03.04.2018

Intralogistik: Ein vielseitiger Bereich im Wandel

Die Intralogistik ist ein Teilbereich der Logistik. Hier geht es nicht darum, Waren von einem Ort an den nächsten zu transportieren, sondern um die Lagerung und den Transport von Waren innerhalb eines Unternehmens.

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Intralogistik

Wichtige Hilfsgeräte dafür sind Gabelstapler und Hubwagen, wie sie von dem deutschen Unternehmen Jungheinrich aus Hamburg entwickelt und im eigenen Onlineshop vertrieben werden. Im Maschinenbau werden zudem Förderbänder gefertigt und in Produktionsstrassen integriert. Die Intralogistik kümmert sich darum, den Materialfluss und im Speziellen die Fördertechnik zu überwachen, zu steuern und auf die Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen. Die Intralogistik ist somit ein

Bildrechte: Flickr Architecture building business construction - Credit to toolstotal.com John Jones CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

interdisziplinäres Feld, das Bereiche wie Betriebswirtschaft, Information und Kommunikation sowie Fördertechnik vereint.

Neue Entwicklungen in der Intralogistik

Lagerlogistik und Intralogistik befinden sich wegen der Digitalisierung im Umbruch. Seit den 1970er-Jahren werden auch in der Lagerlogistik EDV-Systeme angewendet, sodass die Logistik im Lager vor allem zu einer verwaltenden Aufgabe wurde - entsprechend wurde sie als Lagerverwaltung bezeichnet. Heute übernehmen ausgeklügelte Systeme, die sogenannten Warenwirtschaftssysteme, unzählige Aufgaben in der Lagerverwaltung. Die Überwachung der internen Bestandsführung findet heute beispielsweise über ein Warenwirtschaftssystem statt. Doch es sind noch viele weitere Themen hinzugekommen, beispielsweise Virtual Reality. Damit können Lager vor ihrer Erstellung virtuell aufgebaut, getestet und optimiert werden.

Zeitgemässe Optimierung der Lager

Um ihre Lager und die innerbetriebliche Logistik zu optimieren, haben Unternehmen verschiedene Möglichkeiten. Dazu gehören:

  • Lieferungen anpassen
  • Kostenfaktoren überprüfen
  • Modernisierung der verwendeten Geräte
  • Einsatz von moderner IT
  • Gegebenenfalls Outsourcing an professionelle Dienstleister

Sind die aktuellen Lagerkosten zu hoch, kann das an zu grossen Lieferungen liegen. Durch punktgenaue, möglichst kleine Lieferungen reduzieren Sie die Lieferzeit und sparen so Kosten. Die Kosten des Lagers sollten zudem überprüft werden, um ungewöhnliche Abweichungen ausfindig zu machen. Regulär sollten etwa 20 Prozent der Kosten für Fördertechnik und Regale aufgewendet werden und jeweils 40 Prozent für Personal- und Gebäudekosten.

Durch neue Förderfahrzeuge und Regale, die den im Lager vorhandenen Platz besser nutzen, kann die Effizienz ebenfalls optimiert werden. Bei der Modernisierung grosser Lager empfiehlt sich zudem der Einsatz moderner IT-Systeme. Auch die Anordnung der Ware spielt eine entscheidende Rolle. So sollten zum Beispiel Waren, die oft bestellt werden, am Beginn eines Gangs platziert werden, um schnell erreichbar zu sein. Denn genau wie in anderen Bereichen der Logistik kommt es in der Intralogistik auf jede Minute und jeden Zentimeter Stauraum an.

Gehört die Logistik allerdings nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens und man hat bereits alle Optimierungspotenziale ausgeschöpft, aber immer noch zu hohe Lagerungskosten, kann es empfehlenswert sein, sie an einen professionellen Logistikdienstleister auszulagern. Dort kommen stets modernste Technik und Geräte zum Einsatz.

Megatrends: Diese Technologien sind im Kommen

Auf der Intralogistikmesse LogiMAT in der Neuen Messe in Stuttgart wurden in diesem Jahr wieder aktuelle Trends und Entwicklungen vorgestellt. Zudem wurde der "Intralogistik-Radar" gegründet, ein Netzwerk aus Wissenschaftlern und Wirtschaftsexperten, das untersucht und informiert, welche Lösungen im Waren- und Informationsfluss in den nächsten Jahren besonders grossen Einfluss auf die Branche haben werden.

"Der Intralogistik-Radar soll eine Orientierung bieten, welche Technologien in der Intralogistik in näherer Zukunft eingesetzt werden. Wir haben zusätzlich eine Einschätzung vorgenommen, ob in den jeweiligen Technologiefeldern mit Optimierungen oder mit zusätzlichem Forschungsbedarf zu rechnen ist. Der Radar soll allen Intralogistikern bei der Ausrichtung der eigenen Arbeiten helfen", erklärt Gründer Prof. Dr. Michael Hauth von der Hochschule Mannheim.

Die drei "Megatrends", die der Radar ausgemacht hat, sind:

  • Autonomie
  • Machine Learning und Künstliche Intelligenz
  • Mensch und Maschine

Autonomie

Irren ist menschlich, doch durch die stärkere Autonomisierung von Maschinen und Systemen soll die Fehlerquote reduziert werden. Es gibt bereits in Ansätzen Umsetzungen dieser Konzepte, so zum Beispiel die Indoor-Lokalisierung, selbstorganisierende Fördertechnik oder Grid-Sorter. Auch autonome Fahrzeuge fallen in diese Kategorie.

Machine Learning und Künstliche Intelligenz

Die Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz bietet vielfältige Möglichkeiten für die Intralogistik. Durch den Einsatz von Big Data können schon heute genaue Analysen und Prognosen für den Warenfluss vorgenommen werden. Verbunden mit selbstlernenden Programmen soll auch die Planung und Optimierung von Logistik-Systemen verbessert werden, wenn Künstliche Intelligenz zum Standard wird.

Mensch und Maschine

Hier steht vor allem die "Kollaboration zwischen Mensch und Maschine" im Vordergrund. Denn diese Beziehung wird immer enger. So nimmt beispielsweise die Bedeutung von Wearables wie Datenbrillen oder tragbaren Exoskeletten zu, die in der Warenkommissionierung Informationen liefern oder bei körperlichen Arbeiten wie dem Heben und Greifen von Waren unterstützen. Auch Augmented Reality soll noch stärker zum Tragen kommen. Das Intralogistik-Netzwerk hat verschiedene Gruppen eingesetzt, die sich mit speziellen Aspekten der Augmented Reality beschäftigen, etwa für die Bereiche Kommissionierung, Indoor-Lokalisierung und Navigation.

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