20.03.2018

Sich selber motivieren: Ziele anpeilen mit persönlichen Motivations-Schatzkarten

Jedes Ziel löst eine Flut von Bildern in Ihnen aus. Sie sehen, wie Sie losjoggen oder wie Sie Nein sagen. Jedes dieser Bild motiviert Sie. Zapfen Sie diese visuelle Kraft gezielt an. Erstellen Sie sich Motivations-Schatzkarten. Denn mit Schatzkarten holen Sie Ihre inneren Bilder an die Oberfläche, um sie so mühelos überall und immer vor Augen zu haben.

Von: Brigitte Miller   Drucken Teilen   Kommentieren  

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

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Sich selber motivieren – Die Kraft der inneren Bilder

Jedes Wort löst ein Bild aus. Das Wort Elefant lässt sofort ein graues Tier mit Rüssel vor Ihrem inneren Auge entstehen. Ohne Bilder läuft im Grunde nichts. Sie sehen in Ihrem Inneren immer etwas – auch, wenn es Ihnen nicht mehr wirklich auffällt. Das ist schade. Denn die Kraft der inneren Bilder ist phänomenal. Probieren Sie es jetzt spontan einmal aus. Stellen Sie sich einen grauverhangenen Himmel vor, an dem sich dicke, schwere Regenwolken formieren. Wie fühlen Sie sich bei diesem Bild? Wechseln Sie dann das Szenario. Ihr Himmel wird himmelblau, mit einzelnen Wolken, durch die die Sonne ihr Licht bricht. Welche Stimmung erzeugt denn dieses Bild in Ihnen?

Zweifelsfrei haben beide Bilder unterschiedliche Reaktionen in Ihnen ausgelöst. Mal eher bedrückt, dann heiter und voller Elan. Denn an dem einzelnen Bild hängen natürlich viele weitere visuelle Eindrücke wie im Regen an der Haltestelle zu stehen, von den vorbeifahrenden Autos nassgespritzt zu werden oder in der Sonne zu liegen, den Vögeln zu lauschen und den lauen Sommerabend im Freien zu geniessen. Sie entwerfen somit ganze Filme. Filme, die Sie motivieren oder demotivieren.

Ihre inneren Bilder bringen Sie ans Ziel

Für Ihre Zielerreichung spielen Ihre inneren Bilder somit eine enorme Rolle. Denn Ihre inneren Bilder sorgen auch für Ihren Mindset, d.h. wie sich Ihre Gedanken ausrichten, die wiederum Ihr Verhalten und Handeln bestimmen. Verdeutlichen Sie sich den Einfluss Ihrer inneren Bilder auf Ihren Mindset – mit der folgenden Übung.

Übung: Ihre inneren Bilder und Ihr Mindset

Fokussieren Sie Ihr Ziel. Falls Sie sich schon auf den Weg zu Ihrem Ziel gemacht haben, lenken Sie Ihren Blick zurück auf den Anfang. Gerne in die Zeit, als Sie noch nicht gestartet sind. Fangen Sie Ihre inneren Bilder ein:

  • Was sehen Sie, wenn Sie an Ihr Ziel denken?
  • Welche Bilder poppen vor dem Start in Ihnen auf?
  • Welche Filme über Ihr Ziel spulen Sie ab?
  • Wie wirken sich diese Bilder auf Ihr Mindset aus? Wie fühlen Sie sich dabei? Was denken Sie? Wie hoch ist Ihre Motivation? Wie hoch ist Ihre Zuversicht, das Ziel zu erreichen? Wie stark ist der Sog, den ersten Schritt in Richtung Zielgeraden zu gehen?
  • Welche Bilder sorgen somit für den notwendigen Schwung?

Ihre Motivation ist zu Zielbeginn stets hoch. Deshalb werden Sie automatisch Bilder produzieren, die Ihre Motivation unterstützen. Nur – Sie ahnen es -, ab einem bestimmten Zeitpunkt verblassen Ihre Bilder. Vielleicht produzieren Sie jetzt sogar «Anti-Bilder», die alte Gewohnheiten zeigen oder Ängste, die mit dem Ziel verbunden sind. Mit der Folge: Sie beginnen an sich selbst und Ihrem Ziel zu zweifeln.

Schade. Denn Sie verfügen über das Gegenmittel – und zwar von Anfang an. Zapfen Sie einfach Ihre inneren positiven Bilder an. Und damit das zu jeder Tageszeit und in jeder Stimmungslage mühelos gelingt, erstellen Sie sich Motivations-Schatzkarten.

 Motivationsschatzkarte 1

© Brigitte Miller

Motivationsschatzkarte 2

© Brigitte Miller

Sich selber motivieren – erstellen Sie Motivations-Schatzkarten: 5 Schritte

Die obigen Beispiele zweier Motivations-Schatzkarten bieten Impulse, wie Sie selbst Ihre Schatzkarten gestalten können. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Alles ist erlaubt, was Ihre inneren Bilder sichtbar macht. Bevor Sie loslegen, legen Sie die benötigten Materialien bereit.

Was Sie für Ihre Motivations-Schatzkarten brauchen:

  • fester, gerne auch farbiger (Bastel-)Karton
  • Klebstoff
  • Zeitschriften, Magazine, Kaufprospekte oder farbige Ausdrucke von kostenlosen Fotos diverser Online-Fotoportale
  • Laminier-Gerät, um Ihre Schatzkarte zu veredeln und vor Schmutz (wie Kaffeeflecken) zu schützen

Schritt 1: Ziel fokussieren

Benennen Sie Ihr Ziel. Konkretisieren Sie, was Sie erreichen möchten. Fassen Sie Ihr Ziel in einem Satz zusammen:

  • Ich ernähre mich gesünder.
  • Ich treibe mehr Sport.
  • Ich sage Nein, wenn es für mich stimmt.
  • Ich halte eine überzeugende Präsentation.

Durch diesen Fokus richten Sie Ihren Mindset aus. Erste Bilder werden garantiert sofort aufpoppen.

Schritt 2: Ziel-Bilder einfangen

Betrachten Sie Ihre inneren Bilder. Erfassen Sie deren Inhalt, d.h.

  • was tun Sie auf Ihrem Bild?
  • welche einzelnen Realisierungs-Schritte sehen Sie?
  • welche Utensilien werden angezeigt – wie bei gesunder Ernährung Obst und Gemüse?
  • gibt es non-verbale Signale, die zu Ihrem Ziel gehören – wie beim Nein-Sagen aufrecht zu stehen oder Blickkontakt zu halten?

Stimmen Sie sich auf Ihre Ziel-Bilder ein. Behalten Sie diese für den nächsten Schritt gut im Gedächtnis.

Schritt 3: Bilderauswahl treffen

Stöbern Sie in alten Zeitschriften, Magazinen und/oder auch den Wochenprospekten einzelner Discounter. Schneiden Sie die Fotos aus, die zu Ihrem Ziel und Ihren inneren Bildern passen. Suchen Sie auch online nach Fotos. Drucken Sie diese – stets farbig – aus.

Schritt 4: Motivations-Sprüche auswählen

Verstärken Sie Ihr Ziel-Bild durch passende Ermutigungen. Solche verbalen Anreize dürfen gerne Aufforderungen an Sie sein. Oder das Motto Ihres Ziels kurz und bündig zusammenfassen. Falls Sie keinen brauchbaren Werbeslogan oder keine geeignete Artikel-Headline finden,

  • setzen Sie einzelne Wörter, die Sie ausgeschnitten haben, zu Ihrem Motto zusammen.
  • oder Sie tippen Ihre Aufforderungen in Ihr Textverarbeitungsprogramm, wählen eine für Sie ansprechende Schriftart und Schriftgrösse und drucken es aus – farbig oder schwarz-weiss.

Schritt 5: Schatzkarten erstellen

Die Vorarbeit ist geleistet. Der Spass beginnt. Arrangieren Sie nun die ausgeschnittenen Bilder und coolen Sprüche auf Ihrem Bastelkarton. Schieben Sie die einzelnen Fotos und Sprüche so lange hin und her, bis für Sie eine Schatzkarte entsteht, die Sie sofort begeistert. Das Bild Ihrer Motivations-Schatzkarte soll Sie innerlich vom «Stuhl reissen». Geben Sie sich nicht mit weniger zufrieden.

Dann geht es ans fixieren:

  • Fotografieren Sie schnell Ihre Schatzkarte.
  • Legen Sie alle Ihre Fotos und Sprüche beiseite.
  • Greifen Sie zum Klebestift und kleben Sie nun jedes einzelne Element auf Ihre Schatzkarte. Ihr digitales Foto ist dabei eine hervorragende Gedächtnisstütze.
  • Zum Schluss laminieren Sie Ihre Schatzkarte.

Halten Sie Ihre Motivation hoch: Häufig ansehen

Reservieren Sie sich für Ihren Motivationsschub pro Tag ein wenig Zeit. Vor dem Start und in den ersten Wochen auf Ihrem Weg zum Ziel dürfen es gerne mehrere tägliche Termine sein, an denen Sie sich in Ihre Motivations-Schatzkarte vertiefen. Wie wäre es nach dem Aufstehen? Oder in der Frühstückspause? Kurz vor Feierabend und vor dem Schlafengehen? Wenige Minuten reichen ja schon aus.

Selbstverständlich auch bevor Sie beispielsweise joggen gehen oder in der Kantine gesundes Essen wählen wollen. In diesen Momenten stimmen Sie sich mit Ihrer Schatzkarte auf Ihr Ziel ein. Und falls Sie rückfällig geworden sind und sich erste Zweifel melden, erhöhen Sie Ihre Anzahl an Terminen.

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