13.10.2017

Firmenimage: So lässt sich das Vertrauen der Kunden gewinnen

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert! Dieses Motto hat heute immer noch eine gewisse Aktualität. Für Unternehmen ist ein ramponiertes Image allerdings sehr viel dramatischer. Wo Verbraucher – und damit Kunden – wenig Vertrauen in eine Marke oder ein Produkt haben, drohen schnell wirtschaftliche Schwierigkeiten. Allerdings müssen keine extremen Beispiele bemüht werden, um die Bedeutung des Firmenbildes in der Öffentlichkeit zu unterstreichen. Jedes Unternehmen hat Interesse daran, bei Kunden und Geschäftspartnern in einem möglichst positiven Licht darzustellen.

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Firmenimage

3 Strategien für ein gutes Firmenimage

Dieser Anspruch prägt jedes der – laut Statistikbehörde der Schweiz – knapp 40.000 im Jahr 2015 neu gegründeten Unternehmen. Welche Möglichkeiten haben Firmen, ihr Image zu steuern und so nicht einfach nur Reputation Management zu betreiben, sondern auch den wirtschaftlichen Erfolg auszubauen? Heute bietet sich beispielsweise durch das Internet die Möglichkeit, dem Image auf die Sprünge zu

Bildquelle: @ stockWERK – 46857038 / fotolia.com

helfen. Kundenbewertungen sind aber nur eine Option. Was Firmen in jedem Fall immer im Hinterkopf behalten müssen: Jede Aktion muss klar durchdacht und authentisch sein. Andernfalls droht die Imagekampagne genau das Gegenteil zu erreichen. In diesem Artikel werden 3 Strategien für die Imagebildung von Unternehmen genauer aufgezeigt.

1. Testimonials - Kundenbewertungen als Mittel zur Vertrauensbildung

Der Begriff Testimonial taucht im Marketing immer wieder auf. Das Testimonial wird in diesem Zusammenhang als Fürsprache für ein Produkt angesehen. Konkret geht es dabei nicht unbedingt darum, ein Produkt oder eine Dienstleistung offensichtlich in den Vordergrund zu stellen und dessen Eigenschaften besonders herauszuarbeiten. Gute „Werbung“ ist als solche nicht sofort erkennbar – platziert die Aussage aber trotzdem an der richtigen Stelle. Beispiele für Testimonials tauchen in der Fernsehwerbung regelmässig auf. Marken bedienen sich in diesem Zusammenhang sehr oft prominenter Persönlichkeiten, welche

  • Qualität
  • Preis
  • Nachhaltigkeit

besonders hervorheben. Diese Form des Testimonials ist allerdings als Produkt- oder Eigenwerbung klar zu erkennen und stiftet somit kaum das nötige Vertrauen.

Kundenkommentare als wichtige „Vertrauenswährung“

Speziell im E-Commerce können Unternehmen diesen Gedanken allerdings aufgreifen und in eine spezielle und deutlich hilfreichere Richtung lenken. Die Rede ist von Kundenkommentaren, welche sich mit dem Unternehmen und dessen:

  • Produkten
  • Dienstleistungen

befassen. Zur Imagesteuerung reicht es nicht aus, nur Langlebigkeit oder Preiswürdigkeit in den Mittelpunkt zu stellen. Speziell bei der Kundenerfahrung müssen Aspekte wie die Servicefreundlichkeit eine Rolle spielen. Und wer könnte diese besser bewerten, als die betroffenen Kunden selbst. Dem Urteil eines anderen Käufers messen Interessenten deutlich mehr Bedeutung zu als bezahlter Werbung.

Aber: Bewertungen und Kommentare muss ein Unternehmen als zweischneidiges Schwert begreifen. Medienberichte – etwa des SRF – beschäftigten sich immer wieder mit gekauften Bewertungen. Kommentare, die sich teils kritisch mit Aspekten von Produkten oder dem Unternehmen beschäftigen, können ein Gewinn sein – da sie beim Leser Vertrauen entstehen lassen.

2. Testsiegel - ein Zeichen des Vertrauens

Eine zweite Möglichkeit für Unternehmen, um am Image zu arbeiten, sind Testsiegel. Damit erreichen Firmen eine deutliche Verbesserung des Kundenvertrauens. Aber: An diesem Punkt sollte es nicht nur um Quantität gehen. Gefragt ist die Balance zwischen Menge und Qualität. Sprich: Testsiegel bekannter Organisationen haben in den Augen vieler Verbraucher mehr Gewicht im Vergleich zu Gütesiegeln aus eher unbekannten Quellen. Für die Qualität eines Gütesiegels spricht zum Beispiel die offene und transparente Darstellung des Zertifizierungsprozesses. Im Bereich Nachhaltigkeit, Bio und Fairness gehören unter anderem:

  • das Europäisches Umweltzeichen (Euroblume)
  • der Blaue Engel
  • das Demeter Siegel

 

zu den bekannten Siegeln. Gerade in den Bereichen: Naturschutz Klima Verbraucherschutz ist auch den Schweizer Verbrauchern in den letzten Jahren das Thema Nachhaltigkeit wichtig geworden. Unternehmen, welche den Zertifizierungsprozess erfolgreich durchlaufen, können das Image durch die Siegel deutlich verbessern.

Aber: Die hohen Standards müssen auf Dauer eingehalten werden. Sofern Verstösse zur Aberkennung der Siegel führen oder gravierende Versäumnisse publik werden, kann dies erhebliche Konsequenzen – sprich einen Imageschaden – nach sich ziehen.

3. Humanitäre Aktionen – Spenden & Co.

In der Schweiz lässt sich seit Jahren ein Phänomen beobachten, welches auch die Nachbarländer betrifft: Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander. Mit der wachsenden Verschiebung der Vermögen stellt sich die Frage, wie Gesellschaften damit fertig werden. Ehrenamtliche Arbeit und Spenden gewinnen an Bedeutung. Unternehmen können diesen Aspekt aufgreifen – um damit auch am eigenen Image zu arbeiten. Allerdings besteht die Gefahr, durch Fehler positive Effekte sehr schnell verpuffen zu lassen.

 Beispiel: Einmal im Jahr überreicht der Geschäftsführer mit viel Getöse einen Scheck. Seitens der Zielgruppen wird dieses Verhalten mitunter kritisch aufgenommen. Um über Spenden und gesellschaftsförderndes Engagement die Wahrnehmung nach aussen zu fördern, können viele kleine Aktionen zielgerichtet eingesetzt werden – und das Unternehmen bleibt so auf Dauer präsent.

Was kann in diese Rubrik eigentlich genau fallen? Möglich sind:

  • Geldspenden
  • Sachspenden
  • Betreuungsangebote usw.

So kann ein Unternehmen zum Beispiel Alten- oder Kinderbetreuungseinrichtungen fördern – etwa durch Spielzeugpatenschaften. Hier erhalten die Kinderbetreuungseinrichtungen zum Beispiel regelmässig neues Spielzeug. Oder Firmen spendieren den Einrichtungen Frühlings- und Herbstfeste. Hier klingt bereits ein Aspekt des Spendens an: Statt einer grösseren Geldspende bietet die Auswahl einzelner Projekte oder Einrichtungen, die gezielt gefördert werden, erheblichen Spielraum. Aber: Unternehmen sollten an diesem Punkt auch darauf achten, die Aktionen richtig zu kommunizieren. Wer hier Fehler macht, kann den gewünschten positiven Effekt fürs Image immer noch ins Gegenteil umkehren.

Fazit: Mit der richtigen Strategie verbessert sich das Firmenimage

Wie helfe ich dem Image meines Unternehmens auf die Sprünge? Eine Frage, die für Gründer und Unternehmer häufig im Raum steht. Qualitativ hochwertige Produkte sind am Ende nur ein Baustein, um dieses Ziel zu erreichen. Firmen können heute verschiedene Massnahmen ergreifen, um die Wahrnehmung ihrer Zielgruppe zu verändern. Diese Veränderung kann allerdings in beide Richtungen gehen. Es kommt letzten Endes darauf an, sich richtig zu entscheiden. Die Entscheidung für eine Strategie wird hierdurch sicher nicht leichter. Grundsätzlich sollte eines im Mittelpunkt stehen: Jede Aktion muss authentisch und glaubwürdig sein. Dies betrifft Kundenbewertungen genauso wie Spendenaktionen und Co. Wo ein Unternehmen übertreibt und es mit dem Prinzip Brechstange probiert, wird sich der Effekt schnell eher ins Gegenteil verkehren.

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