23.11.2017

Übersetzungen und Lektorate: Für Wissenschaft und Forschung

Die Übersetzung wissenschaftlicher Fachtexte ist an ganz besondere Herausforderungen geknüpft. Einerseits weiß im Zweifel nur der Verfasser selbst, ob die Interpretation eines Sachverhaltes mit dem Ursprungsgedanken des Ausgangstextes übereinstimmt – was ein hohes Maß an Kooperation zwischen Verfasser und Übersetzer voraussetzt – andererseits ist ein solcher Prozess außerordentlich langwierig und vor allem kostspielig, was den begrenzten Budgets von Universitäten und Doktoranden diametral entgegensteht. Denn, es soll natürlich schnell gehen, günstig sein und auf rechtssicherer Basis stehen – heißt, die Übersetzung soll möglichst bis auf das letzte Komma korrekt sein. Ein Anspruch, dem der Großteil der zu bearbeitenden Ausgangstexte nicht gerecht wird.

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Herausforderung und Anforderung

Generell müssen Übersetzer und Lektoren hierfür mit höchster Präzision arbeiten. Fehler müssen im Regelfall ausgeschlossen werden, da diese sogar Einfluss auf die Benotung der einzureichenden wissenschaftlichen Arbeit haben können. Dies erfordert nicht nur exzellente Sprachkenntnisse in der Ausgangs- und Zielsprache, sondern setzt auch spezifische Fachkenntnisse des beauftragten Übersetzers voraus. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, arbeitet meist ein komplettes Team aus Übersetzern und Lektoren an der Übersetzung eines Dokumentes. Während ein Recherche-Team wertvolles Hintergrundwissen beisteuert, um den Text in den richtigen Kontext zu setzen, kümmern sich speziell geschulte Lektoren um die anschließende Korrektur hinsichtlich Grammatik, Orthographie, Interpunktion, Silbentrennung, Syntax und Morphologie. Auch die inhaltliche Stringenz des Originaltextes wird somit noch einmal überprüft. Sollten hierbei Dissonanzen auftreten, wird dies dem Autor im besten Falle übermittelt.

Eigenübersetzung vs. Fachübersetzung

Die weithin gängigste Methode wissenschaftliche Texte übersetzen zu lassen, ist die Eigenübersetzung und das nachfolgende Lektorat durch einen muttersprachlichen Kollegen. Besonders in fachlicher Hinsicht ist dies auch keine schlechte Idee, auch wenn hierfür im Zweifel vorab ein Sprachkurs zu empfehlen ist. Externe Übersetzer bedürfen zumeist eines ausgedehnten Briefings, um in die fachlich ja zumeist neuen Anwendungsgebiete eingeführt zu werden. Geht es jedoch um die Publikation für ein internationales Publikum, insbesondere in Buchform, ist es ratsam Fördermittel für eine Fachübersetzung zu beantragen. Für Dissertationen hat sich eine derartige Praxis bereits etabliert. Die eigentliche Übersetzung übernimmt in diesem Falle ein spezialisiertes Übersetzungsbüro. Besondere Verdienste hat sich hierbei –um ein Beispiel zu nennen- die Fachübersetzungsdienst GmbH erworben, die auf dem gesamten europäischen und asiatischen Markt tätig ist und in Kooperation mit zahlreichen Universitäten steht. Sicher ist aber auch: da die mit Abstand am meisten gefragte Sprachkombination im deutschen Sprachraum die Übersetzung Deutsch Englisch ist, ist ein Preisvergleich mit anderen Anbietern so einfach wie lohnenswert. Zumeist ist der Antragsteller gar verpflichtet, dem wirtschaftlichsten Angebot den Zuschlag geben zu müssen. Grundlage einer international gültigen Qualitätssicherung ist in diesem Fall die Übersetzernorm DIN EN ISO 17100. Diese gibt Richtlinien zur Bearbeitungsweise der Übersetzung selbst, dem Projektmanagement, der Rekrutierung von Fachübersetzern sowie der Abschlusskontrolle vor. Elementar ist hierbei die individuelle Anpassung des einzusetzenden Teams an die Anforderungen des Einzelprojektes. Zu Empfehlen ist in jedem Falle eine Probeübersetzung, zum Beispiel der Zusammenfassung, um sich ein eigenes Bild von der Arbeitsweise des Übersetzungsdienstleisters zu machen.

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