01.07.2014

Technische Dokumentation: Grundlagen der technischen Dokumentation

Die Technische Dokumentation, so der Sammelbegriff in der EG-Richtlinie Maschinen, dient vorwiegend der Produktsicherheit.

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Technische Dokumentation

Sie enthält Nachweise darüber, wie die in den Richtlinien geforderte Produktsicherheit erreicht wurde und auf welchem Wege die Sicherheit des Anwenders bzw. Verbrauchers bei der Nutzung des Produkts angestrebt und erreicht werden soll. Bei der Technischen Dokumentation als Gesamtheit aller Dokumente ist zwischen Interner Dokumentation und Externer Dokumentation zu unterscheiden.

Interne Dokumentation

Die Interne Dokumentation umfasst alle Dokumente eines Produkts, die der Hersteller archivieren muss, um die Erfüllung der Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen von Richtlinien nachzuweisen.

Dazu gehören u.a.: Dokumente der Konzeption, der Normenrecherche, der Konstruktion, Testprotokolle, Protokoll der Risikobeurteilung, die Lösungsbeschreibungen, die Zielgruppenanalyse, Anwendertestprotokoll der Betriebsanleitung, die Betriebsanleitung, die EG-Konformitätserklärung(en) und Einbauerklärung(en) der Zulieferer.

Externe Dokumentation

Die Externe Dokumentation umfasst alle Dokumente eines Produkts, die dem Verkaufsgeschäft zu Grunde liegen und solche, die der Nutzer zum bestimmungsgemässen Gebrauch benötigt.

Dazu gehören u.a.: Prospektmaterial, Benutzerinformationen zur Montage, zur Inbetriebnahme, zur Einarbeitung, Informationen zum bestimmungsgemässen Gebrauch, Unterlagen zur Wartung und Störungssuche (ggf. auch Reparatur), Ersatzteillisten, ggf. Benutzerinformationen an der Maschine (Beschilderung, Sicherheitspiktogramme etc.), die EG-Konformitätserklärung (nicht bei Niederspannungsrichtlinie und der Richtlinie zur Elektromagnetischen Verträglichkeit).

Technikautor und Fachsprache 

Die Verfasser der technischen Dokumentation, Technikautoren, begleiten alle Arten von Produkten von der ersten Entwurfsphase über die Konstruktion und Herstellung und oft bis zur Demontage und Entsorgung. Deshalb müssen Technikautoren generell und aktuell über bestehende Vorschriften und die Rechtsprechung informiert sein.

Ausserdem müssen sich Technikautoren präzise und verständlich ausdrücken können. Und bereits hier beginnt eines der grossen Probleme in der Technischen Dokumentation, wenn nicht das grösste Problem überhaupt. Denn wie in allen Bereichen der Wirtschaft und Wissenschaft stossen wir auch hier auf den Aspekt der Fachsprachen innerhalb einer Sprache.

Jeder Anwender verfügt über Vorerfahrungen, die für die Nutzung eines technischen Produkts von erheblicher Bedeutung sind. Deshalb befreit nichts den Technikautor davon, sich über den Erfahrungshorizont der Anwender Gedanken zu machen, denn nur so kann er die Verbindung zwischen Vorwissen und Bedienschritten herstellen. Nur so kann er erreichen, dass Handlungsanleitungen nicht nur intuitiv, sondern auch bewusst verstanden und befolgt werden.

Nun ist diese Brücke von Vorwissen über Handlungsanweisungen zu Bedienschritten durch unterschiedliche Fachbegriffe oft mehr als baufällig. Dies gilt nicht nur für Technische Anleitungen, sondern auch im Hinblick auf das Verstehen der Einzeldokumente innerhalb der Technischen Dokumentation. Vor allem in vielen Normen, die ja angeblich die Richtlinien konkretisieren sollen, ist die „Mehrsprachigkeit innerhalb der eigenen Sprache“ von der Ausnahme zur Regel geworden.

Deshalb sind Technikautoren auf genormte Begriffe als Leitlinien angewiesen. Eine solche Leitlinie steht in Form der Terminologiedatenbank DIN-TERM inzwischen zur Verfügung. Hier können Technikautoren mit einfachen Recherchen in mehr als 150‘000 Normen die eindeutigen Definitionen relevanter Fachbegriffe feststellen, und sie sind dringend aufgerufen, diese auch zu nutzen. Diese Möglichkeit hat u.a. deshalb erhebliche Bedeutung, weil nur so normierte Übersetzungen in alle EU-Sprachen möglich sind, die die Richtlinien vorschreiben. Dieser Aspekt beinhaltet eine der wesentlichen Voraussetzungen zum System einer Technischen Dokumentation in europäischen Dimensionen, das anders ohne jeden Zweifel zum Scheitern verurteilt wäre.

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