06.06.2017

Psychischer Druck: Wie kleine Inseln im Alltag Mitarbeiter gesund erhalten – Teil 2

Das Geschäftsleben ist stressig. Termindruck und hohe Umsatzziele zehren an den Kräften. Psychischer Druck bringt Berufstätige um den Schlaf. Und die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt immer mehr. Jüngste Studien schlagen Alarm: Seelische Belastungen am Arbeitsplatz nehmen zu. Wer eigene Ressourcen mobilisiert, kann dem hektischen Treiben trotzen. Denkanstösse zum Innehalten, Krafttanken und Aufatmen.

Von: Susanne Kleiner   Drucken Teilen   Kommentieren  

Susanne Kleiner

Susanne Kleiner, Communications MSc, ist Trainerin (dvct), Coach (dvct), freie PR-Beraterin, Texterin, Journalistin (BJV) und Mediatorin in München. Den Beratungs- und Trainingsschwerpunkt der Diplom-Betriebswirtin (BA) bilden Kommunikation, strategische Öffentlichkeitsarbeit und Persönlichkeitsentwicklung. Sie ist Expertin für Strategie und Kommunikation in Krisen, Konfliktfällen und Veränderungsprozessen.

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Schwächen gestalten Charakter

Psychisch Angeschlagene bewerten Tiefschläge und Niederlagen über. Gleichzeitig sehen sie ihre Erfolge nicht. Lebensbejahende Menschen blicken am Abend dankbar auf die Ernte des Tages und honorieren, was gut gelaufen ist. Stellen sie Versäumnisse oder Mankos fest, leiten sie daraus neue Einsichten für die Zukunft ab. Kluge Köpfe glauben an sich und nutzen die Kraft ihrer Gedanken. Ein Beispiel: Sie visualisieren. Vor ihrem inneren Auge sehen sie sich selbst wie Gewinner auf dem Platz stehen: Etwa als beeindruckender Redner vor einem wohlwollenden Publikum. Sie stellen sich vor, wie souverän sie sich in Verhandlungen schlagen; oder wie sie als gute Führungskraft wertschätzend und wirksam mit schwierigen Mitarbeitern sprechen. Gedanklich und gefühlsmässig bereiten sie sich auf brisante Situationen vor. So schaffen sich Jobgeplagte mentale Kraftplätze, die sie überall aufsuchen können; vorausgesetzt sie schärfen ihr Bewusstsein und kultivieren diese wohltuenden, konstruktiven Pausen. Das erfordert Übung und Wiederholung.

Wasser ist gesund

Wasser tut gut. Sogar Leitungswasser geniesst an vielen Orten höchste Qualität und steht vor handelsüblichen Mineralwassern in der Gunst der Wassertrinker ganz oben. Gut gehen Unternehmer und Angestellte mit sich um, die von gezuckerten Getränken die Finger lassen. Auch zu viel oder zu starken Kaffee nehmen sie nicht zu sich. Tabu sind „fast food“ und das schnelle Lunch-Paket am Schreibtisch zwischen Telefonaten und E-Mail-Fluten. Wer etwas auf sich hält, nimmt sich Zeit zum Essen, verlässt den Arbeitsplatz und ist dann auch nicht erreichbar. Arbeitnehmer stärken ihre Ressourcen, wenn sie sich Zeit für das Mittagessen nehmen. Sie kauen gut und ausreichend. Und sie essen viel frisches Obst, Salate und Gemüse. Wertvolle Nahrung stärkt Körper, Geist und Seele. Bewusster Genuss schafft Raum zum Entspannen. Wer Mahlzeiten zelebriert, lädt seine Akkus auf. Kaum zu glauben: Smartphones und Notebooks haben einen Off-Schalter. Überdies managen Sekretärinnen Telefonanrufe hervorragend und terminieren Rückrufe gerne und geschickt. So vermeiden Sie psychischen Druck.

Runter vom Bürostuhl

Vielbeschäftigte sind gut beraten, Sport zu treiben. Körperlicher Ausgleich gehört auf die To Do-Liste ganz oben. Bewegung hält gesund und hebt die Stimmung, vor allem in der freien Natur. Vorsicht vor zu ehrgeizigen Plänen. Wenn Untrainierte aus dem Stand einen Marathon laufen oder höchste Gipfel erklimmen wollen, geht das nach hinten los. Es gibt auch schonende und gleichzeitig wirksame Varianten: Spaziergänge an der frischen Luft tun gut und lassen das Auge schweifen. So verstärkt sich ein Gefühl der Weite. Wer Treppen steigt oder eine oder zwei Stationen vor dem Trambahn-Ziel aussteigt, kurbelt seinen Kreislauf an. Eine Runde um den Block zu gehen, macht fit. Auch die Seele bedankt sich, wenn Menschen sich selbst wertschätzen und gut auf sich achten. Wer wenig Freizeit hat, trifft sich am besten mit Freunden oder Partnern beim Sport oder in der Sauna. Das verbindet und tut allen Beteiligten gut.

Was wirklich wichtig ist

Viele Führungskräfte und Mitarbeiter sind fremdbestimmt und Opfer ihrer ständigen Erreichbarkeit, ihrer Umstände und ihres Terminkalenders. Wer unentwegt im Hamsterrad läuft, setzt seine Gesundheit aufs Spiel. Stärkende Inseln im Alltag tauchen immer mehr selbstverständlich bei denjenigen auf, die sich bewusst hinterfragen, schonungslos ehrlich mit sich sind und konsequent „aufräumen“: Was ist mir wichtig? Wie organisiere ich mich sinnvoll? Wer unterstützt mich? Wer saugt Energie ab? Was tut mir gut? Was kann ich tun, um mich auf die Arbeit zu freuen? Was verändere ich im Leben? Wie vermeide ich psychischen Druck? Innere und äussere Kraftquellen und Kraftorte bedeuten Arbeits- und Lebensqualität. Manche stellen sich einen erfahrenen Coach zur Seite, um das zu erreichen. Andere wiederum arbeiten selbst an ihrer mentalen Stärke. So oder so: Wer es versteht, gut für sich zu sorgen, strahlt eine gesunde Einstellung, Lebenskraft und Frische aus. Eine Wohltat, auch für Kunden, Kollegen und Wegbegleiter im Berufs- und Privatleben.

Die Führung trägt Verantwortung

Gute Führungskräfte sind Vorbilder. Sie leben es vor, dass gute Arbeit und eine gute Gesundheit sehr viel miteinander zu tun haben und Beachtung verdienen. Und sie sprechen Kollegen an, die aus der Balance zu geraten drohen. Warnsignale sind viele Überstunden, wenig Freizeitaktivitäten, zunehmend versäumte Termine oder langfristig unkonzentriertes Verhalten. Mitarbeiterorientierte Unternehmen räumen Angeboten der Gesundheitsprävention, Mentaltechniken und Coachings einen hohen Stellenwert ein. Sie werden ihrer Fürsorge gerecht und investieren in ihre Reputation als attraktiver Arbeitgeber, der loyale und gesunde Mitarbeiter langfristig an sich bindet. Teamseminare oder Workshops sind genauso wie Einzelcoachings ergiebige Formate, die Personalentwicklung spürbar bereichern. Denn in den meisten Fällen geht es darum, das Bewusstsein zu schärfen. Und es geht um Vertrauen in sich selbst und die Zukunft, so dass sich der Sprung aus der Komfortzone vom notwendigen Übel in ein tieferes, inneres Bedürfnis verwandelt.

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