13.07.2016

Wachstumsunternehmen: Social Media als Erfolgsfaktor

Wenn man online Erfolgsgeschichten schreiben möchten ist Social Media in den letzten Jahren von einer Option zu einem Muss geworden - und nicht nur dort. Dies gilt nicht nur für etablierte Unternehmen, sondern im Besonderen für Wachstumsunternehmen, die sich erst noch auf dem Markt etablieren müssen.

Von: Eva-Maria Spreitzer   Drucken Teilen   Kommentieren  

Eva-Maria Spreitzer

Eva-Maria Spreitzer ist als Partnership & Project Manager am Center for Digital Business der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich vor allem für den Forschungsbereich verantwortlich. Schwerpunkte der Tätigkeit sind Themen und Fragestellungen der digitalen Transformation. Sie studierte Kommunikationswissenschaft und Internationales Management an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Erfahrungen sammelte sie zuvor in der Strategieberatung Bain & Company, sowie beim internationalen Agenturnetzwerk Publicis und einer Schweizer Webagentur.

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Jungunternehmen mit kleinen Marketingbudgets profitieren von Social Media-Marketing

Doch obwohl viele Start-ups wie selbstverständlich «digital» in ihrem Geschäftsmodell mitdenken, nutzen bei weitem nicht alle die Chancen von Social Media für sich selbst. Dabei könnten gerade Jungunternehmen mit kleinen Marketingbudgets und Grassroots-Orientierung vom Einsatz profitieren - schliesslich zeichnet sich Social Media Marketing vor allem durch grosse Reichweiten, einfaches Targeting, direkte Interaktionen und verhältnismässig niedrige Kosten aus. Die Vorteile liegen also klar auf der Hand, stellt sich nur noch die Frage: Wie kann das Potential eines Start-ups durch Social Media maximiert werden? Welche Empfehlungen für das Vorgehen gibt es? Folgende Erfahrungen können als Orientierungshilfe dienen.

1. Mit einer Social Media-Strategie starten

Wer, wenn nicht ein Jungunternehmer versteht die Bedeutung von strategischer Planung? Noch vor allen anderen Schritten, ist es deshalb wichtig die Frage zu stellen, was mit Social Media erreicht werden soll. Mögliche Ziele können zum Beispiel Brand Awareness und Markenbildung, Lead Generierung bis hin zu Recruiting oder Vertrieb sein. Die Ziele selbst sind aber so präzise wie möglich zu formulieren und auszuarbeiten. Auf den Weg dorthin lauern allgemeingültige Fallstricke, die Wachstumsunternehmen vermeiden können:

Überschätzen der Ziele: Social Media ist kein Erfolgsrezept, sondern ein Erfolgsfaktor. Wenn die Geschäftsidee nicht gut ist, wird ein gut gemachtes Social Media-Marketing daran auch nichts ändern. Social Media kann keine Wunder bewirken, sondern nur bereits guten Ideen zusätzlich Aufwind geben.

Unterschätzen der Ziele: Facebook ist schon lange nicht mehr nur Spielwiese für Jugendliche und gelangweilte Büroarbeiter. Kommuniziert man über sich, seine Idee oder sein Produkt geschickt, können neue Kunden oder Mitarbeitende hinzugewonnen und ganze Märkte erobert werden.

2. Ressourcen weise einsetzen

Gleich nach der Strategie- und Zieldefinition folgt die Frage der Implementierung. Das Betreiben eines entsprechenden Social Media-Auftrittes setzt zwar nicht viel Geld, aber Zeit und Wissen voraus – auch das bedeutet eine Investition. Um die Investition klug zu planen und Ressourcen optimiert einzusetzen, sollte die richtige Balance für folgende Herausforderungen gefunden werden:

Überschätzen der Ressourcen: Kennt man sich mit den entsprechenden Tools und deren Eigenheiten nicht aus oder verbindet man keine konkreten Ziele mit dem Engagement, kann es sehr zeitintensiv sein, einen ansprechenden Post zu gestalten. Trotzdem gilt vor allem für Social Media: Probieren geht über studieren. Lieber sich weniger vornehmen, dafür aber konsequent die Wirkungsweise kennen lernen und erste Erfolge feiern.

Unterschätzen der Ressourcen: Andere glauben, Social Media könne man nebenher betreiben und es reiche, täglich fünf Minuten im Tram für einen neuen Twitter-Post aufzuwenden. Aber: Ein Twitter-Account ist noch keine Social Media-Strategie, ein Facebook-Post noch kein Lead.

3. Kanäle und Inhalte orchestrieren

Obwohl Social Media und deren Schnelllebigkeit überfordernd wirken können, ist es wichtig - gleich einem Dirigenten - die Fäden zusammenzuhalten und den Überblick zu bewahren. Auch hier gibt es nicht ein Erfolgsrezept oder den einen Weg, aber dennoch Anhaltspunkte, die einen das Leben im Social Web erleichtern können:

KANÄLE

Facebook, Instagram, Twitter, YouTube: Es gibt bereits unzählige Kanäle, und täglich kommen neue dazu, wobei andere wieder in der Versenkung verschwinden.

Überschätzen der Kanäle: Auf allen Kanälen präsent zu sein, ist nicht möglich und auch nicht wünschenswert. Jedes Unternehmen muss individuell entscheiden, wo eine Präsenz Sinn macht. Für ein Modelabel ist zum Beispiel Instagram besser geeignet als Twitter. Drei gut bewirtschaftete Plattformen reichen in der Regel aus.

Unterschätzen der Kanäle: Besitzt man einen Facebook-Account, ohne ihn regelmässig zu bewirtschaften, kann man ihn auch gleich wieder löschen. Entweder, man entscheidet sich bewusst für einen Kanal und bespielt diesen auch konsequent, oder man lässt es ganz bleiben.

INHALTE

Wer liefert Inhalte – nur das Start-up oder auch die Kundinnen? Und wie soll der Content aussehen? Gibt es spezifische Formate, die die Botschaft am besten transportieren?

Überschätzen der Inhalte: Können Kunden aktiv auf Social Media mitgestalten, erhöht das ihre Verbundenheit zur Marke und somit auch ihre Motivation, Teil der Community zu werden. Dabei darf die Grundregel des Storytellings nicht vergessen werden: Nur relevante Inhalte sind auch gute Inhalte.

Unterschätzen der Inhalte: Je mehr auf Co-Creation gesetzt wird, desto zeitintensiver wird die Aufgabe des Redigierens und Kuratierens.

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