08.09.2016

Unternehmenskultur: Warum nur «lachende» Unternehmen die Zukunft erreichen

Die Businesswelt hat sich in den letzten Jahren mächtig verändert. Kunden- wie auch Arbeitsbeziehungen sind globaler, digitaler und vielschichtiger geworden – und das auf weit höherem Niveau. Die Kopfarbeiter sind auf dem Vormarsch. Und Kreativität ist die Schlüsselressource des Wandels. All dies erfordert eine verstärkt auf das Kundenwohl ausgerichtete «lachende» Unternehmenskultur. Sie bietet die wohl aussichtsreichsten Zukunftsperspektiven - und den besten Kopierschutz.

Von: Anne M. Schüller   Drucken Teilen   Kommentieren  

Anne M. Schüller

Anne M. Schüller ist Managementdenker, Keynote-Speaker, zehnfache Buch- und Bestsellerautorin und Businesscoach. Die Diplom-Betriebswirtin gilt als Europas führende Expertin für Loyalitätsmarketing und ein kundenfokussiertes Management. Sie zählt zu den gefragtesten Referenten im deutschsprachigen Raum. Sie ist Gastdozentin an mehreren Hochschulen. Wenn es um das Thema Kunde geht, gehört sie zu den meistzitierten Experten. Zu ihrem Kundenkreis zählt die Elite der deutschen, österreichischen und schweizerischen Wirtschaft.

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Unternehmenskultur

Unternehmenskultur als Wettbewerbsvorteil

Die Art und Weise, wie jede noch so brillante Business-Strategie sich umsetzen lässt, wird letztlich bestimmt durch die Unternehmenskultur. Als Kunde spüren wir diese bei jedem Kontakt: Zwischen den Zeilen des Mailings, am Besprechungstisch, meilenweit durchs Telefon. Sie legt sich wie eine dunkle Wolke auf unser Gemüt - oder versorgt uns für Stunden mit Heiterkeit.

Unser Gehirn ist nämlich sehr empfänglich für Emotionales. Wem es dabei gut geht, der trägt eine rosarote Brille, ist hoffnungsvoll gestimmt und sieht sich nur die Schokoladenseiten an. Der ist lösungsorientiert und voller guter Ideen. Dem sitzt auch die Geldbörse locker. Und der ist grossmütig, wenn kleine Fehler passieren: ist menschlich, kein Beinbruch, alles halb so wild.

Bei trüber Verfassung hingegen will gar nichts gelingen. Da ist die Kreativität wie weggesperrt. Da kann man auch beim besten Willen das Gute einfach nicht sehen. Da ist unser Gehirn in der Lage, sich das Schlimmste auszumalen. Und es igelt sich ein. In einer derart verschlossenen Stimmung bleibt dann auch die Geldbörse zu.

Gut, wenn das Lachen Einzug hält

Lachende Unternehmen folgen Gewinner-Strategien. Sie sind quicklebendig und schwingen wunderbar positiv. Ihre Mitarbeiter sind kerngesund und bereit, sich für die Firma mächtig ins Zeug zu legen. In lachenden Unternehmen herrscht Spassgesumme, ein Treibhausklima für Glanzleistungen und ein Biotop für gute Ideen. Lachende Unternehmen ziehen die Besten wie magisch an. Sie legen damit eine perfekte Basis für Top-Performance und wirtschaftlichen Erfolg. Bei solchen Unternehmen kaufen Kunden gerne immer wieder ein. Und im Web erzählen sie der ganzen Welt, warum das so ist.

In etliche Firmen hat das Lachen schon offiziell Einzug gehalten. Mehr und mehr Manager beginnen die Vorteile eines humorvollen Betriebsklimas zu erkennen, weil hierdurch die Motivation, der Leistungswille und die Freude an der Arbeit wachsen. Lach-Yoga und Humortage sind im Kommen. Denn auch das Gut-drauf-sein will geübt sein – um schliesslich echte Heiterkeit und nicht nur ein antrainiertes Retortenlächeln zu erzielen. Leben und Lachen in der Firma schaffen Sympathie. Und gegenseitige Zuneigung begünstigt Erfolge.

Spiel und Spass sorgen für Wettbewerbsvorteile

Lachende Unternehmen sind kein Schlaraffenland. Sie bieten ihren Mitarbeitern ständig neue Herausforderungen - im Kern ihrer Talente und auf Wollen-Basis. Dort finden wir ein gut gelauntes Miteinander, eine von Vertrauen getragene offene und ehrliche Hin-und-Her-Kommunikation, gegenseitige Wertschätzung sowie vielfältige Anerkennung. Und Siegertypen - voller Stolz auf ihre Spitzenergebnisse. So entspringt eine lachende Unternehmenskultur keinem sozialromantischen Kuschelkurs, sondern einem unverkennbar betriebswirtschaftlichen Kalkül.

Einer der besten Hinweise darauf, wie gesund eine Firma ist, liefert das dort herrschende Mass an Humor: das gemeinsame Lachen in Meetings, beim Chef, mit Kunden am Telefon, auf den Gängen und in der Kaffeeküche. Menschen mit unzerstörbar guter Laune sind ein Glücksfall in jedem Team. Ein «entwaffnendes» Lächeln baut Aggressionen ab und schafft Wohlwollen. Lachen aktiviert das Gehirn, hält gesund und macht kreativ. Die dabei ausgeschütteten Glückshormone lassen uns optimistisch und voller Tatendrang in die Zukunft schauen.

Es ist ein uraltes Vorurteil und ein gefährlicher Irrtum, zu glauben, dass Spass und Arbeit nicht zusammenpassen, dass Gefühle im Konferenzzimmer nichts zu suchen haben und Gegacker am Verhandlungstisch unseriös sei. Man braucht keine Studien, um zu verstehen, dass einem bei guter Laune die Arbeit leichter von der Hand geht - das sagt uns schon der gesunde Menschenverstand. Doch leider ist vielen Managern auf dem Weg nach oben der gesunde Menschenverstand abhandengekommen. Und sie haben das Lachen verlernt.

Lachende Unternehmen betören die Kunden

Kreativität ist die Schlüsselressource der Zukunft. Doch sie kann nur in heiteren Hirnen entstehen. Und nur in einem positiven Klima gedeihen Lust auf Spitzenleistungen, Engagement, Verantwortungsbereitschaft und kreative Power auf Dauer. In lachenden Unternehmen wird die zur Verfügung stehende Energie konstruktiv und nicht destruktiv verwendet. Sie fokussiert auf Miteinander statt Gegeneinander. Der Blick der gesamten Organisation ist nach aussen, also auf den Markt und die Kunden gelenkt, denn aus dem Unternehmensinneren droht nichts Böses.

Entwicklungen und Trends werden feinfühlig wahrgenommen. Die Innovationsbereitschaft ist hoch. Veränderungen werden als Chance und nicht als Gefahr gedeutet. Über Abteilungs- und Unternehmensgrenzen hinweg gibt es eine Mitmach-Bereitschaft auf hohem Niveau, so dass Ideen, Wissen und Einsichten neu kombiniert werden können. Die sich dabei entfaltende Schöpfungskraft führt zu ständig neuen herausragenden Lösungen - und damit auch raus aus der Kopierfalle.

Gerade für kundennahe Mitarbeiter ist es wichtig, in einem lachenden Unternehmen zu arbeiten, denn sie tragen die Unternehmenskultur nach aussen. Sie geben ihrer Firma eine Stimme und ein Gesicht. Bewusst oder unbewusst prägen sie massgeblich das Bild ihrer Firma bei den Kunden. So ist es unabdingbar, bereits im Einstellungsgespräch ganz gezielt Ausschau nach Optimisten zu halten - und nicht nur das Können, sondern auch das Wollen abzuklopfen. Dies erkennt man unter anderem an folgender Frage: «Wer ist eigentlich verantwortlich dafür, dass Sie Freude an der Arbeit haben?»

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