03.07.2014

JIT: JIT-Produktionssystem und Anlagenverfügbarkeit

Grundlage des JIT-Produktionssystems bildet der Just-in-time-Gedanke. Das heisst zu dem Zeitpunkt, an dem der Kunde vom Lieferanten Produkte nachfragt, diese sofort herstellen zu können. Und zwar in der kürzestmöglichsten Zeit, in der genau benötigten Menge, mit der richtigen Qualität und den gewünschten Spezifika – und das noch zu möglichsten geringen Kosten.

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JIT

Die Betonung liegt hierbei auf Herstellung. Viele Unternehmen haben sich in den letzten Jahren mit dem Just-in-time-Gedanken vertraut gemacht, verstehen aber darunter oftmals das Liefern, was entsprechend grosse Mengen an Fertigwarenbeständen zur Folge hat. Nein, das Just-in-time-Produktionssystem, so wie es von Taichii Ohno entworfen wurde, folgt dem Gedanken, erst dann die Produktion zu starten, wenn die Produkte vom Kunden tatsächlich benötigt werden. Dann aber sofort und in der kürzesten Herstellungszeit.

Maschinen und Anlagen haben drei wesentliche Einflussfaktoren auf das JIT-Produktionssystem. Um die Vision eines solchen Produktionssystems zu verwirklichen, sind drei wesentliche Bedingungen zu schaffen:

Die wesentlichen Bedingungen des JIT – Produktionssystems

  1. Entwicklung eines hochflexiblen Systems, das ohne Zeitverzögerung auf Varianten- und Mengenschwankungen reagieren kann
  2. Betriebsmittel, wie Maschinen und Anlagen, die zu der Zeit, da sie benötigt werden, eine 100%ige Verfügbarkeit aufweisen
  3. Sicherstellung, dass jedes gefertigte Produkt die vorgegebenen Qualitätsanforderungen erfüllt

Qualifikationen der Mitarbeiter

für das JIT-Produktionssystem Weitere Einflussfaktoren ergeben sich mittelbar, z.B. über die vorhandenen Qualifikationen der Mitarbeiter. Wie gut ist ein Arbeiter in der Lage, die durch ihn betreute Anlage zu bedienen? Kennt er ihre Besonderheiten und eventuelle Abweichungen vom Normverhalten? Führen Bedienungsfehler zu ungeplanten Stillständen? Kann er auftretende Störungen beschreiben, bei der Suche nach dem Fehler mithelfen oder gar die Reparatur selbstständig durchführen? Auch das Thema „materialflussorientierte Betriebsmittel“ ist mittelbar mit der Anlagenverfügbarkeit verknüpft, z.B. über die Gestaltung des Anlagenlayouts oder im Fall von unnötigen Transportmodulen in hochautomatisierten Anlagen. Anlagenverfügbarkeit ist also ein wesentliches Element für ein JIT-Produktionssystem.

JIT-Produktionssystem und Anlagenverfügbarkeit - wer ist verantwortlich?

Die Frage, die sich jedoch im Weiteren stellt, ist die nach der Verantwortlichkeit. In klassischen Organisationen wird Anlagenverfügbarkeit mit dem Aufgabenbereich der Instandhaltung verknüpft. Das mag für den Bereich der Störungen durchaus auch weiterhin gelten. Es wird aber gleichzeitig deutlich, dass andere Aspekte durch die Instandhaltung nicht verfolgt werden können. Layout, Rüst- und Einrichtprozesse oder die Qualifizierung der Arbeiter.

In der Praxis trifft man oft auf eine Mischung unterschiedlichster Verantwortlichkeiten, die auf das gleiche Objekt zielen: die Maschine. Turbulenzen sind daher vorprogrammiert. Die Qualitätssicherung regt eine Umgestaltung des Fertigungsprozesses mit dem Ziel einer besseren Qualität an, beachtet aber nicht, dass die hinzugekommene Anlage für die Fertigungsparameter nicht ausgelegt ist und damit häufigere Störungen auftreten.

Die Personalentwicklung qualifiziert Mitarbeiter zur Bedienung der Maschinen und Anlagen, berücksichtigt aber wesentliche Einflüsse auf die Produktqualität nicht. Die Instandhaltung repariert Störungen, die aufgrund von Bedienungsfehlern aufgetreten sind, hat aber keine Zeit, die Arbeiter zu schulen. Die Aufzählung von Beispielen könnte an dieser Stelle ohne Weiteres fortgesetzt werden. Das soll aber nicht Sinn und Zweck des Textes sein. Es geht vielmehr darum, die Ursachen für die genannten Probleme offenzulegen. Und die sind eindeutig in den unterschiedlichen Verantwortlichkeiten zu sehen. Jeder ist ein wenig für die Maschine verantwortlich, jeder für einen etwas anderen Aspekt – was zur Folge hat, dass keiner im ganzheitlichen Sinn die Verantwortung trägt.

Anlagenverfügbarkeit

Anlagenverfügbarkeit beginnt in diesem Sinne mit einer klaren Zuordnung. Die kann nur darin bestehen, dass derjenige die Verantwortung übernimmt, der die Maschinenverfügbarkeit benötigt, um seiner Arbeitsaufgabe gerecht zu werden, also die Produktion, d.h. der Leiter der Produktion, der Meister im jeweiligen Bereich, der Vorarbeiter oder gar der Maschinenarbeiter selbst. Wobei wir an dieser Stelle eindeutig für Letzteren plädieren. Er kennt seine Maschine am besten. Er arbeitet acht Stunden pro Tag daran. Er ist von ungeplanten Maschinenstillständen, Minderqualität oder aufwendigen Umbauten direkt betroffen.

Der Bereich Instandhaltung dagegen kann nicht für die Verfügbarkeit aller Anlagen und Maschinen verantwortlich sein. Dazu sind sie zu weit entfernt. Vielmehr nimmt die Instandhaltung die Rolle eines internen Dienstleisters ein, der auf Anforderung durch die Produktion bzw. den Arbeiter dafür sorgt, dass monierte Defizite schnellstens beseitigt werden.

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