte Gewohnheit loslassen, die sich negativ auf Ihr Wohlbefinden auswirkt. Vielleicht sich einen lang gehegten Traum erfüllen – wie beispielsweise den Schritt in die Selbstständigkeit. Vielleicht etwas ausprobieren und trainieren, was Sie an einem Kollegen bewundern – beispielsweise sein Talent frei eine Rede zu halten.

Was immer Ihr Neues sein mag, der Sog ist stark. Sie spüren den Drang. Sie wollen den ersten Schritt wagen. Das Neue zieht Sie magisch an. In diesem Moment der Magie scheint alles möglich. Sie sehen sich als Ihr eigener Boss Aufträge für Ihr eigenes Start-Up-Unternehmen an Land ziehen. Sie sehen sich im anderen Fall, wie Sie das Projektteam mit Ihrer freien Rede begeistern und mitreissen. In Ihrer Vorstellung ist alles real – und deshalb ist es auch greifbar nahe.

Neues wagen fordert Ihre Aufmerksamkeit

Greifbar nahe – einfach wunderbar. Denn Ihr Fokus richtet sich auf das Machbare. Ideen werden freigesetzt. Pläne geschmiedet. Ziele formuliert. Realisierungsschritte benannt. Sie sind in diesem magischen Moment, der auch länger andauern kann, auf der Überholspur. Alles geht «leicht» von der Hand. Sie legen einfach los.

Nur, ab einem gewissen Punkt, läuft es plötzlich nicht mehr so rund. Sie geraten ins Stocken. Unsicherheiten breiten sich aus. Zweifel poppen an die Oberfläche «War es wirklich die richtige Entscheidung?» oder «Was, wenn ich mitten in der Rede einen Blackout habe?» Mit einem Schlag entstehen in Ihrem Inneren ganz anderen Bilder. Und jedes dieser Bilder ist für Sie ebenso real, wie die, in denen alles machbar war. Als Folge rutschen Ihre Begeisterung, Ihre Motivation und Ihr Selbstwert in den Keller. Im Grunde stehen Sie sich gerade selbst im Wege – die Selbstsabotage hat zugeschlagen.

Gefordert ist ab diesem Moment eins: Ihre Achtsamkeit. Denn mit Hilfe Ihrer Achtsamkeit erkennen Sie

  • blockierende Gedanken(-muster).
  • Impulse, die die Selbstsabotage auslösen und/oder verstärken.
  • Ihre Gefühle, die herunterziehen und/oder aufbauen.
  • Ihre Re-Aktionen und somit Ihr Umgang mit diesen Augenblick der Unschlüssigkeit.

Stärken Sie also Ihre Achtsamkeit. Damit Sie auf Ihrem Weg zum Ziel nicht ins Stocken geraten.

Neues wagen: 3 Tipps für Ihre Achtsamkeit

Achtsam sein – das können Sie bereits. Sie wenden es täglich an. Achtsam sein im Strassenverkehr. Achtsam sein im Kundengespräch, um die Signale des Kunden wahrzunehmen. Achtsam sein beim Joggen, um die eigenen körperlichen Grenzen zu erkennen und ein wenig zu überschreiten. Rufen Sie diese Fähigkeit also zukünftig gezielt ab. Mit den folgenden Tipps gelingt es leicht.

Tipp 1: Achtsam sein für die eigenen Gedanken

Gedanken sind bloss Gedanken. Schön, wenn es so einfach wäre. Denn jeder Gedanke kickt Sie in eine bestimmte Richtung. Gar in die Richtung „Gedankenfalle“, in der Sie dann festsitzen. Achtsam heisst in diesem Moment,

  • Ihre Gedanken wahrzunehmen,
  • Ihre Gedanken als das zu erkennen, was Sie sind: Nämlich mentale Betrachtungen und Eingebungen, die Sie genau in dem jeweiligen Zeitpunkt denken. Ganz wichtig: Ihre Gedanken ziehen weiter
  • und sich von diesen Gedanken zu trennen, damit Sie die Falle verlassen können.

So gehen Sie bei dieser Achtsamkeits-Übung vor:

  • Aufschreiben. Notieren Sie Ihre Gedanken auf einem Whiteboard oder auf einem Block oder in einem Word-Dokument auf Ihrem Tablet. Schreiben Sie spontan auf, was Ihnen gerade durch den Kopf geht.
  • Fokussiert schreiben. Damit Sie keinen blockierenden Gedanken vergessen, starten Sie anschliessend immer wieder mit dem Satz «Hinderliche Gedanken, die mir mein Verstand hinsichtlich dem Neuen wagen…. (hier notieren, was das Neue ist)….übermittelt, sind….» – beispielsweise:
    • «Ich kann das nicht.»
    • «Ich blamiere mich.»
    • «Bei einer freien Rede komme ich garantiert vom Thema ab.»
    • «Es ist besser, mich nicht so ins Rampenlicht zu drängen.»
  • Abstand gewinnen. Sobald Sie mit Schreiben fertig sind, stehen Sie auf oder treten von dem Whiteboard zurück. Bewegen Sie sich. Allein ein wenig Schütteln unterbricht Ihre Verknüpfung mit Ihren hinderlichen Gedanken.
  • Laut verneinen. Betrachten Sie jetzt jeden einzelnen Ihrer Gedanken. Sagen Sie sich laut: «Nein. Das sind nur meine gegenwärtigen Gedanken. Sie sind nicht ich. Ich bin mehr als diese Gedanken. Ich kann mehr als dieser Gedanke. Ich habe Fähigkeiten, die dieser Gedanke nicht ausdrückt.»
  • Laut bejahen. Verändern Sie gezielt jeden einzelnen Gedanken. Sagen Sie laut «Ich kann das nicht. Doch, ich kann das. Ich habe schon ganz andere Dinge in meinem Leben geschafft und erreicht.» oder «Ich blamiere mich. Nun, kein Meister ist vom Himmel gefallen. Jeder fängt mal klein an. Ich nutze jeden Fauxpas als Lernchance.»

Tipp 2: Achtsam sein für die Impulse der Selbstsabotage

Nicht allein Ihre Gedanken sind Impulse, die sich auf Ihrem Weg zum Ziel als Hindernis aufbauen. Es gibt viele weitere solcher Sabotage-Impulse. Manche poltern laut in Ihr Leben.

Andere sind so leise, dass Sie sie kaum bewusst registrieren. Mal ist es der Zeitungsartikel über die neuste Statistik der Firmenpleiten von Start-Ups. Mal ist es der Einwand des Kollegen «Du willst dich selbstständig machen? Hast du dir dies gut überlegt?» Mal erleben Sie, wie ein Freund bei seinem Auftritt im Redeclub «Toastmasters» ins Stottern gerät. Und jeder dieser Impulse löst bei Ihnen etwas aus – meist negative Bilder, die all Ihre Befürchtungen bewahrheiten.

Achtsam sein heisst,

  • diese Impulse endlich wahrzunehmen,
  • zu erkennen, wie diese auf Sie wirken,
  • sie in Ruhe zu betrachten
  • und erst dann zu entscheiden, wie Sie denn auf diesen Impuls reagieren möchten.

So gehen Sie bei dieser Achtsamkeits-Übung vor:

  • Körperliche Sensibilität erhöhen. Gedanken lassen sich manches Mal gar nicht so schnell fassen. Ihre Körperreaktionen aber schon. Vielleicht wird Ihnen flau im Magen. Vielleicht wird Ihnen schwarz vor Augen. Vielleicht spannen Sie auch Ihre Nackenmuskeln an. Vielleicht werden Sie plötzlich sehr müde. Notieren Sie sich all Ihre typischen Körperreaktionen, die vor und während solch einer Selbstsabotage auftreten. Sobald zukünftig eines oder mehrerer dieser typischen Körperreaktionen auftreten, wissen Sie «Achtung: Selbstsabotage-Impuls».
  • Der Wirkung mental folgen. Ist ein Impuls aufgetreten, folgt ein automatisches Handeln. Spüren Sie diesem jetzt einfach nach. Was würden Sie jetzt normalerweise tun, um das Unwohlsein abzustellen. Vielleicht aufstehen und sich einen Kaffee holen? Vielleicht einen Freund anrufen? Vielleicht die aktuelle Aufgabe beiseitelegen und etwas anderes, leichteres anfangen?
  • Tun Sie erst einmal gar nichts. Halten Sie inne. Atmen Sie einige Male ruhig ein und aus. Bleiben Sie bei sich.
  • Bewusst entscheiden. Durch diese kurze Unterbrechung haben Sie jetzt endlich die Wahlfreiheit. Sie dürfen dem Impuls folgen. Sie dürfen aber auch einen Schritt in Richtung Ihres Zieles gehen. Beides ist okay. Tun Sie, was Sie in diesem Moment wirklich brauchen und bewerkstelligen können.

Tipp 3: Achtsam sein für zu viel Druck

Neues wagen erzeugt nicht allein einen wunderbaren Sog. Es erzeugt auch einen Erwartungsdruck. Vielleicht, alles innerhalb weniger Monate abzuschliessen. Vielleicht, dass für jedes Problem sofort eine Lösung gefunden werden muss. Vielleicht, alles fehlerfrei zu erledigen.

Achtsam sein heisst,

  • diesen Druck zu bemerken
  • und den Druck loszulassen.

So gehen Sie bei dieser Achtsamkeits-Übung vor:

  • Dem Druck nachspüren. Druck baut sich auf – aber wo und wie? Machen Sie sich bewusst, wo in Ihrem Körper und auf welche Weise sich Ihr Erwartungsdruck manifestiert.
  • Den Druck loslassen. Sie haben Ihren Druck in Ihrem Körper lokalisiert. Wandern Sie nun zu einer Stelle, die entspannt ist. Vielleicht Ihr grosser Zeh. Vielleicht Ihr kleiner Finger. Vielleicht Ihr rechtes Ohr. Verweilen Sie dort für einige Momente. Spüren Sie die Entspannung. Kehren Sie dann zum Körperteil, in dem Ihr Druck sich zeigt, zurück. Was hat sich jetzt hier verändert? Pendeln Sie, wenn Sie wollen, mehrere Male zwischen den beiden Körperteilen hin und her. Sie werden mehr und mehr Ihren Druck loslassen können.

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