30.06.2014

Röntgenstrahlung: Umgang mit Röntgeneinrichtungen

Haben Sie es beruflich mit Röntgeneinrichtungen zu tun? Im folgenden Beitrag haben wir für Sie die entscheidenden Verhaltensregeln dargestellt, damit Gefahrenpotenziale gar nicht erst entstehen.

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Röntgenstrahlung

Wesentliche As des Strahlenschutzes

  • grösstmöglicher Abstand zur Strahlenquelle
  • möglichst kurze Strahlzeit; unnötige Strahlzeiten sind zu vermeiden          
  • möglichst viele schwere (dicke) Abschirmungen zwischen Strahlenquelle und Personen     
  • Die erforderlichen Abschirmungen sind ordnungsgemäss aufzustellen.

 

Arbeiten mit Vollschutz- oder Hochschutzeinrichtungen zur Abschirmung von Röntgenstrahlung

Beim Arbeiten mit Vollschutz- oder Hochschutzeinrichtungen kann auf weitere Abschirmmassnahmen verzichtet werden. Das Schutzgehäuse umschliesst ausser der Röntgenröhre oder dem Röntgenstrahler auch den zu behandelnden oder zu untersuchenden Gegenstand vollständig. Die Röntgenröhre oder der Röntgenstrahler kann nur bei vollständig geschlossenem Schutzgehäuse betrieben werden. Fordern Untersuchungsverfahren einen kontinuierlichen Betrieb des Röntgenstrahlers, so kann das Schutzgehäuse geöffnet werden, wobei durch den Hersteller maximale Ortsdosisleistungswerte gewährleistet sein müssen.

Reduzierung der Mitarbeiteranzahl

Während der Strahlenexposition darf sich nur die absolut notwendige Anzahl an Mitarbeitern im Kontrollbereich aufhalten. Nie ungeübtes Personal allein tätig werden lassen. Verkehrswege durch potenzielle Kontrollbereiche sollten vermieden werden, da hier die Gefahr der unnötigen Strahlenbelastung besteht.

Strahlrichtungen einhalten

Festgelegte Strahlrichtungen sind einzuhalten. Strahlrichtungen auf Fenster oder andere Arbeitsplätze sind zu vermeiden. Das Feld sollte so eng wie möglich eingeblendet werden (Streustrahlenreduktion).

Achtung Röntgenstrahlung! Keine unbefugte Nutzung zulassen

Beim Verlassen des Arbeitsplatzes ist die Röntgeneinrichtung abzuschalten und der Schaltzustand kenntlich zu machen. Geräte sind gegen unbefugte Benutzung zu sichern (Schlüsselsicherung, Passwort). Abteilungsfremde Personen dürfen keine Strahlenquelle in Betrieb setzen können.

Nicht in das Strahlenfeld greifen

Jede Arbeit im Primärkegel bzw. im Nutzstrahlenfeld (ungeschwächtes Strahlenfeld) muss vermieden werden, da die Dosis hier um ein Vielfaches höher liegt als in der Umgebung (hier nur Streustrahlung).

Medizinisches Röntgen

Medizinisches Personal befindet sich, im Gegensatz zu Patienten, grundsätzlich ausserhalb des primären Strahlengangs. Je nach Art der Untersuchung ist allerdings mit einer Streustrahlung in niedriger Dosis zu rechnen.

Belastung in der Computertomografie

In der vor allem heute relevanten röntgenologischen Schnittbilddiagnostik (Computertomograpfie) sollte für das Personal überhaupt keine messbare Strahlung auftreten, da dieses sich während der Untersuchung grundsätzlich ausserhalb des Untersuchungsraums aufhalten sollte.

Belastung in der Projektionsradiografie

In der Projektionsradiografie assistiert medizinisches Personal bei manchen Untersuchungen wie z.B. bei durch Röntgendurchleuchtung gesteuerten Eingriffen am Blutgefässsystem (Angiografie). Hier ist unter Umständen mit einer sehr geringen Strahlendosis zu rechnen, die durch gerätetechnische und persönliche Strahlenschutzmassnahmen minimiert werden können.

Verwenden der Dauereinrichtungen und Schutzkleidung

Beim medizinischen Röntgen ist das Tragen von Schutzkleidung vorgeschrieben, wenn keine Dauereinrichtungen vorhanden sind. Die Verwendung von Dauereinrichtungen (Strahlenschutzwände, Schirme, Vorhänge usw.) hat dort, wo es der betriebsmässige Ablauf erlaubt, im Allgemeinen Vorrang vor der persönlichen Schutzausrüstung. Falls die Verwendung von Dauereinrichtungen aus Gründen des Betriebsablaufs nicht möglich ist, muss Strahlenschutzkleidung zur Abschirmung von Röntgenstrahlung getragen werden.

Strahlenschutzschürzen

Strahlenschutzschürzen sind aus mehreren Lagen von Bleigummi gefertigt. Der notwendige Kompromiss zwischen Schutzwirkung und Tragbarkeit hat zu den heute üblichen Bleigleichwerten von 0,25 bis 0,35 mm Blei geführt. Die Strahlung wird dabei auf 10 % (bei 0,25 mm Blei) bis 1 % (bei 0,35 mm Blei) geschwächt. Die Bleischürzen dienen dem Schutz vor Streustrahlung, nicht vor direkter Strahlung. Allerdings nimmt mit zunehmender Härte der Röntgenstrahlung die Schutzwirkung rapide ab.

Schutzausrüstungen sind zur Verfügung zu stellen!

Der Strahlenschutzverantwortliche bzw. in dessen Auftrag der zuständige Strahlenschutzbeauftragte hat die entsprechenden Schutzausrüstungen zur Verfügung zu stellen.

Kein Halten des Patienten durch Personal

Das Personal sollte möglichst vermeiden, Patienten zu halten. Wenn auf das Halten nicht verzichtet werden kann, dann sollte eine helfende Person zum Einsatz kommen.  

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