23.06.2014

Desktop-Virtualisierung: Reduktion eines Terminalservers auf einen einzelnen, virtuellen Computer

Heute werfen wir einen Blick über die virtuelle Bereitstellung von Servern hinaus in das Reich der Desktop-Virtualisierung. Was gibt es hier denn überhaupt zu virtualisieren, mag sich manche und mancher fragen.

Von: Lars Behrens   Drucken Teilen   Kommentieren  

Lars Behrens, Dipl.-Paed

Lars Behrens ist Geschäftsführer der Firma MaLiWi IT. Staatlich geprüfter Netzwerkadministrator, Microsoft MCP/Linux LCP. Er hat langjährige Erfahrung in der Beratung bei Planung und Einrichtung von IT-Systemen und Netzwerken und dem Support heterogener Systeme (Apple Macintosh, Microsoft Windows, Linux). Universitätsstudium der Pädagogik, mehrere Jahre Tätigkeit im Ausland. Seminar- und Kursleiter, Referent und Fachbuchautor. Weiterhin ist er Herausgeber von dem Online-Fachportal «InformatikPraxis» bei der WEKA Business Media AG.

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Desktop-Virtualisierung

Software-Virtualisierung, Desktop-Virtualisierung, VDI (Virtual Desktop Infrastructure) – es schwirrt eine ganze Menge an Begriffen zum Thema Virtualisierung von Desktops durch die Medien und die Köpfe der Anwender, Administratoren und IT-Verantwortlichen. Worum geht es dabei?  

Auf Seiten der Clients geht es vor allem darum, einen an das Netzwerk angebundenen PC (Laptop, Notebook usw.) mit auf den User angepasster Software zu bespielen – oder gleich das ganze Betriebssystem übers Netzwerk auf den entfernt stehenden PC zu übertragen. Entfernt bezieht sich natürlich auch auf Geräte, die im lokalen Netzwerk (dem LAN) stehen und in Zeiten einfach aufzusetzender virtueller privater Netzwerke (den VPNs) verschwimmen die Grenzen zwischen lokal und remote ja ohnehin. 

Desktop-Virtualisierung ist laut computerwoche.de «streng genommen nichts weiter als die Reduktion eines Terminalservers auf einen einzelnen, virtuellen Computer.» Technisch funktioniert die Desktop-Virtualisierung so, dass dem tatsächlich auf dem Client-System vorhandenen Betriebssystem eine virtuelle Schicht übergelegt wird. Diese wird von einem Server bereitgestellt, welcher über ausreichend Leistung verfügen muss, um etwa mehrere hundert Desktops über das Netzwerk virtualisiert bereitzustellen. Und auch die Datenlagerung wird in einer VDI-Umgebung alles andere als trivial. Hier wird man in der Regel auf ein Storage Attache Network (SAN) zurückgreifen.

Software zur Desktop-Virtualisierung 

Schlussendlich ist auch die Software zur Umsetzung einer Desktop-Virtualisierung im Businessbereich nicht umsonst zu haben. Dabei vergessen oder verdrängen manche Entscheider gerne, dass diese geplant, vorbereitet, umgesetzt (Roll-Out), angepasst und im laufenden Betrieb gewartet werden muss. All diese Aspekte haben sicher dazu geführt, dass VDI im Enterprise-Bereich zwar ein heisses Thema ist, es aber bisher nur zögerlich umgesetzt wird – vor allem im Bereich der KMU. Ganz im Gegensatz zur Server-Virtualisierung, die längst in den Betrieben angekommen ist und inzwischen auch ohne esoterisches Spezialwissen umgesetzt werden kann.

Lokale Virtualisierungen – VMWare und Sandboxes

Zugehörig zum ganzen Themenfeld der Virtualisierung sind natürlich die lokal auf Client-PCs zu installierenden Betriebssystem-Virtualisierungen a la VMWare, Parallels, VirtualBox und Co. Hiermit können Sie beispielsweise auf Ihrem MacBookPro ein virtualisiertes Windows betreiben, um die proprietäre Software, die es ausschliesslich für Windows-Systeme gibt, auch nach einem Umstieg auf ein Gerät aus dem Hause Apple weiter nutzen zu können.

Fazit

Desktop-Virtualisierung bietet mehrere Facetten: Gerade die zentralisierte virtuelle Bereitstellung von Software oder gleich ganzen Betriebssystemen hilft Unternehmen, ihre IT-Landschaft zu vereinheitlichen, erleichtert die Administration und verspricht vor allem sicherheitstechnische Vorteile. Allerdings ist der dafür notwendige Aufwand nicht zu unterschätzen. In der Regel wird man sich externes Know-how ins Haus holen müssen, vor allem im KMU-Umfeld.  

Die Virtualisierung von Programmen oder Betriebssystemen auf den lokalen PCs mit VMWare, Sandbox und Co. kann hingegen gerade deswegen tückisch sein, weil sie so einfach umzusetzen ist. Sie sollten es also mit dem Herumspielen gerade auf einem Produktivsystem tunlichst nicht übertreiben.

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