02.07.2014

Instandhaltung: Grundidee der ereignisorientierten Instandhaltung

Die ereignisorientierte Instandhaltung basiert auf der einfachsten Strategie: Instandhaltung findet im Schadensfall statt und bedeutet nichts anderes als Störungsbeseitigung und Reparatur. Doch das, was sich im ersten Moment wie das genaue Gegenteil einer Strategie lesen mag, kann – bewusst angewendet – effizient und hilfreich sein.

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Instandhaltung

Denn immer dann, wenn genügend Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen, der Ausfall keine grösseren Kosten verursacht, Gefährdungen auszuschliessen sind und die Reparatur schnell und unproblematisch vorgenommen werden kann, ist dieser Ansatz durchaus akzeptabel und wird in der Praxis auch häufig angewandt.

Instandhaltungsstrategie

Die Ursache dafür ist in dem permanenten Zielkonflikt zu sehen, in dem sich die Instandhaltung befindet. So soll zwar einerseits die permanente Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen ermöglicht werden, andererseits sind aber gleichzeitig die Kosten der Instandhaltung zu minimieren und die Unterbrechungen des Produktionsablaufs durch Instandhaltungsaktivitäten gering zu halten. Betrachtet man die Wahl der Instandhaltungsstrategie unter diesem Aspekt, so werden vier Kriterien deutlich, die wesentlichen Einfluss auf die Wahl haben:

  • technische Kriterien
  • produktionsrelevante Kriterien
  • sicherheitstechnische Kriterien
  • wirtschaftliche Kriterien

Die Verantwortlichen müssen zwischen diesen vier Kriterien abwägen und eine Entscheidung treffen, die sich von Maschine zu Maschine unterscheiden wird. Kann eine Störung zu Unterbrechungen im Produktionsprozess, zu Qualitätsproblemen oder Lieferverzögerungen führen, wird die ereignisorientierte Instandhaltung eher ungeeignet sein. Das Gleiche gilt, wenn durch die Störung die Möglichkeit besteht, die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter zu gefährden. Schliesslich ist es ebenso möglich, dass ursächliche Störungen zu grösseren Folgeschäden an Maschinen und Anlagen führen. Auch in diesem Fall sollte auf die ereignisorientierte Instandhaltung verzichtet werden. Sind dagegen diese Gefahren nicht gegeben, dann bietet sich die Strategie der ereignisorientierten Instandhaltung an. In der Praxis findet sie häufig Anwendung bei Bürogeräten oder kleineren, selten benutzten Maschinen oder Transportmitteln.

Im Vergleich zu anderen Instandhaltungsstrategien lässt sich die ereignisorientierte Instandhaltung folgendermassen einordnen:

Reaktive Instandhaltung

Die ereignisorientierte Instandhaltung gilt also als reaktive Instandhaltung.

Als wesentliche Vorteile gelten:

  • die volle Ausschöpfung des Abnutzungsgrads
  • die sehr geringen Instandhaltungskosten
  • der geringe Planungsaufwand

Andererseits entstehen folgende Nachteile:

  • hohe Ausfallkosten bei falschem Einsatz
  • teilweise hoher Instandsetzungsaufwand und hohe Ausfallzeiten
  • mangelnde Planbarkeit der Massnahmen
  • geringe Garantie für die Anlagenverfügbarkeit

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