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Netzwerken: Wie funktioniert das mit Fernarbeit?

Mit der COVID-19 Pandemie hat sich im Leben vieler Menschen einiges verändert. In der Arbeitswelt war es ein ungeplanter Grossversuch, dass viele Betriebe ihre Verwaltungs-Mitarbeiter ins Heimbüro (oder an den Küchentisch) geschickt haben, und teils auch die Produktion unterbrochen haben. Was bleibt nun, nachdem sich die Lage etwas entspannt hat, davon übrig? Wie gehen die Unternehmen künftig mit dem mobilen Arbeiten um?

10.12.2021
Netzwerken

Das Coronavirus zwang viele Unternehmen, sich auf neue Arbeitsumgebungen einzustellen, wie z. B. flexibles Arbeiten von zu Hause aus. Die Kommunikation verlagerte sich vollends auf elektronische Medien, ein kurzes Gespräch am Kopierer oder am Kaffeeautomaten war nicht mehr möglich. Umgekehrt zeigten sich jedoch frühzeitig Möglichkeiten, Trends verstärkt umzusetzen. Es stellt sich aber auch die Frage, inwieweit sich Isolation und fehlende unmittelbare Interaktion negativ auf die Mitarbeiter auswirken.

Aus diesen Gründen werden viele Unternehmen flexible Arbeitsformen nicht mehr anbieten. Andere hingegen werden sie beibehalten, da sie sich positiv auf die Produktivität der Arbeitnehmer auswirkt, eine bessere Work-Life-Balance bietet, den Pendlerstress verringert und einen großen Einfluss auf die Nachhaltigkeit hat.

Arbeiten von zu Hause aus vor, während und nach der Krise

Nach Angaben des McKinsey Global Institute würden 52 % der Arbeitnehmer nach der Covid-Pandemie ein flexibleres Arbeitsmodell bevorzugen.

Laut der Deloitte-Umfrage 2020 arbeitet zirka die Hälfte aller Schweizer Arbeitnehmer oder Selbstständigen während der Krise von zu Hause aus. Auch wenn einige von ihnen wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren werden, sobald sich die Lage normalisiert hat, ist es unwahrscheinlich, dass die Zahl der Menschen, die von zu Hause aus arbeiten, wieder das Niveau von vor der Covid-19-Krise erreicht.

Vor der Krise stieg die Zahl der Arbeitnehmer, die mindestens einen halben Tag pro Woche flexibel arbeiten, zwischen 2013 und 2018 von 18 % auf 24 %, wenn man die Daten des Schweizer Bundesamtes für Statistik berücksichtigt.

Rund 25 % der Befragten arbeiteten vor der Krise mindestens einmal pro Woche von zu Hause aus. Allerdings gehen 34 % davon aus, dass sie nach der Krise mindestens einmal pro Woche von ihrem Heimbüro aus arbeiten können.

Wie kann man sich beim mobilen Arbeiten vernetzen?

Während der langen Covid-Zeit fiel es schwer, die persönliche Verbindung zu den Kollegen aufrecht zu erhalten. Auch wenn Videobesprechungen die Kommunikation aus der Ferne erleichtern, ist dies nicht dasselbe wie ein persönlicher Kontakt.

Nicht jeder fühlt sich bei der mobilen Arbeit wohl, vor allem wegen der ständigen Interaktionen, wie die Teilnahme an virtuellen Meetings oder Multitasking. Die Mitarbeiter beginnen, sich zu überarbeiten, was sich negativ auf ihr geistiges und körperliches Wohlbefinden auswirkt. Viele Vorgesetzte sind besorgt, dass die Mitarbeiter nicht hart genug arbeiten, weil sie nicht von Angesicht zu Angesicht überwacht werden – und manche zögern auch nicht, dergestalt nachzuhelfen.

Umgekehrt zeigt sich, dass viele klassische Methoden der Mitarbeiterführung bei der Heimarbeit nicht mehr funktionieren, sodass auch hierbei vielerorts Anpassungen oder völlig neue Vorgehensweisen erforderlich werden.

Um sich als flexibler Berufstätiger an die neue Umgebung anzupassen, lohnt es sich, einen Blick auf die Networking-Tipps für Fernarbeit zu werfen:

Nehmen Sie an virtuellen Veranstaltungen teil

Virtuelle Veranstaltungen und Treffen sind ein wichtiger Bestandteil der Netzwerkidentität. Sie ermöglichen es Arbeitnehmern, in Webinaren viel von Führungskräften zu lernen und sich mit Fachleuten zu vernetzen, um die richtigen virtuellen Verbindungen zu finden.

Beteiligen Sie sich an Online-Communities

Ständig auf dem Laufenden zu bleiben und mit vielen anderen Kollegen zu kommunizieren, kann helfen, die berufliche Position zu verbessern. Es gibt eine Vielzahl von Plattformen wie Slack, Microsoft Teams oder Zoom, die die Kommunikation verbessern können.

Soziale Medien nutzen

Ein aktives Mitglied bei Facebook, LinkedIn oder Instagram ist eine großartige Möglichkeit, den professionellen Service zu fördern. Achten Sie darauf, dass Ihr öffentliches Konto gut aussieht, Ihr aktuelles Erscheinungsbild zeigt, wer Sie sind, was Sie tun und was Sie anbieten können.

Zeigen Sie Ihre Hobbys

Interessen, auch solche, die nichts mit Ihrem Beruf zu tun haben, lassen jeden interessanter erscheinen und helfen, stärkere Verbindungen aufzubauen. Wie funktioniert das? Wenn eine Person Zeit mit dem verbringt, was sie liebt, und dies mit anderen teilt, entsteht eine Verbindung, vor allem wenn sie Menschen findet, die dasselbe mögen.

Als Berufstätiger ist es wichtig, sich an neue Umstände anzupassen. Wenn man gute Netzwerke aufbauen will, kann man das online von zu Hause aus tun. Es ist wichtig, kreativ zu bleiben und immer einen neuen Ansatz zu wählen, um als Freiberufler oder mobil Beschäftigter neue Verbindungen aufzubauen.

Mobiles Arbeiten variiert je nach IT-Infrastruktur, Kultur und Branche. Siemens bietet eine sichere Kommunikation zwischen Betriebstechnik und Informationstechnologie (IT), wobei Büros und Industrienetzwerke Ethernet-basierte Kommunikation verwenden. Sie ist hilfreich, um einen zuverlässigen Datenaustausch zu erreichen.

Die Zukunft der Fernarbeit

Die Unternehmen werden ihre Geschäftspläne umstellen müssen, um sich auf einige Ideen des mobilen Arbeitens einzustellen. Das bedeutet, dass sich die Arbeitskultur ändern und neue Personalbindungs-Strategien eingeführt werden müssen, z. B. durch regelmäßige Online-Teamsitzungen.

Auch die Arbeitszeit könnten sich auf eine teilweise mobile Basis wechseln. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter beispielsweise an drei Tagen in der Woche im Büro sein müssen und an zwei Tagen von zu Hause aus arbeiten. Einige werden die Möglichkeit haben, zu entscheiden, ob sie zu Hause bleiben oder zum Arbeitsplatz gehen wollen.

Man geht davon aus, dass die mobile Arbeit auch in der Zeit nach der Pandemie fortbestehen wird. Laut der Agenda des Post-Pandemie-Ausschusses, in der untersucht wurde, inwieweit die Fernarbeit nach der Pandemie fortbestehen könnte, hat sie ein Potenzial für mehr als 2000 Aufgaben in rund 800 Berufen in den acht Schwerpunktländern.

Das bedeutet, dass zwischen 20% und 25% der Arbeitskräfte drei bis fünf Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten könnten, wenn dies ohne Produktivitätsverlust möglich ist. Das ist vier- bis fünfmal mehr Fernarbeit als vor der Pandemie.

Wie wird sich Ihr Unternehmen auf die Zukunft der Telearbeit einstellen?

Die Liste der Vorteile des flexiblen Arbeitens ist lang. Unternehmen können Mietkosten für Büroflächen einsparen, und die Mitarbeiter sparen Zeit und Geld, weil das Pendeln zum Büro entfällt. Die Mitarbeiterfluktuation ist bei Telearbeitskräften geringer, und wer von zu Hause aus arbeitet, hat weniger Krankheitstage. Mobile Arbeitsplätze helfen Unternehmen und Arbeitnehmern, wetterbedingte Arbeitsunterbrechungen, Verkehrsprobleme, Schulschließungen, Probleme bei der Kinderbetreuung und andere Faktoren zu vermeiden. Die derartigen Auswirkungen lassen sich schon seit Monaten auf dem Immobilienmarkt beobachten.

Um sich auf die Zukunft der mobilen Arbeit einzustellen, ist es wichtig, dass Ihr Unternehmen offen für den Einsatz von Tools für kollaborative Teams ist, die Sicherheit berücksichtigt und entscheidet, ob die Fernarbeit in Vollzeit oder nur in Teilzeit erfolgen soll. Außerdem sollten Sie sich überlegen, welche Art von Büro oder Arbeitsraum Ihr Unternehmen benötigen wird. Die Erstellung eines gut strukturierten Plans und die Fähigkeit, sich an die sich ständig verändernde Zukunft anzupassen, sind der Schlüssel zum Erfolg.

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