01.07.2014

Persönliche Schutzausrüstung: Gesundheitliche Risiken vermeiden

Ein Teil der Schutzausrüstung ist die Schutzkleidung. Sie schützt die Beschäftigten vor Unfallgefahren oder Gefahren durch chemische, physikalische, klimatische oder infektiöse Einwirkungen. Hierzu zählt auch die Schutzkleidung mit Warnwirkung. Die zu schützenden Körperteile sind Kopf, Arme, Beine, Füsse und der Rumpf.

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Persönliche Schutzausrüstung

Die Schutzkleidung ist eine persönliche Schutzausrüstung (PSA) und daher von der Arbeits- und Berufskleidung abzugrenzen. Arbeits- und Berufskleidung schützt nur vor gröberen oder feineren Verschmutzungen und ist oft auch als einheitliche Dienstkleidung eingesetzt. Zur Persönlichen Schutzausrüstung zählt man: Schutzkleidung, Schutzhandschuhe, Hautschutz, Fussschutz, Kopfschutz, Augen- und Gesichtsschutz, Gehörschutz, Atemschutz, Sicherheitsgeschirre. Diese sind dazu bestimmt, von einer Person benutzt, getragen oder gehalten zu werden, um sich gegen Gesundheitsrisiken sowie Sicherheitsrisiken zu schützen.

Ausnahmen

Uniformen, Ausrüstung für Not- und Rettungsdienste, persönliche Schutzausrüstung für Streitkräfte, Polizei und Angehörige von Sicherheitsdiensten (Ordnungsdiensten), PSA bei Strassenverkehrsmitteln, Sportausrüstungen, Selbstverteidigungs- und Abschreckmittel und tragbare Geräte zur Feststellung und Signalisierung von Risiken und Schadstoffen werden in den rechtlichen Regelwerken als Ausnahmen genannt.

Auswahl der Persönlichen Schutzausrüstung

Vor Bereitstellung der persönlichen Schutzausrüstung muss der Unternehmer gemäss der Rangfolge der Schutzmassnahmen prüfen, ob die bestehenden Gefahren vorher durch technische und/oder organisatorische Massnahmen beseitigt werden können. Ist dies nicht oder nur teilweise möglich, hat der Unternehmer nach sorgfältiger Prüfung geeignete und geprüfte PSA zur Verfügung zu stellen.

Einkauf im Nichtfachhandel

Wegen Kosteneinsparungen bzw. räumlichem Zusammenhang zu Bau- und Heimwerkermärkten beschaffen viele Unternehmer ihre persönliche Schutzausrüstung  aus dem hier angebotenen Warensortiment. Durch schlechte Verarbeitung, minderwertiges Material bis hin zur fälschlichen Anbringung von CE- und GS-Zeichen werden die Beschäftigten stellenweise einer noch grösseren Gefahr ausgesetzt denn davor geschützt. Stichproben in führenden Baumärkten widerlegten durch Sichtkontrollen von vielen Landesämtern für Arbeitssicherheit diese These. Hinsichtlich CE-Kennzeichnung wird auf die Richtlinie 89/686/EWG (Inverkehrbringen von PSA) verwiesen. Deren Geltungsbereich umfasst sowohl die für gewerbliche Zwecke vorgesehene PSA als auch PSA für die private Verwendung.

Persönliche Schutzausrüstung – Einstufung in Riskokategorien

Die Richtlinie 89/686/EWG unterscheidet drei Produktkategorien:

Kategorie I (geringe Risiken)

Zu dieser Kategorie zählen solche PSA, bei denen man davon ausgeht, dass der Benutzer selbst die Wirksamkeit gegenüber geringfügigen Risiken beurteilen kann, und deren Wirkung, wenn sie allmählich eintritt, vom Benutzer rechtzeitig und ohne Gefahr wahrgenommen werden kann. Solche PSA sind z.B. Gartenhandschuhe und Sonnenbrillen.

Kategorie II (mittleres Risiko)

Persönliche Schutzausrüstung dieser Kategorie umfasst die PSA, die weder der Kategorie I noch der Kategorie III zugeordnet sind. Dies sind z.B. Gehörschutz, Schutzhelme und Sicherheitsschuhe. Für diese eingestuften PSA muss der Hersteller eine Konformitätserklärung erstellen, nachdem eine gemeldete Stelle für ein PSA-Modell eine EG-Baumusterprüfung durchgeführt hat.

Kategorie III (hohes Risiko)

Dieser höchsten Kategorie werden alle PSA zugeordnet, die gegen tödliche Gefahren oder ernste und irreversible Gesundheitsschäden schützen sollen und bei denen man davon ausgehen muss, dass der Benutzer die unmittelbare Wirkung der Gefahr nicht rechtzeitig erkennen kann. Zu diesen komplexen PSA gehören z.B. Atemschutzausrüstungen, Absturzsicherungen, spezielle Schutzanzüge usw. Für diese eingestuften PSA muss der Hersteller eine Konformitätserklärung erstellen, nachdem eine gemeldete Stelle für ein PSA-Modell eine EG-Baumusterprüfung durchgeführt hat und die fertigen PSA einer Qualitätssicherungskontrolle unterzogen wurden.

Pflichten der Unternehmer

Es ist eine Grundpflicht des Arbeitsgebers, geeignete persönliche Schutzausrüstung  auszuwählen und bereitzustellen. Zudem sind die Beschäftigten über Handhabung und Benutzung zu unterweisen. Diese Unterweisung muss in einer für die Beschäftigten verständlichen Form und Sprache durchgeführt werden. Der Unternehmer hat ebenfalls dafür zu sorgen, dass die entsprechend bestehenden Tragezeitbegrenzungen sowie die Gebrauchsdauer bestimmungsgemäss eingehalten werden.

Pflichten der Beschäftigten

Die Beschäftigten haben die bereitgestellte persönliche Schutzausrüstung  bestimmungsgemäss zu verwenden sowie  regelmässig auf ihren ordnungsgemässen Zustand zu prüfen und festgestellte Mängel dem Unternehmer unverzüglich zu melden.

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