04.07.2014

Arbeitssicherheit: Grundsätze und Ziele der Arbeitssicherheit

Durch das systematische Ermitteln von Gefährdungen können Schwerpunkte und besondere Gefahrenbereiche im Unternehmen deutlich gemacht werden. Nachdem alle auftretenden Gefährdungen ermittelt und hinsichtlich des damit verbundenen Risikos bewertet wurden, sind die dazugehörigen Schutzmassnahmen für die Arbeitssicherheit festzulegen.

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Arbeitssicherheit

Dafür ist zunächst zu überprüfen, ob rechtliche Vorgaben zu den ermittelten Gefährdungen existieren. Während früher eine Reihe von staatlichen Vorschriften,  Regeln und Informationen konkrete Vorgaben teilweise sogar branchen- bzw. tätigkeitsbezogen enthalten haben, geht die Entwicklung mittlerweile hin zu flexiblen Schutzzielen. Das bedeutet, dass die Vorschriften Formulierungen wie „angemessen“, „geeignet“ oder „ausreichend zuträglich“ enthalten, die es dem Unternehmen erlauben sollen seine eigenen betrieblichen Lösungen stärker zu berücksichtigen.

Grundsätze und Ziele der Arbeitssicherheit

Schutzmassnahmen sind grundsätzlich immer dann erforderlich, wenn eine Gefährdung vorliegt, bei der das damit verbundene Risiko unakzeptabel hoch ist. Ziel der Massnahmen ist es also, das Risiko unterhalb des Grenzrisikos, sprich auf ein akzeptables Mass zu senken. Dabei sind folgende Grundsätze zu berücksichtigen:

  • Die Arbeit ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung für Leben und Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird. 
  • Gefahren sind an ihrer Quelle zu bekämpfen.
  • Bei den Arbeitssicherheits-Massnahmen sind der Stand von Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen.
  • Massnahmen zur Arbeitssicherheit sind mit dem Ziel zu planen, Technik, Arbeitsorganisation, sonstige Arbeitsbedingungen, soziale Beziehungen und Einfluss der Umwelt auf den Arbeitsplatz sachgerecht zu verknüpfen.
  • Individuelle Arbeitssicherheit-Schutzmassnahmen sind nachrangig zu anderen Massnahmen.
  • Spezielle Gefahren für besonders schutzbedürftige Beschäftigungsgruppen sind zu berücksichtigen.
  • Den Beschäftigten sind geeignete Anweisungen zu erteilen.
  • Mittelbar oder unmittelbar geschlechtsspezifisch wirkende Regelungen sind nur zulässig, wenn dies aus biologischen Gründen zwingend geboten ist.

Um diesen Grundsätzen zu folgen, ist auch bei der Gefährdungsbeurteilung die Rangfolge bei der Festlegung der Schutzmassnahmen zur Arbeitssicherheit zu beachten. Technische erhalten den Vorzug vor organisatorische Schutzmassnahmen. Und wenn auch dann noch ein unakzeptables Risiko besteht, sind personenbezogene Massnahmen zu treffen. Dieser Logik folgend sollten auch die Dokumente zur Gefährdungsbeurteilung aufgebaut sein.

Technische Massnahmen umfassen grundsätzlich den Einsatz gefährdungsarmer Technik, die Änderung der Technologie, die Automatisierung, den Einsatz technischer Hilfsmittel, den Einbau technischer Schutzeinrichtungen oder den Ersatz von Gefahrstoffen.

Organisatorisch kann man Arbeitsabläufe, Arbeitsinhalte und Aufgabenverteilungen ändern, Arbeitszeiten anders gestalten oder Verantwortlichkeiten festlegen. Bei den personenbezogenen Massnamen stehen vor allem die persönlichen Schutzausrüstungen im Vordergrund.

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